Cassandra
Das Essen verlief ganz okay, Zach und ich saßen jeweils am Tischende des langen Tisches, wo sich alle prächtig amüsiert hatten und Jonas saß ungefähr in der Mitte.
Obwohl ich dachte, dass Jonas und ich direkt neben Zachary sitzen mussten, bin ich doch überrascht gewesen, dass Jonas sich dann in der Mitte sitzen sollte.
So wie es mir Zach per Mindlink erklärt hat, signalisiert es das Gleichgewicht zwischen den Herrschern und das der Beta keinen bevorzugt.
Während dem Essen habe ich kaum etwas runterbekommen, obwohl ich Hunger hatte, jedoch reichte Dispus, der mich die ganze Zeit angestarrt hat, aus, um mir meinen Appetit zu verderben.
Deshalb bekam ich dann auch vereinzelt besorgte Blicke von meinem Mate, aber er ließ es sich nicht von außen anmerken.
Ich muss zugeben, dass Abendmahl ist wirklich gut gewesen und die Leute scheinen auch ganz nett zu sein, doch ich konnte es einfach nicht genießen, von Dispus abgesehen.
Irgendetwas und sehr wahrscheinlich Via, hat mich davon abgehalten, denn jedes Mal, wenn ich sie verscheuchen wollte, bekam ich leichte Buchschmerzen.
Via meint, dass ich mir damit nur selber schade und sie wirklich nichts für die Schmerzen, geschweige denn gehen, kann, da sie angeblich ein Teil von mir ist.
Außerdem, wenn ich sie gefragt habe, was sie denn eigentlich ist, habe ich immer die gleiche Antwort bekommen und zwar, dass sie es mir nicht sagen könnte.
Die Verträge danach sind eigentlich auch ganz gut verlaufen, bloß Dispus ist nicht so erfreut gewesen, dass ich unterschreiben durfte.
In einem – wieder extra dafür angefertigtem – Raum lagen sieben Blätter, die die Verträge darstellten und immer der König des jeweiligen Reiches und ich unterschrieben gemeinsam den Vertrag.
Aber jetzt gerade, kurz nach den Verträgen, befinde ich mich mit Zachary auf der Terrasse im Ballsaal und wir schauen zum Halbmond nach oben, der um diese Uhrzeit wunderschön strahlt.
Denn es ist kurz vor Mitternacht und ich erinnere mich an die Nacht von vor fast zwei Wochen, als er mich quasi aus dem Wald retten musste und ich ihn zum ersten Mal als Wolf gesehen habe.
Mir fällt auch gerade auf, dass ich ihn seitdem nicht mehr in seiner Wolfsgestalt zu Augen bekommen habe und beschließe, das morgen zu ändern.
Innen, im Ballsaal, amüsieren sich die Leute hervorragend und die Tanzfläche scheint keinen Moment verlassen zu sein.
Sowieso hat sich die Stimmung stark gehoben, sobald offiziell die Live-Übertragung geendet hat.
Ein Windzug holt mich wieder in die Gegenwart und ich bekomme eine leichte Gänsehaut, weshalb ich mich näher an Zachary anlehne.
Er legt einen Arm um mich und sofort wird mir wärmer, da es in meinem luftigen Kleid schnell kühl wird.
Aber ich will nicht wieder rein, denn die hier herrschende Ruhe tut mir und Zach gut, da ich die ganze Zeit von so vielen verschiedenen Wesen um wimmelt gewesen bin, die non-stop sich mit mir unterhalten wollten, sodass ich am Ende das Gefühl hatte kaum richtig atmen zu können.
„Wie geht es dir?" Zach klingt nachdenklich und schaut mich von der Seite liebevoll an.
Ich möchte sofort mit einem gut antworten, aber ich halte doch inne und überlege meine Antwort noch einmal, denn ein gut entspricht nicht der Wahrheit.
„Ich bin glücklich und erschöpft, ein bisschen müde und-", ich drehe mich ganz zu ihm um und schaue Zach in die Augen, „unfassbar dankbar, dich zu haben".
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Pop Star
WerewolfNormalerweise fangen diese Bücher doch immer mit „Cassandra ist ein normales Mädchen, 17 Jahre alt und führt ein normales Leben. Bis sie ihn trifft..."an. Den Rest könnt ihr euch ja selber zusammenreimen, was passiert. Aber wer hat bitte schön gesag...
