Keine drei Tage nachdem ich in der Kanzlei das Gespräch mit Adam geführt hatte, bekam ich tatsächlich einen Brief von einem Anwalt.
Natürlich war es auch noch ein Anwalt aus der Bozeman Kanzlei.
Ich wusste nicht wie ich Sebastian von der ganzen Sache am besten erzählen sollte, deshalb behielt ich es erstmal für mich, solange bis ich wusste wie ich dieses Thema ansprechen sollte.
Als Sebastian aber mit dem Brief in der Hand auf mich zukam, waren meine Überlegungen hinfällig.
"Imogen, warum bekommst du Post von einem Anwalt?" fragte er verwirrt und sah sich den Brief an. Er hatte ihn nicht geöffnet aber er konnte sehen, dass er aus meiner Kanzlei kam.
Ich nahm ihm den Brief aus der Hand und öffnete ihn. Mein Herz raste wie verrückt als ich den Zettel aus dem Umschlag zog.
Ich wagte kurz einen Blick herüber zu Sebastian, aber senkte meinen Kopf sofort wieder, da Sebastian mich nervös machte indem er mich so ansah.
Ich überlegte kurz ob ich es alles für mich allein lesen sollte, allerdings war Sebastian genauso davon betroffen, also würde er es so oder so rausfinden.
"Sehr geehrte Miss Green, hiermit setze ich Sie in Kenntnis über die verlangte Übertragung des alleinigen Sorgerechts, im Falle Kelly Green, auf Adam Cooper. Bei einem Widerspruch gegen diese Übertragung sehe ich mich gezwungen, gemeinsam mit meinem Klienten, weitere rechtliche Schritte einzuleiten, um zu einer Einigung zu kommen."
Die restlichen Zeilen überflog ich nur, bekam nur zur Hälfte mit, was da überhaupt stand.
Ich legte den Brief auf den Tresen und lehnte mich ein Stück zurück.
Adam hatte es ernst gemeint, er wollte das wirklich durchziehen.
Ich zitterte und fror am ganzen Körper. Es machte mir Angst.
Nach einem Blick zu Sebastian herüber zu urteilen ging es ihm nicht anders.
"Das kann er doch nicht wirklich machen! Alleiniges Sorgerecht?"
Seine Stimme klang kalt, verzweifelt.
Er lehnte sich über den Tresen und versuchte meine Hand zu nehmen, allerdings zuckte ich bei seiner Berührung so zusammen, dass er sich wieder zurückzog. Es tat mir leid.
"Was machen wir jetzt?" fragte ich und verdrängte die Tränen. Heute würde ich nicht weinen.
"Wir müssen denen klar machen, dass Kelly bei uns besser aufgehoben ist. Ich werde auf keinen Fall zulassen, dass er uns Kelly wegnimmt." sagte Sebastian selbstbestimmt. Seine Stimme klang sicher und fest, allerdings wusste ich genau, dass er sich auch Sorgen machte.
Genau wie ich.
"Am besten wir warten erstmal ab und schauen, was Adams Anwalt will."
Ich nickte leise, da ich wusste es würde nichts bringen jetzt Pirouetten zu schlagen. Das beste war tatsächlich, wenn wir erstmal ganz ruhig bleiben.
"Vielleicht sollten wir uns auch einen Anwalt nehmen." sagte ich etwas leiser, da ich nicht die geringste Lust hatte, mich mit Adam anzulegen.
Gerade als ich dachte mein Leben würde perfekt laufen, mit Kelly, Sebastian und dem neuen Haus, da bekam ich sowas.
Danke Gott.
"Ja das wäre vielleicht eine schlaue Idee." sagte Sebastian und kam schlussendlich doch zu mir herumgelaufen, da er mitbekommen hatte, dass ich mit mir ringen musste.
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Be Mine || Sebastian Stan Fanfiction
Fanfic"Ich bin Sebastian." sagte mein Gegenüber schließlich. "Imogen" ----- Imogen und Sebastian führen zwei Leben, die unterschiedlicher nicht sein könnten und trotzdem bringt das Schicksal sie zusammen.
