Lange hatten Sebastian und ich überlegt wann wir unseren Kurzurlaub in das Wellnesshotel machen würden. Die Frage war vor Weihnachten? Zwischen den Feiertragen oder doch lieber erst im neuen Jahr? Eigentlich hatte ich meiner Meinung nach eine Auszeit nach dem Fiasko mit meinen Eltern an meinem Geburtstag verdient. Allerdings wollte ich Kelly ungern während der Feiertage allein lassen. Auch wenn ich sie Tessa anvertraue, war das immer noch Zeit für die Familie.
Deshalb entschieden wir uns dazu noch bis nach Neujahr zu warten und erst im Januar zu fahren.
So saßen wir also nun in Sebastians Auto, noch immer in der Einfahrt von Tessa. Nachdem wir alles eingepackt hatten, waren wir zu Tessa und Keith gefahren, um Kelly herzubringen.
Kelly hatte erst Ärger gemacht und wollte nicht bei Tessa bleiben, sondern lieber mit mir und Sebastian mitfahren. Tessa hatte sie dann davon überzeugt, dass sie ein ganzes Wochenende mit Ben spielen konnte und alles essen durfte, was sie wollte. Bis nachher hatte sie das zwar mit Sicherheit wieder vergessen, aber für den Moment war sie ruhig.
Ich hatte um ehrlich zu sein noch immer Zweifel, weil ich meine Tochter noch nie so lange allein gelassen hatte. Auch wenn drei Tage nicht lang waren und Kelly auch keineswegs allein war, schlug es mir anfangs auf den Magen. Tessa und Sebastian hatten es allerdings doch noch geschafft, mich davon zu überreden, den Kurztrip anzutreten.
Tessa, Keith, Ben und meine kleine Kelly standen auf dem Hof und winkten uns fröhlich entgegen. Kelly sah etwas traurig aus, aber sie würde das Wochenende schon überstehen. In ein paar Minuten würde sie nicht mehr wissen, dass ich weg war.
Sebastian startete den Wagen und fuhr aus der Einfahrt heraus.
"Aufgeregt?" fragte er mich als wir einige Meter gefahren sind und langsam der Stadt näher kamen, um den Highway zu benutzen.
"Ja, ein bisschen." sagte ich schüchtern und legte meine Hände zwischen die Beine. Ich hatte mir im Internet Bilder vom Hotel angeschaut und mir somit ein ungefähres Bild gemacht, wie es dort aussehen würde.
Trotzdem war es etwas anderes das Gelände am Ende live und in Farbe zu sehen.
"Es wird dir gefallen, glaub mir." sagte Sebastian und setzte den Blinker, um auf den Highway zu fahren. Augenblicklich erhöhte er die Geschwindigkeit und ich bekam ein angenehmes Kribbeln im Bauch.
"Wie lange fahren wir?" fragte ich.
"Ungefähr zwei Stunden." sagte Sebastian und konzentrierte sich auf die Straße. Gut so.
Er stellte das Autoradio an und es ertönte eine angenehme Melodie. Ich kannte das Lied zwar nicht, aber es passte perfekt in den Moment.
Die Straße war verhältnismäßig recht leer, so dass wir nur ab und zu an einem anderen Auto vorbei kamen. Dafür zog die Landschaft an uns vorbei. Bäume, Felder, Wiesen und auch einige Weiden, auf denen Kühe und Schafe und sogar vereinzelt Pferde standen.
Ich blickte durchgehend aus dem Fenster und verlor mich im Moment. Die Sonne wanderte immer weiter und tauchte nach einer Stunde Fahrt die gesamte Umgebung in ein angenehmes Rot. Die Felder strahlten in der Farbe der untergehenden Sonne und ich verliebte mich in dem Moment in meine Heimat.
Meine Eltern sagten zwar, meine Heimat wäre Florida aber das sah ich schon längst nicht mehr so. Meine Eltern waren in Fort Myers, außer ihnen hatte ich keine Bezugspersonen in Florida. Meine Großeltern waren schon gestorben und Onkel und Tanten hatte ich nicht. Genauso wenig wie Freunde, da ich nach meinem Schulabschluss alles zurückgelassen hatte und nach Georgia gezogen war. Außerdem hatte ich eh keine wahren Freunde dort. Deshalb fiel es mir auch nicht schwer mit Adam nach Panthersville zu ziehen. Und hier hatte ich Kelly. Hier hatte ich Tessa. Und auch wenn ich nicht viel mit Keith zu bereden hatte, wenn mal einen Moment nur zu zweit waren, war er mir mehr ein Freund als die Leute in Florida. Kelly hatte Ben und ich hatte Sebastian.
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Be Mine || Sebastian Stan Fanfiction
Fanfiction"Ich bin Sebastian." sagte mein Gegenüber schließlich. "Imogen" ----- Imogen und Sebastian führen zwei Leben, die unterschiedlicher nicht sein könnten und trotzdem bringt das Schicksal sie zusammen.
