Kapitel 58

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Kapitel 58

Adams Sicht

Mit einer Zigarette in der Hand, lehne ich an der Schulwand und warte auf Hope. Ich werfe ein Blick zu meinen alten Freunden, die etwas weiter weg von mir standen und mich öfters beobachten. Ich verdrehen die Augen und ziehe noch einmal an meiner Zigarette. Ich suche in mit meinem Blick in der Menschenmenge meine Freundin und sehe sie sofort. Sie kommt lächelnd auf mich zu und ich erwidere dieses Lächeln. Ich gebe meiner Freundin einen kurzen Kuss auf den Mund und verschränken unsere Hände miteinander. "Können wir los?" frage ich und sie nickt. Zusammen laufen wir zu meinem Auto und Gentlemanlike halte ich ihr die Tür auf.

Wir fahren zu mir nach hause und gehen in die Küche. "Hast du Hunger? Ich kann was bestellen" sage ich und Hope nickt. Ich bestelle uns schnell Pizza und gehe mit ihr ins Wohnzimmer. Irgendwie stolpert Hope und ich falle mit ihr um. Sie liegt auf dem Fußboden, während ich über ihr war. Ich lächelte sie an und konnte nicht anders, als sie zu küssen.
Ich stütze mich mit meinen Händen ab, damit mein ganzes Gewicht nicht ist. Ich küsse sie verlangend und ihre Hand wandert zu meinen haaren. Die andere an meinem T-Shirt.

"Könnt ihr bitte woanders rummachen?" hören wir plötzlich Maddys Stimme und sofort löse ich mich von ihr. "Musst du immer nerven?" frage ich gereizt und Hope setzt sich auf. Sie schaut verlegen auf den Boden und ich grinse. Sie verdreht genervt die Augen und hinter ihr konnte ich dieses Mädchen erkennen, das mich damals zur Party eingeladen hat. Wie heißt sie nochmal? Ach egal...

"Wir gehen hoch" teilt Maddy mit und dann gehen die beiden hoch in ihr Zimmer. Hope fährt mit ihren Händen durch ihre Haare um sie wieder glatt zu streichen und ich beobachte sie grinsend.

"Gehen wir raus in den Garten?" Sie nickt und händchenhaltend laufen wir in den Garten.

° ° °

Ich klettere wieder aus dem Pool und sehe Hope auf dem Stuhl sitzen. Grinsend laufe ich auf sie zu und sie steht auf. "Wehe du machst mich jetzt nass" ich grinse sie an und nähere mich ihr aber sie geht ein Schritt zurück. Ich nähere mich ihr wieder und sie rennt weg. Wahrscheinlich konnte sie sich schon denken, dass ich sie ins Wasser werfen will. Ich renne ihr grinsend hinterher und da ich schnell war, hatte ich sie nach ein paar Minuten überholt. Ich hebe sie hoch und werfe sie über meine Schulter. "Lass mich runter" meckert sie aber ich laufe zum Pool und werfe sie einfach ins Wasser. Während ich anfange zu lachen, schaut sie mich wütend an und schwimmt zum Beckenrand. "Kannst du mir wenigstens wieder raushelfen?" fragt sie mich sauer und beleidigt. "Sei nicht sauer, süße" sage ich und halte ihr meine Hand entgegen. Doch anstatt aus den Becken herauszuklettern, zieht sie mich zu sich ins Becken. Sie fängt an zu lachen und ich schaue sie kurz wütend an, lache dann aber auch. "Ich liebe dich" ich lege meine Lippen auf ihre und küsse sie. "Ich dich auch"

Jemand räuspert sich und sofort drehe ich meinen Kopf in die Richtung. Meine Mutter steht nicht weit vom Pool entfernt und starrt uns wütend und leicht geschockt an. Sie wusste noch gar nicht, dass Hope und ich ein paar sind und freudig darüber ist sie bestimmt auch nicht. "Wer ist das?" fragt sie mich und verschränkt die Arme vor der Brust. Ich klettere aus dem Poll heraus und helfe Hope anschließend. Sie fährt sich mit der Hand durch ihre nasse Haare und lächelt meine Mutter freundlich an. "Ich bin Hope Collins" stellt sie sich vor. "Sie ist meine Freundin" füge ich noch schnell dazu und halte ihre Hand in meiner. "Und warum erzählst du uns nichts davon oder fragst und erst einmal?" meine mum wirft uns einen strengen Blick zu und zieht fragend eine Augenbrauen nach oben. "Ihr wart ja nie Zuhause und außerdem brauch ich euch nicht vorher fragen ob ich mit ihr zusammen sein darf oder nicht. Das entscheide ich schon selbst" sage ich wütend und ziehe Hope hinter mir her. Ich hatte jetzt keine Lust mit meiner Mum weiter zu diskutieren. Oben in meinem Zimmer entschuldige ich mich bei meiner Freundin für das Verhalten meiner Mum. "Du kannst doch nichts dafür, dass sie mich nicht mag" sagt sie leicht lächelnd und ich drücke ihre Hand etwas fester. Mit meinem Daumen streiche ich über ihren Handrücken. "Sie werden dich schon noch akzeptieren" murmel ich und sie nickt leicht. "Oh ich muss nach hause meine Mutter wartet schon auf mich" meint sie plötzlich als sie auf die Uhr schaut und steht auf. Ich begleite sie nach unten und an der Tür dreht sie sich noch einmal um und legt ihre Lippen auf meine. Sie löst sich von mir und ich ziehe sie aber wieder zurück und drücke meine Lippen auf ihre. "Bis morgen" sagt sie leise und läuft dann die Straße entlang nach hause. Ich drehe mich um und meine Mum steht im Gang. Sie hat ihre Arme wieder verschränkt und ich verdrehe meine Augen. "Sie passt nicht zu unserer Familie und sie passt auch nicht zu dir." "Du kennst sie nicht einmal und weißt gar nichts über unsere Beziehung. Also, woher willst du wissen ob sie zu mir passt oder nicht" ich laufe nach oben und werfe mich auf mein Bett.

° ° °

"Adam?" mein Vater steht im Türrahmen und ich wundere mich; warum er in mein Zimmer kommt. "Was gibt's?" frage ich gelangweilt. "Deine Mutter hat mir von dir und diesem Mädchen erzählt" beginnt er das Gespräch. "Ihr könnt nicht für mich entscheiden, mit wem ich zusammen sein kann und mit wem nicht. Und ich werde das auch nicht machen" sage ich sofort. "Wenn sie wirklich liebst, dann werde ich sie akzeptieren." Mit dieser Reaktion hätte ich nicht gerechnet, weswegen ich ihn leicht verwundert anstarre. "Danke" sage ich und er nickt. "Ich werde mit deiner Mutter reden und dann möchte ich gerne deine freundin kennenlernen" sagt er leicht lächelnd und verlässt dann mein zimmer.

Ich hätte niemals gedacht dass mein Vater so locker reagiert...


AdamWo Geschichten leben. Entdecke jetzt