Cassandra
Zachary stapft vor mir auf dem Wald Pfad und ich versuche ihm hinterherzulaufen, was bei meinem Kleid nicht das einfachste ist.
Zum Glück trage ich wenigstens Sneakers, die das Gehen deutlich erleichtern.
„Du wolltest doch in den Wald", lacht er mich aus, da es lustig ist, wie sehr ich mich zum Affen mache. Meine Kondition ist auch schon einmal besser gewesen.
„Halt die Klappe", fahre ich ihn an, aber steige am Ende in das Lachen mit ein. Es ist ja meine Schuld, dass wir jetzt an den Trillionen Bäumen vorbeigehen, doch es wird sich auszahlen.
Ich habe da so ein Gefühl.
Wir laufen noch eine ganze Weile bis Zachary ein Ort gefällt, wo wir endlich eine Pause machen. Dabei reden wir die meiste Zeit durch.
„Wie sieht es mit deinen Songs aus?", fragt Zach mich und ich reiche ihm eine Wasserflasche aus dem Rucksack, den er auf dem Boden gelegt hat.
Ich überlege. „Vor der Krönung hatte ich eine Idee, aber ganz ehrlich, ich habe es in den letzten Tagen verdrängt und deutlich vernachlässigt. Vielleicht sollte ich wieder damit anfangen. Zumindest wäre das gut."
Beim Trinken macht Zach ein zustimmendes Geräusch und ich hole die Picknickdecke aus dem Rucksack. Der Angestellte hat wirklich an alles gedacht.
Sobald die Decke ausgelegt ist, setze ich mich hin und schaue mir die Umgebung genauer an.
Diese Stelle ist frei von Bäumen, wobei diese einen Kreis um uns bilden und ich lege mich hin.
Ich schaue nach oben auf die Baumkronen, die die Abendsonne aufhalten, direkt auf dem Boden zu strahlen.
Dabei leuchtend die Blätter in satten grünen Bäumen und ich seufze auf.
„Hier ist es schön, oder?" Zach legt sich zu mir und ich rutsche automatisch näher zu ihm.
„Ja. Vor allem ist es so still." Ich atme tief ein und genieße die Ruhe. Denn überall außer in unseren Zimmern hört man immer gewisse Hintergrundgeräusche, auch wenn sie ganz leise sind.
Und hier kommen mir die Geräusche, das Zwitschern der Vögel, das Rascheln des Windes, wenn es die Blätter streift, wie Musik vor. Friedliche Musik.
Schließlich setzt Zachary sich auf und ich schaue ihn verwundert an.
„Ich möchte essen", gibt er zu und kramt auch gleich im Rucksack herum.
„Wir haben doch erst vor nicht einmal einer Stunde ordentlich gegessen", ich schaue ihn belustig an.
„Na und? Ich habe gerade echt Lust darauf. Und als Nachspeise kann ich dich dann vernaschen", zum Ende hin grinst er mich an und ich verdrehe lächelnd die Augen.
„Warum nicht?" Ich stehe ebenfalls auf und lege die Boxen auf die Decke, die mir Zachary reicht.
Ich öffne die ersten und der Geruch von leckeren Keksen strömt mir in die Nase.
Mh, vielleicht will ich auch etwas essen.
Wir öffnen noch die anderen Dosen und am Ende haben wir von Obst zu Schokolade alles da.
Zum Glück muss ich nicht den Rucksack tragen, da es wohl schwer sein muss, bei all den Sachen.
Ich lege mich auf dem Bauch, wodurch Zach eine schöne Sicht auf meinem Ausschnitt hat, aber wir beide stören uns nicht daran. Und außerdem, als ob er sich jemals daran stören würde.
Wir lachen viel und albern auch herum, während die Sonne sich langsam bereit macht unterzugehen.
Nach einer gefühlten Ewigkeit platze ich fast und ich bin mir sicher, es passt absolut kein Cookie mehr in mir.
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Pop Star
Loup-garouNormalerweise fangen diese Bücher doch immer mit „Cassandra ist ein normales Mädchen, 17 Jahre alt und führt ein normales Leben. Bis sie ihn trifft..."an. Den Rest könnt ihr euch ja selber zusammenreimen, was passiert. Aber wer hat bitte schön gesag...
