Kapitel 6

7.3K 252 46
                                        

Cassandra

Nachdem die Kellner die Glasscherben Weg gebracht haben, essen Jonas und ich in Stille weiter.

Aber sobald wir zum Nachtisch angelangt sind, reicht es mir und ich greife die Initiative. „Also, war dieser Typ von vorhin die große Liebe meines Lebens, oder wie?"

Jonas schreckt kurz auf, anscheinend war er in seinen Gedanken versunken und nickt langsam.

„Und wie heißt der?", frage ich interessiert weiter, ich brauche nämlich Information mit wem ich es hier zu tun habe.

Jonas fängt an leicht zu lächeln und antwortet mit vollem Mund, dass er Zachary heißt.

„Zachary, interessant. Wie alt ist er denn?"

Ich nutze jetzt einfach mal die Gelegenheit, dass Jonas und ich alleine sind. Denn ich weiß nicht ob das noch mal so schnell passiert, da Zachary sehr besitzergreifend wirkt.

Und obwohl ich weiß, dass er 22 Jahre alt ist, weiß das Jonas nicht. Deshalb muss ich so tun als ob ich nie gelauscht hätte.

Und Jonas gibt mir recht, er ist 22.

Ich nicke langsam, mir fällt erst jetzt dieser Altersunterschied auf, er ist 22 und ich 17. Der will ja wahrscheinlich mit mir zusammen sein, wenn die mich schon als sein Leben bezeichnen.

Gut, dass mir das aufgefallen ist, dann habe ich noch einen weiteren Grund, dass er nichts mit mir anfangen kann. Ich bin ja noch ein Kind.

„Okay, dann habe ich noch eine Frage. Und zwar, was hat es mit Position 1 und 2 und so weiter zu tun?"

Jonas scheint zu überlegen, bevor er antwortet und er denkt wirklich, dass ich mich mit der Antwort, das wirst du schon sehen, zufriedengebe.

Ich durchlöchere ihn mit weiteren Fragen, die er schön brav beantwortet, abgesehen weiterer Fragen zur Position oder dass sich alle bei mir verneigen.

Und bist das Abendessen beendet ist, weiß ich, dass ich mich in einem Königreich befinde und Zachary der tolle König dieses ach so tollen Reiches ist.

Doch ganz ehrlich, er erscheint mir nicht wie ein strenger, starker Mann. Ich glaube, ich werde mit dem schon klarkommen.

Aber die Tatsache, dass er über ein ganzes Reich die Kontrolle hat, erschwert meine Flucht nur noch mehr.

Außerdem gibt es noch ein paar weitere Reiche, angeblich von den Vampiren und sowas in der Art, jedoch kann ich nicht so richtig daran glauben.

Höchstens wenn es ein Reich der Werwölfe geben würde, da wäre ich sofort Feuer und Flamme. Aber da es so etwas wahrscheinlich eh nicht gibt, brauche ich mir darum auch keine Sorgen zu machen, obwohl Jonas darauf besteht, dass diese Fabelwesen wirklich existieren. Das würde auch erklären, warum Monolé vor den Menschen geschützt ist, aber hoffen wir mal, dass es nicht stimmt.

Ich frage auch, was mit meiner Karriere wird, doch Jonas ignoriert diese Frage einfach.

Meine Hand greift automatisch seit der letzten Stunde öfters in meine Hosentasche um mich zu vergewissern, dass das Handy immer noch da ist.

Zum Glück hat noch keiner bemerkt, dass es fehlt. Ansonsten wäre ich aufgeschmissen, im Moment ist es meine einzige Hilfe.

Unser Geschirr wird dann auch weggeräumt, Jonas erhebt sich und ich ihm nach.

„Was machst du jetzt mit mir?", will ich wissen. Ich habe immer noch keine Ahnung, was ich machen soll.

„Das überlege ich auch die ganze Zeit. Ich glaube, ich bringe dich rauf auf deine Zimmer und für morgen, wirst du wohl möglich den ganzen Tag mit Zachary verbringen", antwortet er überlegend und am Ende grinst er mich verschmitzt an.

Pop StarWo Geschichten leben. Entdecke jetzt