POV James
Ich nehme das Handy in die Hand, schlucke hart und gehe ran.
„Hallo?"
Kurze Stille.
„Ahhh... fuck... James..."
Seine Stimme klingt rau. Schwer atmend. Als hätte mein Video ihm den Boden unter den Füßen weggezogen. Ich presse das Handy dichter ans Ohr, halte die Luft an.
„Was zur Hölle tust du mit mir...?" Sein Ton ist nicht wütend. Er ist überwältigt. Als würde er selbst nicht fassen, was er gerade fühlt. Scheiße was mach ich jetzt ?
Ich will etwas sagen, doch meine Kehle ist trocken. Alles in mir schreit vor Hitze, vor Unsicherheit, vor diesem Gefühl, das so ganz und gar nicht nach Kontrolle riecht. Nur weil ich der Meinung war ihm heimzuzahlen dafür das er mir dieses Bild geschickt hat, stecke ich in dieser Situation.
„Du bist so...", Er sucht nach Worten. "Ich schwöre dir, dieses Video... ich kann nicht aufhören, daran zu denken .... James... was tust mir an hmm."
Ich lasse mich zurücksinken, die Decke halb über mein Gesicht gezogen. „Ich wollte dich nicht... keine Ahnung... ich dachte, du würdest es eh nur lächerlich finden."
Ein tiefes, kehliges Lachen am anderen Ende. Dunkel. Ehrlich. „Lächerlich? James, ich sitz hier gerade halbnackt und versuche, mich nicht einfach direkt zu entladen, okay?"
Ich spüre, wie mir das Blut in den Kopf schießt. Vergrabe mein Gesicht noch tiefer im Kissen.
Warum fühlt sich das so verboten richtig an? Scheiße was mach ich den jetzt. Ich spüre selber wie ich das ganze geil finde.
„Willst du was sehen?" Taylors Stimme ist leiser geworden. Weicher. Fast... vorsichtig.
Ich sage nichts. Aber mein Atem verrät mich.
Pling.
Eine Nachricht. Ich starre einen Moment lang auf den Bildschirm, bevor ich es wage, das Bild zu öffnen.
Sein Bauch. Dieses verfluchte V-Linie. Diese Linie, die langsam in seine Hose führt, die diesmal nicht mehr halb offen ist, sondern nur noch von seinem Daumen am Rand gehalten wird und leicht runtergezogen ist. Gerade so, als würde er sie jeden Moment sie komplett runter ziehen wollen. Aber er tut es nicht. Natürlich nicht. Er will mich zappeln lassen.
Ein zweites Bild folgt direkt. Seine Hand liegt auf sich selbst, über dem Stoff. Provokant, aber nicht entblößend. Ich kann sehen, wie hart er ist. Und ich kann nicht atmen.
Taylor: „Jetzt bist du dran. Ich will hören, was du fühlst. Oder sehen. Deine Wahl."
Meine Finger zittern. Ich starre auf die Nachricht, dann auf mein Spiegelbild im dunklen Bildschirm. Ich sehe nicht aus wie jemand, der sowas tun sollte. Und trotzdem...
Ich lehne mich zurück, lege das Handy neben mich und atme tief durch. Vielleicht kann ich ihm nichts Körperliches zeigen. Aber ich kann etwas anderes.
Ich nehme die Kamera, diesmal nur Tonaufnahme. Drücke auf „Aufnehmen". Und lasse für einen Moment alles raus, was in mir tobt.
Meine Stimme. Schwer atmend und fast am explodieren flüstere ich in den Hörer... ein falscher Move und ich stöhne komplett in den Hörer, aber das hätte er wohl gerne. Ich werde ihn ebenfalls zappeln lassen.
„Ich hab dein Bild gesehen... und ich weiß nicht, was du mit mir machst, Taylor. Ich will dich nicht, aber ich kann nicht aufhören .... dich zu spüren. In meinem Kopf. In meinem Körper. Ich will wissen, wie du klingst, wenn du mich willst... nicht schreist, nicht provozierst... sondern mich willst."
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You Are My Life
RomanceJames McMurry - ein zerbrochener Junge, zerrissen von Selbsthass. Ein Junge, geplagt von Schuldgefühlen, dem man alles genommen hat. Einer, der sich selbst und das Leben verabscheut. Der vergessen hat, was es heißt, geliebt zu werden. Der ein Geheim...
