Kapitel 75

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Frühs weckt mich mein schriller Handywecker und ich taste etwas verpeilt nach meinem Telefon. Es wird erst sechs, aber ich muss aufstehen. Mein Blick fällt auf meinen Mate, der mich verwirrt anschaut und ein wohliges Lächeln schleicht sich auf meine Lippen.

„Guten Morgen, meine König", begrüße ich ihn.

„Guten Morgen, meine Königin." Seine tiefe Stimme ist noch rau und er grinst mich anzüglich an.

Bei diesem Grinsen wandern meine Gedanken an gestern Nacht und ich werde tatsächlich rot. Wir haben alles dafür getan, leise zu sein.

Ich lege mich kurz wieder zu ihm und er zieht mich direkt in seine starken Arme. Wir bleiben noch eine Weile liegen und genießen die Anwesenheit des anderen, doch als mein zweiter Handyalarm sich zu Wort meldet, muss ich tatsächlich aufstehen.

„Um acht erwartet man mich im Studio und wir werden – " Er unterbricht mich mit einem dieser Küsse, die wie dafür gemacht scheinen, mir den letzten Verstand zu rauben.

„Bleib doch noch ein bisschen bei mir liegen", bittet er mich verführerisch und diese Morgenstimme lädt mich auf einer sehr angenehmen Weise dazu ein. Doch ich darf noch nicht nachgeben und so sehe ich mich gezwungen, mich von ihm zu lösen.

„Zach, ich kann ab morgen so lange neben dir im Bett liegen, wie du möchtest." Ich fahre mit meinen Fingern über seine Bauchmuskeln und unserem Halis, dass fast sein ganzen Oberkörper umspielt.

„Aber heute muss ich noch das letzte Mal gehen und ein für alle Mal meine Angelegenheiten klären." Ich gebe ihm noch einen schnellen Kuss und entziehe mich von ihm, bevor er mich verführen kann. Zutrauen tue ich ihm das allemal.

Frühs verlasse ich mit Frank die Wohnung, wobei ich mich von meinem König mit einem langen Kuss verabschiede, um dann zu einem der größten Nachrichtensender New Yorks aufzubrechen.

Dort werde ich erst einmal hergerichtet und mehr Concealer als üblicherweise muss aufgetragen werden, denn für das letzte Interview, dass ich geben werde, möchte ich besonders gut aussehen.

Meine Managerin und ich gehen währenddessen alles Wichtige durch und gut vorbereitet und mit einer klaren Message vor Augen, warte ich auf mein Signal, ins Rampenlicht zu laufen und eine Show sowie einen Abschied der extra Klasse abzuliefern.

Dass mir das strahlende Lächeln, das ordentliche Benehmen und die Bewegen sowie die Art, wie ich am besten sprechen sollte, am leichtesten fallen, sind das Resultat von jahrelangem Training.

Ich liefere ihnen eines der besten Interviews, die ich je geführt habe und als ich über meine Fans zu sprechen beginne, übermannt mich nun echte Traurigkeit und auch etwas Sehnsucht.

Es klingt klischeehaft, aber meine Fans bedeuten mir im Hinblick auf meine Karriere tatsächlich alles und es tut mir schrecklich leid, sie zu verlassen.

Ganz am Schluss füge ich noch hinzu, dass vielleicht in der späteren Zukunft mehr Musik von mir erscheinen wird. Ein bisschen Hoffnung wird wohl niemandem schaden.

Der freundliche und sehr zuvorkommende Moderator stellt mir noch eine Frage zum neuen Album und ich verrate gerade so viel, dass ich nicht das Offensichtliche ausplaudere, aber noch genug Platz für Spekulationen lasse.

Bis das Album veröffentlicht wird, dauert es noch zwei Monate, damit das Release sehr groß umworben wird und daher wird dieses Interview erst in einem Monat ausgestrahlt werden.

Mir fällt ein, dass ich Zach unbedingt darum bitten muss, mir einen Internetzugriff für die menschliche Welt zu besorgen, damit ich noch da aktiv sein kann, denn mich ganz von meinen Fans und den Medien zu lösen, schaffe ich vielleicht nicht.

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⏰ Letzte Aktualisierung: Mar 22, 2020 ⏰

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