Cassandra
Frisch geduscht und angezogen lege ich mich auf mein Bett und schließe meine Augen.
Sobald Zachary und ich angekommen sind, habe ich mich in meine Zimmer verkrochen und jetzt warte ich darauf, dass er sich bei mir meldet.
Mag ja sein, dass ich ohne ein Wort zu wechseln verschwunden bin, aber er muss selber herkommen, wenn er mit mir über das Geschehene reden möchte.
Ich meine, ich bin selber überrascht, was das gestern war.
Mein Handtuch auf dem Kopf löst sich langsam und ich stehe deshalb, auf um meine nassen Haare mit einer Bürste zu bändigen, bevor sie die Macht ergreifen und sich zu einer Katastrophe locken.
Ich creme noch mein Gesicht mit den Produkten ein, die hier am Schminktisch liegen.
Die Verpackungen sind noch ungeöffnet und es sind Menschenprodukte.
Also brauche ich keine Angst zu haben mir irgendeine Werwolfscreme in die Fresse zu klatschen, die Gesichtsbehaarung bei Werwölfinnen verhindern soll.
Oder haben die so etwas überhaupt? Naja, sicher ist sicher.
Sobald ich damit fertig bin, laufe ich noch schnell ins Ankleidezimmer und ziehe Schuhe an, bevor ich wie eine Gestörte durch das Zimmer tigere.
Aber nach einer Weile vergeht mir wirklich jede Geduld und die ganzen Fragen, die in meinem Kopf schwirren, zwingen mich dazu mein Zimmer zu verlassen und gerade aus zu laufen.
Eigentlich sollte ja Zachary zu mir kommen und nicht ich zu ihm, aber anscheinend bekommt er nichts auf der Reihe.
Genauso wie gestern, da kam er ebenfalls einfach zu spät!
Und noch einmal warte ich sicherlich nicht einen ganzen Tag auf ihn.
Vor der Tür überlege ich kurz anzuklopfen, doch wenn er mich schon gefangen halten kann, dann kann er auch ungebetene Gäste verkraften.
Also drücke ich die Tür auf und trete herein.
Sofort umgibt mich sein Duft und ich atme kurz genießerisch ein, bevor ich weitere Schritte in die Höhle des Wolfes wage.
Von irgendwo höre ich plätscherndes Wasser, doch von Zachary keine Spur.
Deshalb lege ich mich in sein Bett und ignoriere geflissentlich die Couch, auf der ich mich eigentlich, wenn überhaupt, setzen sollte.
Ich lege kurz mein Kopf in sein Kissen und dieser Duft, oh mein Gott!
Nur schwer kann ich mich von ihm losreißen und schaue mich um.
Ich brauche jetzt definitiv Ablenkung!
Mir fällt auf, dass sein Zimmer wie meins aufgebaut ist und durch das Panoramafenster sieht man nur Bäume.
Ich schnaube belustigt auf, denn ich habe die besseren Aussicht bekommen.
Was ist er auch so dumm und sucht sich das aus.
Meine Augen scannen das Zimmer weiter ab und dunkle Grautöne dominieren den Raum deutlich, doch es sieht einfach nur geil aus.
Die Couch und der Tisch trennen das Zimmer sehr gut in Arbeits-, Chill- und Schlafecke.
Außerdem fallen mir die anderen zwei Türen auf und mittlerweile bin ich mir ziemlich sicher, dass jemand in einem der weiteren Räume duscht.
Ich behalte auch recht, denn nach nicht einmal zehn Sekunden geht das Wasser aus und keine weiteren fünf Sekunden steht ein platschnasser, nur im Handtuch bekleideter, Zachary am anderen Ende des Raumes und mustert mich geschockt.
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Pop Star
Loup-garouNormalerweise fangen diese Bücher doch immer mit „Cassandra ist ein normales Mädchen, 17 Jahre alt und führt ein normales Leben. Bis sie ihn trifft..."an. Den Rest könnt ihr euch ja selber zusammenreimen, was passiert. Aber wer hat bitte schön gesag...
