67. Kapitel

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POV Taylor

Der Tag zieht sich wie Kaugummi. Alles in mir brennt noch von gestern, und der Schmerz in meiner Wange fühlt sich an. Und das nur, weil James es wagte, mir eine Faust zu geben. Was zum Teufel war ich bloß für ein Idiot?

Ich hasse mich dafür, dass ich wütend auf ihn bin. Dabei bin ich derjenige, der das Chaos angefangen hat. Die Nähe, die Berührungen, das Verbotene ich hätte es stoppen sollen, bevor es eskaliert. Aber ich hab's nicht geschafft. Stattdessen hab ich ihn angeschrien, beleidigt, ihn runtergemacht, bis ich nicht mehr wusste, was ich eigentlich sage.

Meine Freunde machen sich über die rote Stelle im Gesicht lustig, und ich will sie alle am liebsten zerreißen. Doch das hier ist viel schlimmer. Ich fühl mich beschmutzt, bloßgestellt. Und dann diese verdammte Wut, die mich zerreißt. Nicht nur auf die anderen, sondern vor allem auf James.

Ich weiß nicht, warum ich so drauf bin. Warum ich ihn so fertig mache, wenn ich insgeheim... keine Ahnung, was ich will. Vielleicht hab ich Angst, dass ich schwach werde. Dass ich mich selbst verliere. Aber das ist nicht ich. Nicht Taylor.

Ich will normal sein. Ein Typ, der mit Mädels rummacht und sex hat, der keine Gefühle für diesen anderen Kerl hat. Ich versuche's heute einfach nochmal.

Die Mensa ist laut, vollgestopft mit Schülern, die sich auf die Pause stürzen. Ich setze mich an den Tisch, wo meine Jungs schon sitzen, die Gesichter voller Grinsen und der typische „Wir-haben-die-Kontrolle"-Vibe. Neben mir ist Anna, ein Mädchen aus der Parallelklasse, halb in meinen Arm gelehnt.

„Ey, Taylor, du bist echt 'n Glückspilz, Mann", sagt einer meiner Freunde, während er einen Schluck aus seiner Cola nimmt. „Jede Woche 'n neues Girl, immer die Besten ... wie machst du das bloß. Ich bin so neidisch?"

Ich zucke mit den Schultern, versuche locker zu wirken, während ich Annas Hals küsse, ihre Hände fühlen sich warm auf meiner Haut an. Aber da ist nichts. Keine Lust. Kein Funke. 

Sie lacht, zieht mich ein bisschen näher. „Du bist so heiß, Taylor. Kein Wunder, dass die Mädels auf dich abfahren."

Ich schiebe ihre Hand sanft weg, mehr aus Gewohnheit als aus Desinteresse, und zwinge mich zu einem halbherzigen Lächeln. „Klar, das ist halt mein Job."

Luke, einer von meinen Jungs, klopft mir auf die Schulter. „Mann, du bist 'n König. Wir sollten alle 'n bisschen was von dir abhaben."

"Das hättest du wohl gern"

Dann fällt mein Blick auf ihn.

James. Er tritt in die Mensa ein, mit diesem Jake. Sein Gang ist ruhig, kontrolliert, aber seine Augen die ziehen sofort meine Aufmerksamkeit auf sich. Ein kaltes, scharfes Funkeln, das mich durchbohrt, als würde er jede Fassade von mir durchschauen wollen.

Sein Blick bleibt an mir hängen. Kein Wort, keine Geste, nur diese intensive, stille Herausforderung. Ich spüre, wie mein Herz einen Schlag aussetzt, meine Kiefermuskeln spannen sich an. Was will er hier? Warum schaut er mich so an, als hätte ich ihm die schlimmste Schuld der Welt aufgebürdet?

Ich will ihm keine Chance geben, mich zu verunsichern. Also richte ich mich auf, ziehe die Schultern zurück und zeige ihm die kalte Schulter. Ich ignoriere seinen Blick, als wäre er Luft. Meine Stimme ist rau, als ich Anna zurück an mich drücke, als wollte ich ihm zeigen: „Siehst du? Ich hab alles im Griff."

Ich ziehe sie auf meine Schoß und greife mit meinen Händen in ihren Hintern rein was sie in meiner Halsbeuge zum aufstöhnen bringt. "Taylor ... du bist so anders heute mhmm das gefällt mir, wollen wir gleich woanders hingehen und Spaß haben?", flüstert sie leise, während sie mein Hinterkopf krault.
"Ja das sollten wir wirklich", und küsse sie hart während alle am Tisch uns beoabachten.

You Are My LifeGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt