Unter unfassbarem Lärm zersplitterte die wohlige Stille an der Brust ihres Masters und in einer Geschwindigkeit, in der sie nicht einmal realisierte, warum dieser Krach ihre entspannte Ruhe zerriss, zerrte man sie aus dem Wasser und damit aus der haltenden, sicheren Geborgenheit, die er ihr schenkte. Vollkommen in schwarz uniformierte Männer richteten Sturmgewehre in alle Richtungen, während man sie aus dem Wasser hob und zitternde Arme sie fest an eine Brust drückten, die doch gerade noch unverhüllt mit ihr im Wasser ruhte, um ihr die Belohnung für all die Schmerzen zukommen zu lassen, die sie für ihn ertragen hatte.
Schreie,
Worte, die sie nicht verstand und eine Stimme zwischen Sehnsucht und unbändiger Angst erklangen, während sie auf diese wunderbar duftenden Arme gehoben wurde.
Auch wenn sie kaum noch etwas wog, schienen diese Arme sie kaum halten zu können, denn jeder seiner Muskeln zitterte vor Anspannung.
„Nimm sie Maxim und geh!" befahl die geliebte Stimme, die ihr zuvor noch alles abverlangt hatte und ihr doch als stets ergeben in Erinnerung verhaftet geblieben war. Kaum fähig zu verstehen, was vor ihr geschah, wurde sie in weitere Arme gehoben.
„Los Maxim, bring sie hier raus!" schrie die begehrte Stimme zornig, doch zögerte er selbst sie zu übergeben und knurrte, als er sie loslassen musste und sie dem bekannten wohligen Geruch entrissen, um in den nächsten gebracht zu werden, den sie mit Flucht verband.
Zayns Antlitz erfüllte für einen letzten Moment ihr Blickfeld, doch er wirkte so anders. Die Augen von dunklen Ringen gezeichnet, der Körper viel magerer, als er gerade noch war, während er sie in der Wanne umfing. Tränen füllten ihre Augen, doch ein kantiges, strenges Gesicht, mit unergründlichen braunen Augen, trat ihr Sichtfeld, als er sich über sie beugte. „Wir bringen dich hier raus, Kätzchen, alles wird gut, weine nicht."
Sie spürte Zayns Hand an sich, hörte weitere Schrei und hörte die begehrte Stimme ihres Sklaven raunen: „verzeih mir meine Göttin." während die starken Arme sie mit sich drehten, um nicht durch die völlig zersplitterte Fensterfront, sondern durch die Tür den Raum zu verlassen. Es gelang Zayn nicht, dabei ihre Hand zu halten, nicht einmal in ihrem Blickfeld zu bleiben, bis er...
Noch in der Wanne sitzend und die tätowierten Hände im Nacken verschränkt, neuerlich in ihr Blickfeld gezogen wurde. Panisch begann sie, gegen die lähmenden Schmerzen ihrer Muskeln zu zappeln, versuchte Zayns Namen zu schreien, wollte verstehen was mit ihm geschah, was sie sah, warum er hier war und doch nicht ganz dort saß, mit Gewehrläufen im Gesicht und den Blick wehmütig auf sie gerichtet. Behandschuhte Hände packten ihn, zerrten ihn grob aus dem Wasser.. ihn, ihren Master... ihren Sklaven... nein nicht ganz...
Der Mann der ihr köstlichen... nein abstoßenden... begehrenswerten... scheiße nein... widerwärtigen Schmerz brachte, sie nach seinen Wünschten formt, sie knien ließ.
Mit schreckgeweiteten Augen verstand sie endlich, dass der Mann, dem sie bereit war, alles zu geben, sich selbst gegenüberstand. Der eine tropfte vom warmen Wasser auf seiner reich verzierten Haut, welche nun, hervorgerufen von der, in Trümmern liegenden Fensterfront kleine Dampfschwaden in die nun kalte Luft des kleinen Raumes entließ, während die verhüllte Version, die sie gerade noch auf den zitternden Armen gehalten hatte, eine Waffe mit beiden Händen fest umklammerte und diese, auf seine nasse Version richtete. Ihren Master die Hände heben zu sehen, sich selbst gegenüber stehend, ließ erneut etwas in ihr aufkreischen und ihr wurde erst bewusst, dass dieses Kreischen wirklich ihrer, von den unendlichen, nächtlichen Schreien verstummen Kehle entspringen wollte, als das warme Antlitz des kleinen Jungen unter dem Küchentisch sich in die harten Züge des Mannes wandelten, der sie hatte beobachten und verfolgen lassen.
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Mistress?
Fiction généraleEs gibt Menschen, die gleichen einem Geschenk. Sie tragen Dich auf Händen, lesen Dir jeden Wunsch von den Augen und sind dankbar für Deine Aufmerksamkeit. Kira hat das große Glück diese Geschenke ihre Kunden nennen zu dürfen. Auch wenn sie oft Straf...
