Kapitel 10

6.2K 244 26
                                        

Cassandra

Ich bestelle mir noch einen Machiatto aus einem ganz einfachen Grund.

Das Frühstück soll noch nicht zu Ende gehen.

Zachary muss es auch so gehen, denn er bestellt ebenfalls einen, wendet seine Augen aber nicht von mir ab.

Während ich die Tatsache schön ignoriere, dass ich hier unfreiwillig bin und dieser King mich entführen lassen hat, genieße ich diese Minuten wirklich mit ihm.

Irgendwie sind wir auf einer Wellenlänge, nicht so wie mit Jonas. Mit ihm verstehe ich mich auch sehr gut, aber bei Zach ist es einfach intensiver.

Sein Lachen geht mir unter der Haut ein wohliger Schauer läuft meinen Rücken runter.

Seine markanten Gesichtszüge sind so scharf, er ist generell so heiß das ich mich am liebsten auf ihm schmeißen würde.

Ein bisschen verwundert bin ich deshalb schon, da ich so etwas noch nie vorher gespürt habe.

Nicht einmal bei meinem Exfreund, aber das ist sowieso eine andere Geschichte.

Zachary schaut mich wie so oft heute durch seine bernsteinen Augen an und ab und zu entwicht ihm ein Knurren oder Schnurren, keine Ahnung warum.

Doch irgendwie macht es mich an.  Und das ist katastrophal schlecht!

Keiner von uns reagiert von außen darauf, aber in mir drinnen steigert sich die Sehnsucht nach ihm mit jeder einzelnen, verdammten Sekunde.

Er macht mich verrückt.

Nach ihm.

Und leider ist dieser Fakt nicht so toll.

Okay, es ist scheiße und wahrscheinlich ist Zachary auch noch gefährlich, aber irgendwie prallen alle Bedenken hoffnungslos an mir ab.

Er muss meinen Stimmungswechsel bemerkt haben, denn er stupst mich mit seinem Schuh leicht an und schenkt mir einen neugierigen Blick.

„Woran denkst du?", seine raue, sanfte Stimme löst irgendwelche kleinen verloren Teile von meinem Körper und führt sie direkt in mein Herz, wodurch mir wärmer wird.

„An dich", murmele ich leise und schaue überall hin, nur nicht in seine Augen.

Er seufzt und lehnt sich nach hinten. Eine Zeit lang sagt keiner etwas, bis er die Stille bricht.

„Hör zu, ich weiß, du hast Fragen und Bedenken. Das ist auch völlig normal, aber", er atmet tief durch und automatisch hebt sich mein Blick direkt in seine Augen.

„Aber?", frage ich zaghaft nach.

Die vorlaute Cassandra verzieht sich gerade in die letzte und hinterste Ecke in meinem Kopf und lässt mich schüchtern wirken.

Oder bin ich das auch?
Ach, keine Ahnung, was weiß ich!

Zachary fährt sich mit einer Hand durch deine Haare und sucht verzweifelt nach einer Antwort.

„Fuck", stößt er erschöpft von sich, weshalb ich mich ruckartig gerade aufsetze.

Was ist mit ihm los?

Pop StarWo Geschichten leben. Entdecke jetzt