Cassandra
Dad und ich wohnen in der Nähe und nach fünf Minuten kommen wir an.
Wir besitzen eine geräumige Eigentumswohnug, die ich vor einem halben Jahr gekauft habe, damit wir einen sichereren Standpunkt im Leben haben. Ich bin nicht immer zu Hause und so hat Dad mit Sicherheit ein Zuhause, egal für wie lange ich fort bin. Klar, er arbeitet, aber es erleichtert mein Gewissen.
Im modernen Glasgebäude fahren wir mit dem Lift nach oben an all den anderen Penthäusern vorbei.
Noch bevor ich richtig das Aufzug verlasse, werde ich an eine Brust gepresst.
Die Mischung von Minze, anderen Kräutern und Zitrone steigt mir in die Nase und ich schlinge meine Arme um ihn.
"Oh, Schatz, meine Prinzessin, mein Stern", murmelt er gegen meine Stirn und ich schluchze auf.
„Ich habe dich so sehr vermisst", Erleichterung durchflutet ihn und ich schließe geborgen meine Augen.
Kurz flackert in meinem inneren ein Lichtpunkt, das so nah ist, dass es nur mein Vater sein kann.
„Ich habe dich auch vermisst", ich hebe meinen Kopf und schaue in seine hellen Augen, deren Iris mit einem dunklen Ring umrundet wird, die ich geerbt habe.
„Ich bin so froh dich in meinen Armen zu halten, Prinzessin." er küsst sanft meine Stirn und ich lache berührt auf.
Seit ich denken kann, nennt er mich seine Prinzessin und bei diesem Namen geht mein Herz auf.
Nach einer Zeit lösen wir uns und mit einem seligen Lächeln drehe ich mich zu Frank um, der verunsichert im Flur steht und nicht recht weiß, was er sagen soll. Also so habe ich ihn bis jetzt noch nicht erlebt.
„Dad, dass ist mein Bodyguard Frank, der vom Management eingestellt wurde." Diese Lüge rutscht mir ohne nachzudenken heraus und kurz fühle ich mich schuldig, aber es ist besser so.
„Wieso ist Michael es nicht mehr?", lenkt er auf meinem vorherigen Bodyguard, den Dad persönlich angestellt hat.
Oh, stimmt, den gibt es ja auch noch. Was mache ich jetzt?
Mit einem gefährlichen Blick mustert er Frank und ich muss trotz allem grinsen.
Wenn es um mich geht, ist er sehr beschützerisch.
„Der Vorsitzende ist der Meinung, er hätte seine Aufgabe nicht erfüllt und deshalb wurden sie ausgewechselt." Überzeugend schaue ich ihn an und verfluche mich selber.
Ich kann wirklich jeden Menschen und Wesen perfekt anlügen, doch bei meinem Dad setzt diese Fähigkeit aus.
„Ohne, dass sie mir Bescheid geben?", purer Zweifel ist heraus zu hören und ich unterdrücke ein Stöhnen.
Bravo Cassandra, wirklich gut gemacht.
„Sieht wohl so aus. Diese Entscheidung ist gefallen, als ich noch weit weg war." Ich bin so schlecht.
,Via? wo bist du wenn ich dich brauche', wende ich mich leicht verzweifelt an sie.
Es tut mir leid, aber ihn darf ich nicht anlügen.
Verwirrt schaue ich auf meinm Vater, der immer noch Frank abcheckt.
„Na dann, willkommen. Aber fühl dich nicht wie zuhause", begrüßt er Frank grimmig und lässt diese Diskussion sein.
Oh, Dad.
„Was mein Vater zu sagen versucht, ist, dass du dich hier wohl fühlen sollst", lache Frank an um die Situation zu Entschärfen und schaue mir mein Zuhause genauer an.
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Pop Star
WerewolfNormalerweise fangen diese Bücher doch immer mit „Cassandra ist ein normales Mädchen, 17 Jahre alt und führt ein normales Leben. Bis sie ihn trifft..."an. Den Rest könnt ihr euch ja selber zusammenreimen, was passiert. Aber wer hat bitte schön gesag...
