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64. Kapitel

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POV James

Sein Atem streift mein Gesicht. Heiß. Unruhig. Ich sehe den Zwiespalt in seinen Augen, dieses innere Zerreißen zwischen „Nein" und „Ich kann nicht anders". Und trotzdem weicht er nicht zurück. Genau wie ich.

Ich weiß nicht, ob es mein Herz ist, das so laut hämmert, oder seins. Vielleicht beides. Vielleicht schlagen wir gerade im selben Takt, ohne es zu wollen.

„Ich hasse das hier", flüstert er.

„Dann lass los", sage ich leise, aber er rührt sich nicht.

Seine Hand, gerade noch zur Faust geballt, öffnet sich langsam. Sie streift mein Oberteil, packt dann plötzlich grob meinen Kragen. Ein Zug nicht fest, aber bestimmt – zieht mich noch näher an ihn heran. Unsere Nasen streifen sich. Ich spüre seinen Atem auf meinem Mund.

„Sag mir, dass du das nicht willst", zischt er.

"Taylor lass mich los, wir machen das hier alles nur noch schlimmer als es schon ist ... verstehst du das nicht ?", versuch ich ihm klarzumachen, aber ich merke selber wie geschwächt ich bin in seiner Gegenwart.

Sein Blick flackert. Für einen Moment wirkt er fast panisch dann bricht etwas in ihm. Seine Lippen pressen sich gegen meine, hart, fordernd, wütend. Es ist kein zärtlicher Kuss. Kein romantischer. Es ist ein Ausbruch. Ein Zusammenprall.

Ich stoße ihn nicht weg.

Meine Hände klammern sich an sein Shirt, ziehen ihn näher, obwohl jeder Teil meines Verstandes schreit, dass das hier falsch ist. Dass das alles ein Fehler ist. Aber meine Lippen antworten auf seine. Wild. Stolpernd. Verzweifelt.

Er beißt leicht, fast als wollte er mich bestrafen. Ich antworte mit einem Stöhnen, das ich nicht unterdrücken kann. Das uns beide erschreckt.

Wir lösen uns keuchend voneinander, die Stirn noch aneinander gelehnt, unsere Hände auf halbem Weg zwischen Zögern und Festhalten.

„Das... das war ein Fehler", sagt er heiser.

„Schon der zweite", murmele ich schwer atmend. 

Sein Blick huscht zu meiner Lippe, die er gerade eben noch zwischen seinen Zähnen hatte. Seine Pupillen sind weit. Viel zu weit für jemanden, der das alles leugnen will.

„Wenn das jemand erfährt ..."

„Dann sind wir einfach wieder Feinde", unterbreche ich ihn ohne zu überlegen was ich gerade gesagt habe. "Nur ein letztes mal und dann ist alles wie vorher, okay?"

Er nickt langsam. Doch seine Hand bleibt auf meiner Hüfte liegen. Noch immer. Seine Finger graben sich leicht in den Stoff. Als würde er loslassen wollen aber nicht können.

Ich sehe ihm an, dass er kämpft gegen sich, gegen mich, gegen das, was gerade zwischen uns passiert ist. Oder immer noch passiert.

„Mach das nicht komplizierter als es ist", sagt er leise, doch seine Stirn lehnt sich gegen meine. Unser Atem vermischt sich wieder.

Ich spüre ihn. Seine Hitze. Seine Wut. Seine verdammte Verleugnung.

„Das bist du doch schon längst", murmele ich.

Dann küsst er mich wieder. Nicht zögerlich. Nicht halbherzig. Es ist ein Kuss, der nicht fragt, ob er erlaubt ist. Er nimmt sich einfach, was er will, was wir beide verdrängen wollten.

Aber diesmal...überlasse ich ihm nicht das Ruder.

Ich packe sein Shirt mit beiden Händen, zerre ihn näher an mich, bis unsere Körper keinen Zentimeter Abstand mehr haben. Ich spüre jeden Atemzug, jeden unruhigen Muskel unter meinen Fingern.

„Dachtest du wirklich, ich mach einfach mit?" murmle ich gegen seine Lippen, während ich ihn diesmal gegen die Wand drücke. Meine Stimme ist rau, leise, fast schon gefährlich. „Du führst nicht immer."

Seine Antwort ist nur ein heiseres Keuchen, als ich ihn küsse nicht sanft, nicht lieb. Sondern hart. Anspruchsvoll. Herausfordernd. Ich spüre, wie er kurz zusammenzuckt, überrascht. Dann seine Hände, die sich in mein Shirt krallen, als müsste er sich irgendwo festhalten, um nicht unterzugehen. Jetzt mach ich nun den gleichen Fehler wie er .... scheiße eigentlich sollte ich doch der klügere sein und mich von dieser Situation fern halten, aber ... aber ich kann es einfach nicht irgendwas in mir will mehr und zwar mehr von ihm und ich kann es verdammt nochmal nicht steuern. Jetzt verstehe ich was er meint ...

Ich schiebe mein Knie zwischen seine Oberschenkel, zwinge ihn ein wenig höher, presse mein Bein gegen ihn genau dort, wo er schon jetzt die Kontrolle verliert. Er keucht auf, seine Stirn legt sich gegen meine Schulter, verzweifelt hält er sich an mir fest. Für einen Moment gibt er sich mir ganz hin. Ich spüre seine Hüfte zucken, wie er den Druck sucht, aber nicht wagt, sich ganz zu bewegen. 

Er ist hart, seine Beule drückt gegen mein Oberschenkel... ob er das weiß? Er hat wirklich null Kontrolle über sein Körper.. aber irgendwie ... naja macht es ihn ganz süß.

„Sag mir, dass du das nicht willst", flüstere ich ihm ins Ohr, während meine Finger unter den Saum seines Shirts gleiten, seine warme Haut streifen. 

„Komm schon. Sag's." Bitte halte mich auf bevor das ganze eskaliert, bitte ich ihn still an.

Aber er sagt nichts. Nur sein Atem verrät ihn. Flach. Schnell. Verloren.

"James ...", kommt es geqäult von ihm. Meine dunkeln blauen Augen treffen sein fast schon engelhaften Blick.

Fuck... er hat mich.

Ich drücke mich enger an ihn, spüre jede Spannung, jede Widersprüchlichkeit in seinem Körper. Er will fliehen und gleichzeitig nicht, nicht von mir, nicht jetzt.

Er legt die Stirn gegen meine und schließt die Augen.

„Scheiße, James... ich kann nicht mehr", flüstert er erneut geqäult. Es klingt nicht wie ein Fluch. Es klingt wie ein Geständnis.

Ich könnte ihn noch weiter treiben. Könnte ihn ganz brechen, ganz holen. Aber in dem Moment ist es sein Blick, der mich innehalten lässt. Weil ich sehe, dass er gleich untergeht. Nicht unter mir, sondern in sich selbst.

Und trotzdem hat er sich keinen Millimeter bewegt.

Ich bin es, der sich zurückzieht. Ein paar Zentimeter nur. Genug, um Luft zu holen. Genug, um den Moment nicht explodieren zu lassen.

„Jetzt weißt du, wie's ist, wenn du mal nicht oben bist", sage ich leise. Ohne Spott. Nur die Wahrheit.

Sein Blick brennt sich in meinen. Noch immer atemlos. Noch immer verloren.

Und für den Bruchteil eines Moments sieht er aus, als würde er mich nicht hassen. Sondern brauchen.

Doch plötzlich reißt er sich los.

„Scheiße!" Taylor fährt sich mit der Hand durchs Haar, seine Lippen geschwollen, sein Blick flackernd. „Ich kann das nicht! Ich... das ist falsch! Was tust du mir an!"

„Falsch?", fauche ich, mein Puls rast. „Dann hör auf, es ständig zu tun! Hör auf mich in diese Sache reinzuziehen!"

Er starrt mich an. Und dann... seine Faust ballt sich. Doch er schlägt nicht. Ich tue es. Meine Faust donnert geradewegs in sein Gesicht, ein Schlag, der in der Stille widerhallt.

"Ich hasse dich".



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Suprise ! Ein weiteres Kapitel, weil ich mal fleißig war und gerade im Schreib Flow bin :)

Geniest das Kapitel welches James und Taylor den Verstand kostet.
Meine armen Babies (gemeines Lachen haha)

Viel Spass beim lesen ;)

Rachel xoxo

You Are My LifeGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt