Cassandra
„Was?", durchschneidet er die aufkommende Unruhe und ich stöhne auf.
„Wie kannst du dich mit den Mördern deiner eigenen Mutter verbinden?", schreite er außer sich und ich bemühe mich nicht ebenfalls aufzuspringen. Zum Glück kann Frank uns nicht hören.
„Erstens, dass wusste ich bis jetzt nicht und zweitens, er ist der Sohn vom vorherigen König, der jetzt aber tot ist, okay? Dass tut mir wirklich leid, doch er ist mein Mate und außerdem ist er, als das passiert ist, erst Zwei gewesen", verteidige ich mich und meine zweite Hälfte.
„Oh, wow, sein Vater hat den Tod verdient", gibt er geschmacklos von sich und ich halte mich rechtzeitig zurück ihm nicht ins Gesicht zupfeffern, dass es der Opa meines Kindes ist, wenn ich irgendwann eins haben werde.
„Ich weiß", antworte ich stattdessen und sehe zu, wie sein Kopf vor Wut rot wird.
„Und warum redest du so einen Schwachsinn? Mate, was bedeutet das überhaupt?", regt er sich weiter auf und ich verdrehe nicht wirklich königlich die Augen.
„Mate steht für Seelenverwandter und das man es sagt, ist bei den Werwöfen üblich."
„Ach, jetzt sprichst du auch noch deren Spracher, mh? Willst du gleich so ein Monster werden?"
Ich ignoriere seine Vorwürfe und fahre mit dem fort, dass ich eigentlich sagen wollte.
„Glaub mir, Zachary ist wirklich nicht so. Er verabscheut seinen Vater und alle anderen, die an dieser Tat mitschuldig sind. Und es gibt auch gute Werwölfe, wie zum Beispiel Zachayrs Onkel René", erzähle ich ihm begeistert, jedoch wischt er meine freudige Miene mit einer abwertenden Handbewegung aus dem Gesicht.
„Hör auf, bitte. Ich will das nicht hören, die haben dir sehr wahrscheinlich eine Gehirnwäsche untergejubelt ohne das du es gemerkt hast, dass du so einen Schwachsinn von dir gibst.
Ich muss erst einmal verdauen, dass meine eigenen Tochter auf der Seite der Mörder ist und nicht auf meiner." Erschöpft und enttäuscht legt er seinen Kopf in den Nacken und mir platzt fast der Karagen.
„Du hast mich an keinem verloren, tu nicht so. Ich habe mir ganz sicher nicht ausgesucht, wer mein Seelenverwandter ist, aber bin wirklich froh ihn getroffen zu haben. Sogar durch diese verdammte Entführung, denn er braucht mich dringender als jeder andere." Sauer verschränekich meine Arme und mein VAter schnauft böse.
„Mehr als ich? Und er hört sich wie ein Lappen an."
„Oh, Dad, bitte hör auf. Ohne mich ist er kurz davor gewesen, sein eigenes Königreich in den Ruin zu stürzen, da seine Gefühle mindestens genauso tief im Abgrund verankert sind wie deine für Noella", werfe ich ihm vor und ein herzzerreißender Schmerz ist in seinen Augen in einem blassen Ton zu sehen.
„Wag es ja nicht mich mit ihm in die gleiche Schublade zu stecken", warnt er mich zornig und sofort wird mir bewusst, dass ich sie echt nicht miteinander vergleichen darf. Beide Situationen in denen sie sich befinden, könnten nicht unterschiedlicher sein und Reue spiegelt mein Gesicht.
„Was ich sagen möchte, ist, dass ich trotz allem es nicht bereue, dass er mein Mate ist und dass er der König von Monolé ist, ist halt im Gesamtpacket enthalten. Und dass ich ihn deshalb aufgebe, kommt nicht in Frage."
„Aber jetzt kennt dich jeder, oder nicht? Da wird es noch schwieriger sein deine Herkunft zu verheimlichen, sonst wird es einer auf dich ansetzen", regte er sich auf und ich unterbreche ihn.
„Ich weiß", rufe ich aufgebracht und fahre mit mir mit den Händen durchs Haar. „Wie schon gesagt, ich habe es mir verdammt noch mal nicht ausgesucht, es ist so gekommen und fertig.
Ich merke doch selber wie tief ich in der Scheiße stecke, da bist du auch keine Hilfe."
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Pop Star
LobisomemNormalerweise fangen diese Bücher doch immer mit „Cassandra ist ein normales Mädchen, 17 Jahre alt und führt ein normales Leben. Bis sie ihn trifft..."an. Den Rest könnt ihr euch ja selber zusammenreimen, was passiert. Aber wer hat bitte schön gesag...
