Cassandra
Ich öffne seine Tür ohne zu klopfen und sehe ihn mit Kopfhörern in sein Handy sprechen.
Perplex hebt er den Kopf und mustert mich aus seinen grünen Augen, weshalb ich ihn zurückhaltend anlächle.
Unsere Freundschaft - kann man das so sagen? - ist im Moment etwas angekratzt, wobei ich die etwas größere Hälfte der Schuld auf mich nehmen muss.
,Mit wem redest du?', frage ich ihn und er antwortet mir, dass es Jonas sei.
Da er sein Gespräch durch mich sowieso schon unterbrochen hat, spreche ich jetzt auch laut mit ihm.
„Kann ich dann nachher mit ihm reden?" Ich schaue ihn bittend an, obwohl ich sowieso mit Jonas telefonieren werde. Aber es ist besser, wenn ich wieder nett zu ihm bin um sein Vertrauen - falls es je vorhanden war - zurückzugewinnen.
„Ist okay, wir waren eh fast fertig", er hält mir das Handy und die Kopfhöer hin, die ich dankend annehme und ich stecke sie mir ins Ohr.
„Hey", sage ich als erstes und die Verbindung hängt leicht leicht.
Jonas Gesicht wird auf dem Bildschirm deutlicher und bei meinem Anblick lächelt er erfreut.
„Hey Cas."
Ich lache und ein Großteil der Sorgen verschwindet, denn ich habe auch Joans sehr ins Herz geschlossen. Er ist für mich so etwas wie ein Bruder oder eben bester Freund geworden, obwohl ich in Monolé eigentlich nicht den besten Draht zu ihm gehabt habe.
Trotz allem will ich lieber Zachary vor der Kamera haben und mein Lächeln verrutscht.
„Meint nicht Zachary, dass du mich nicht so nennen darfst?"
Ich drehe mich um und nicke Frank lächelnd zu, bevor ich aus seinem Zimmer gehe und auf mein Tosntudio zusteuere. Denn da kann ich ungestört reden.
Drinnen schließe ich die Tür ab uns setzte mich zurück auf meinem Sessel.
„Ja, aber er ist jetzt gerade nicht da." Bei dem Gedanken an ihm verziehe ich ungewollt mein Gesicht und Jonas schaut mich mitfühlend an.
„Wo ist er denn?" Ich klinge schwacher als zuvor und er schüttelt leich den Kopf.
Es kann aber auch sein, dass ich mich versehen habe, denn die Verbindung ist für eine kurze Zeit echt schlecht.
Mich wundert es sowieso, wie Frank von hier eine Verbindung in eines der Reiche aufnehmen kann.
„Ach, kein Sorge, er steht unter der Dusche. Und wenn er erfährt, dass ich vor ihm mit dir rede, wird er ausflippen." Ein ernster Ton schwingt in seiner Stimme mit, das sein darauf folgendes Lachen nicht übertönen kann.
„Wieso seid ihr schon so früh wach?", will ich wissen und die nachdenklichen Falten auf seiner Stirn glätten sich.
„Hast du es etwas noch nie bemerkt? Wie haben eine Zeitverschiebung von vier Stunden. Bei uns wird es schon neun Uhr."
„Oh", entfährt es mir und ich nicke überrascht. Das ist mir wirklich noch nie aufgefallen, aber zu meiner Verteidigung, ich hatte kaum eine Chance um es zu wissen.
Aber um ehrlich zu sein, bekomme ich mehr und mehr das Gefühl, als würden wir nur um den heißen Brei reden um uns nicht mit dem Wichtigen zu befassen.
„Hast du ihm etwas von meinem Verschwinden erzählt?", frage ich meinen Beta angespannt.
Jedoch löst sich mein ganzer Körper in Erleichterung auf, sobald er den Kopf schüttelt.
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Pop Star
Loup-garouNormalerweise fangen diese Bücher doch immer mit „Cassandra ist ein normales Mädchen, 17 Jahre alt und führt ein normales Leben. Bis sie ihn trifft..."an. Den Rest könnt ihr euch ja selber zusammenreimen, was passiert. Aber wer hat bitte schön gesag...
