Kapitel 65 - Abstand

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Liebe Leser

Das letzte "Was zuletzt geschah" ist im letzten Kapitel, lest halt einfach das nochmal, so lange sind die ja auch wieder nicht ^^.

Lg Ro

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Es war kein besonders harter oder gezielter Schlag, reichte lediglich, um den anderen einen Schritt zurückstolpern zu lassen. Der fing sich sofort wieder: „Was, habe ich da eine empfindliche Stelle getroffen Rennst du jetzt zu deiner Mama und heulst?"

„Fick dich", knurrte Jaz, als wäre er wirklich wütend, aber Falrey hörte, dass er nur mitspielte.

„Buhuhu", fuhr der andere fort und tat, als würde er sich Tränen abwischen, was Jaz als Einladung nahm, ihm erneut gegen den Magen zu schlagen, aber diesmal wurde seine Faust abgewehrt, dafür traf er den Mann mit der Linken an der Schulter.

„Was, du willst dich prügeln?", sagte der mit schlecht vorgetäuschter Überraschung. „Weisst du überhaupt, wie das geht? Oder soll ich dir erst beibringen, wie man richtig zuschlägt?"

Falrey kniff die Lippen zusammen, um nicht laut loszulachen.

Der Typ zielte nun seinerseits nach Jaz Magen. Jaz liess ihn treffen. Die Wucht des Hiebes brachte ihn zum Stolpern, einen Augenblick lang sah er aus als wäre er kurz davor zu würgen, und Falrey war sich nicht sicher, ob auch das gespielt war. Dann ging Jaz zum Gegenangriff über.

Es waren leichte, schnelle Schläge, gegen Brust und Bauch, ein fast nur angetäuschter gegen das Kinn. Er war viel weniger betrunken als normalerweise, wenn er sich prügelte, und Falrey sah den Unterschied: Jaz verfehlte nicht, er hielt sich absichtlich zurück.

Die Umstehenden hatten mittlerweile gemerkt, was vor sich ging, und die meisten sahen zu, dass sie zumindest genug Abstand hatten, um nicht von einer schlecht gezielten Faust getroffen zu werden, aber es schien niemanden gross zu interessieren. Ein Schankknecht, der mit einem Arm voller leerer Krüge vorbeikam, rief: „Hey, aufhören!", und blieb einen Moment lang stehen, machte ein entnervtes Gesicht und schien dann zum Schluss zu kommen, dass er keine Lust hatte, sich dazwischen zu drängen, sondern quetschte sich weiter zwischen den Leuten hindurch in Richtung Theke.

„Willst du deinem Kumpel nicht helfen?", fragte ein Typ neben Falrey.

Falrey grinste leicht. „Ich glaub, der kommt ganz gut alleine zurecht."

Jaz Gegner teilte zwar nicht schlecht aus, und er traf auch hin und wieder, aber Jaz deckte sich auch kaum.

„Sicher?", entgegnete der andere. „Unser Nobra hier kann ordentlich zulangen, wenn er will."

Falreys Blick flackerte nun misstrauisch zu dem Typen neben ihm, um sich zu vergewissern, dass der jetzt nicht womöglich eine Schlägerei mit ihm anzetteln wollte, dann versuchte er abzuschätzen, wie viele Leute noch zu Nobras Gruppe gehörte. Wenn Jaz wirklich loslegte, hatte er die vermutlich früher oder später auch gegen sich, und ab einer gewissen Anzahl kam selbst Jaz in Schwierigkeiten. Falrey war nicht darauf aus, sich zu prügeln, aber wenn es sein musste, würde er ein paar Nasen brechen.

Aus dem Augenwinkel sah er, wie Nobra Jaz einen Kinnhaken verpasste, und diesmal traf er gut. Jaz taumelte einen Moment lang, aber Nobra erhielt keine Chance, es auszunutzen, denn als er erneut ausholte, duckte sich Jaz unter dem Hieb hindurch und traf ihn seinerseits mit der Faust an der Schläfe.

Nobra spuckte aus. „Ist das alles?"

Er wehrte einen Schlag gegen seine Schulter ab, kassierte einen in die Rippen und dann einen zweiten ins Gesicht. Als er selbst zuschlagen wollte, drehte sich Jaz aus der Bahn und knallte ihm den Unterarm auf die Nase, Nobra versuchte ihn im Zurückzucken zu packen und zu sich zu ziehen und zu Falreys Überraschung ging Jaz mit, blockte einen Schwinger mit rechts ab und stiess seine Linke in Nobras Rippen. Nobra versuchte den abgewehrten Arm um Jaz zu legen und mit rechts zuzuschlagen, aber Jaz war schneller, tauchte unter dem Griff hindurch rückwärts weg und zwang Nobra mit mehreren Schlägen selbst abzuwehren.

Niramun III - Mit Faust und KlingeGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt