Völlig außer Atem ließ ich meine Tasche neben mir auf den Boden fallen.
Warum gab es in diesem Gebäude keinen Fahrstuhl? Es ist doch niemandem zuzumuten in den elften Stoch hochzusteigen. Und das jeden Tag, schlimmstenfalls auch mehrmals.
"Ah Nova du bist auch endlich da." hörte ich Rachels abwertende Stimme durch den ganzen Raum schallen.
"Ja bin ich, und mein Name ist Imogen." sagte ich daraufhin und verdrehte die Augen. Durfte ich nicht mal in Ruhe ankommen?
"In deiner Personalakte steht aber Imogen Nova Green, also gehe ich davon aus, dass das dein Name ist oder?" sagte Rachel mit einer lieblichen Stimme, die voller Sarkasmus geradezu trieft.
"Ja aber bitte sei so lieb und nenn mich Imogen, oder Miss Green. Was dir besser gefällt." erwiderte ich mindestens genau so schnippisch.
"Ach mir ist doch egal, wie du heißt und wie nicht. Hauptsache du machst deinen Job." das war alles was sie noch sagte, bevor sie mich allein im Pausenraum sitzen ließ. Sollte mir aber Recht sein, so hatte ich wenigstens Ruhe vor ihr.
Nichts war schlimmer, als nach einem stressigen Morgen in die Kanzlei zu kommen, nur um dort noch mehr Zunder zu kriegen.
Kelly wollte heute früh einfach nicht mitspielen und so musste ich sie dreimal umziehen, bevor wir das Haus überhaupt verlassen hatten. Natürlich hatte das zur Folge, dass wir zu spät im Kindergarten waren.
Die Erzieher versicherten mir allerdings, dass das nicht weiter schlimm wäre, solange es nicht nochmal vorkam. Ich entschuldigte mich mehrmals bei ihnen und erklärte ihnen, warum wir nicht pünktlich waren, aber es schien sie nicht sonderlich zu interessieren und so hatte ich mich bei Kelly verabschiedet, die aber sowieso schon mit anderen Dingen beschäftigt war.
Natürlich war der Verkehr auch nicht auf meiner Seite und so kam ich 20 Minuten zu spät in die Kanzlei.
Und als wäre das nicht schlimm genug, kam dann auch noch Mister Bozeman in den Pausenraum.
"Miss Green, da sind sie ja endlich." sagte er.
Bei seiner dunklen und rauen Stimme bekam ich jedes mal Gänsehaut. Vielleicht lag es aber auch daran, dass er mein Chef war.
"Es tut mir leid, dass ich zu spät bin. Meine Tochter hat mich aufgehalten." ich versuchte mich sofort zu entschuldigen und stand dabei auf, um ihm deutlich zu machen, dass ich sofort anfangen werde zu arbeiten.
"Ich habe selbst Kinder Miss Green und kann absolut verstehen, dass es manchmal stressig sein kann." sagte er nun und beruhigte mich ein wenig. Wenigstens einer der mich verstand.
"Aber bitte seien Sie sich stets bewusst, dass ich das in Ihrem Beruf nicht berücksichtigen kann. Finden Sie einen Weg pünktlich zu sein. Ich will nicht, dass soetwas noch einmal vorkommt, ansonsten habe ich genügend Leute, die ihren Job gerne übernehmen würden."
Damit brachte er mich total aus der Fassung. Sagte er nicht gerade noch, dass er mich verstand? Offenbar doch nicht. Geschockt wie ich war, brachte ich kein Wort raus.
"Habe ich mich klar ausgedrückt?"
Wollte er wissen.
Meine Keele war immernoch staubtrocken, also nickte ich lediglich als Zeichen des Verständnisses.
Er verließ ohne weitere Worte des Raum und ließ mich völlig verdutzt allein.
Eigentlich sollte es mich nicht überraschen. Für die Anstellung bei der
Davis Bozeman Anwaltskanzlei hatte ich jahrelang hart gearbeitet. Eine so angesehene Anwaltskanzlei zögerte sicherlich nicht jemanden zu feuern, der sich spät zur Arbeit erschien.
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Be Mine || Sebastian Stan Fanfiction
Fanfiction"Ich bin Sebastian." sagte mein Gegenüber schließlich. "Imogen" ----- Imogen und Sebastian führen zwei Leben, die unterschiedlicher nicht sein könnten und trotzdem bringt das Schicksal sie zusammen.
