„O.k., das ist anders als ich erwartet hätte." fragend sah sie zu ihm auf, den Schlüssel in die blaue Schale legend. „Was genau meinst Du?" Seine Uniformjacke entgegennehmend hängte sie diese an den Bügel eines strengen Gesichtes.
„Dein Studio, es war so... naja kühl und klar, Du... wirkst auf mich kühl und klar und das hier ist... gemütlich." Musterte er einige der Fotos ihrer Urlaube, die in versetzten schlichten Silberrahmen eine der kurzen Flurwände schmückte.
„Ich weiß wir kennen uns nicht wirklich, aber mein Eindruck von Dir ist ein ganz anderer als von dieser Frau hier." er deutete auf ein Foto, auf welchem sie, in Jonas Armen sitzend eine Wasserrutsche hinunterrutschten und sie kreischend die Arme hochriss.
„Wer weiß, vielleicht stell ich sie Dir irgendwann einmal vor." sprach sie mit verschmitztem Lächeln. „Mach es Dir gemütlich. Dort ist das Wohnzimmer und darüber gelangst Du auch auf die Terrasse. Möchtest Du etwas trinken?"
Mit jungenhaftem grinsen musterte er sie. „Ich komm schon zurecht. Hast Du einen besonderen Wunsch was das Essen betrifft? Wenn ich in Köln bin, bestell ich eigentlich regelmäßig aus einer kleinen aber sehr guten Sushibar. Magst Du Sushi?" Nickend wandte sie sich ab. „Sehr sogar und ich habe lange kein gutes mehr gehabt. Ich nehm alles was Du empfiehlst, aber bitte ohne Rogen. Fisch und Krustentiere aber gern."
Darauf vertrauend, dass er es sich wirklich bequem machen würde trat sie ins Bad und begann sich Stück für Stück aus Handschuhen und Suit zu schälen.
Wie seltsam normal es ihr vorkam, dass Maxim sich hier aufhielt und mehr noch, anders als die Männer denen sie sonst gestattete, ihr Reich zu betreten, sich so frei hier bewegte. Ob er das auch täte, wenn Zayn für sie kniete? Würde Zayn seinerseits damit zurechtkommen, dass sie sich mit Maxim hier aufhielt? Die eigene Nässe in ihrem Höschen betrachtend packte sie den Suit in einen der Wäsche beutel, um ihn bei Gelegenheit zu reinigen.
Warum machte sie sich solche Gedanken. Würde sie überhaupt wollen, dass Maxim von Zayn erfährt oder andersherum? Und warum sollte er, schließlich schrieb sie ihm keine solch tragende Rolle in ihrem Leben zu. Er würde sich auf sie einlassen, bis sie zuließ, dass er sich ihr körperlich näherte und dann sein nächstes Ziel suchen. Sicherlich würde er sich nicht lange mit einer Frau beschäftigen, deren Interessen vollkommen anders gelagert waren, als seine eigenen.
Und warum zur Hölle macht sie sich schon wieder solche Gedanken und genoss es nicht einfach, dass er ihr das gab, was sie gerade brauchte? Er war sofort gekommen, hatte ihr ohne viele Fragen zu stellen, seine Arme angeboten und sie hatte sie angenommen.
Die Haare aufgerollt genoss sie das warme Wasser auf ihrer Haut und versuchte die Gedanken zu vertreiben, die sich so nagend an Maxim festbissen. Sie würde es locker angehen, einen schönen Abend mit ihm verbringen und ihn morgen, wenn er weiter musste, ziehen lassen, dessen war sie sich sicher.
Seufzend spülte sie den restlichen Schaum vom Körper, trat aus der Dusche und begutachtete ihr Gesicht. Die übrige Schminke entfernend, musterte sie ihr Antlitz. Sie hatte ihm ein Foto nach dem Aufwachen geschickt und er war nicht abgeschreckt. Vollkommen untypisch für sie, beschloss sie es nicht zu erneuern, sondern trat lediglich im Bademantel ins Schlafzimmer, um sich ein schlichtes Königsblaues Nackholderkleid überzuwerfen und einen ebenso schlichten farblich passenden Spitzenslip darunter zu ziehen.
Ein Lächeln huschte über ihre Lippen, als sie ihn an der gläsernen Brüstung ihrer Terrasse erblickte, sein Telefon am Ohr während sie den Klang russischer Worte vernahm. „Da Deyvid, dawai."
War alles was sie vernahm, eh er sich beinah erschrocken zu ihr umwandte. Sofort wich der erschrockene Blick einem warmen, fast schon spitzbübischen Lächeln und er trat auf sie zu. „Du siehst umwerfend aus. Ich glaube diese Frau gefällt mir sogar noch besser, als die Frau, deren Hand ich im Flugzeug halten durfte, oder die mit mir die Nacht am Rhein durchquatsch. Sie ähnelt ein bisschen dem süßen, verschlafen dreinblickenden Mädchen, dass mir kürzlich ein Bild von sich schickte, weil sie dachte es würde mich erschrecken, dabei gefiel sie mir sehr viel besser als die kühle Frau vom Abend."
DU LIEST GERADE
Mistress?
Ficción GeneralEs gibt Menschen, die gleichen einem Geschenk. Sie tragen Dich auf Händen, lesen Dir jeden Wunsch von den Augen und sind dankbar für Deine Aufmerksamkeit. Kira hat das große Glück diese Geschenke ihre Kunden nennen zu dürfen. Auch wenn sie oft Straf...
