Kapitel 7

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Panisch am atmen saß sie mit geraden Oberkörper im Bett. Die Decke um ihren Körper gewickelt, schütze sie sich vor der anschleichenden Kälte. Bislang war ihr entfallen wie kühl es wirklich in den Zimmern des Hotels war. Sie dürfte eigentlich garnicht hier sein. Selbst wenn es unhöflich gewesen wäre, hätte sie gehen sollen, anstatt neben ihm einzuschlafen. Was dachte er nur von ihr. Wahrscheinlich, dass sie irgendein billiges Flitchen ist. Wie konnte ihre Vernunft sie dermaßen allein lassen. Sie gab sich doch sonst keine Mann so schnell hin. Warum war bei ihm alles anders. Wo existierte da die Logik, sie kannte ihn doch nicht und dennoch sehnte ihre Seele sich nach ihm. "Mint. Was ist los?", erwachte der Musiker neben ihr und setzte sich verschlafen auf, seine Hand berührte bedacht ihren Rücken. Statt etwas zu sagen drehte Mint ihren Kopf und schaute ihn ängstlich an. "Magst du einen Pulli von mir?", bemerkte Michael ihr zittern. Ohne zu wissen was sie aufgeschreckt hatte, schaffte er es kaum sie zu beruhigen. Um wenigstens etwas zu tun, zog er ihren Oberkörper an seine Brust. "Ich sollte gehen", versuchte sie aus seinen Armen zu gelangen. "Bitte bleib" "Aber.." "Ich mag dich... wenn du Angst hast, dass all dies nur ein Spiel für mich gewesen ist, um mit dir Sex zu haben, dann liegst du damit falsch", seine Finger umschlossen ihre. War es dass was sie aufgeschreckt hatte, die Erinnerungen lagen verschwommen vor ihren Augen. Nur dass sie mit Panik aufgewacht war wusste sie noch klar. Doch wieso wollte er gerade mit ihr Zeit verbringen. Tausende Frauen sahen schöner aus als sie. Mit ihr hatte er lediglich den Trostpreis erlangt. "Wir kennen uns kaum", sprach sie schwach, ihre Atmung einigermaßen wieder unter Kontrolle. "I know, aber ich möchte dich unbedingt näher kennenlernen. Mein Gefühl sagt mir, dass hinter der Frau die meinen Sound zum laufen bringt, noch so viel mehr steckt als ich bislang sehen durfte. Du hast mich ziemlich beeindruckt mit deinem Kontra bei unserem ersten Treffen... da wusste ich's...you're special" "Wir sind beide viel unterwegs" "I know... wo ein Wille ist, ist aber auch ein Weg. Wo ist die Selbstbewusstse und Mutige Mint hin?" "Michael...", sein Finger legte sich auf ihre Lippen. "Können wir die verbleibende Tour nicht als Testphase nehmen und schauen ob dass mit uns klappen könnte. Please? Wir entscheiden dann in Hamburg, ob wir eine gemeinsame Zukunft haben oder lieber wieder getrennte Wege gehen.", warf er eine Ideen in den Raum von welcher sie sehr überrascht war.

Gedanken über die Bedeutung ihres nächtlichen Schrittes hatte die Tonfrau sich noch keine gemacht, außer das er diesen sicherlich bereuen täte

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Gedanken über die Bedeutung ihres nächtlichen Schrittes hatte die Tonfrau sich noch keine gemacht, außer das er diesen sicherlich bereuen täte. In welcher Zeit auch, es lagen keine drei Stunden zwischen den beiden Ereignissen. Nur lag sie damit anscheinend falsch. Seine Augen weckten das Verlangen in ihr, ihn abermals näher kommen zu wollen, so legte sie ihre Lippen auf seine. Vielleicht meinte er es wirklich ernst, kam ihr Mut langsam zurück. Zärtlich erwiderte der Musiker ihren Kuss, "Ist dass ein 'Ja'?" "Ja", lächelte sie an seine Lippen. Ein Versuch war es allemal wert. Mehr als am Ende wieder alleine zu sein, konnte ihr immerhin nicht passieren. "Magst du jetzt einen Pulli von mir?", seine Finger tänzelten an ihrer nackten Haut entlang. An einer Stelle unterhalb ihrer Brust blieb er stehen, "Zwei Sterne", tippte er auf die Stelle, grinste dabei triumphierend. Ihr Tattoo war wohl längst kein Geheimnis mehr, es zu übersehen wenn sie völlig nackt vor ihm lag grenzte aber auch an der Unmöglichkeit. Bei seiner Frage kam ihr die Kälte wieder in den Sinn, "Gerne", antwortete Mint und zog die Decke enger. Seine Bettdecke ebenfalls um ihre Schultern gelegt, verließ er das Bett und Schritt zu seinem Koffer, dass er keine Kleidung trug entlockte ihr ein schmunzeln. Mit diesem gutaussehenden Mann hatte sie die Nacht verbracht und war dazu mit ihm zusammen, oder wie diese Testphase auch immer genannt werden mag. Das System warf moch einige Fragen auf. "Hier", reichte Michael ihr einen Pulli und eine Jogginghose. "Danke", schnell schlüpfte sie in die, ihr ein Stückchen zu großen, Sachen. Auch er selbst zog sich eine Jogginghose und ein T-Shirt über und kam danach wieder zu ihr ins Bett. Mit ihren Gesichtern zu einander legten sie sich hin. Unentschlossen überlegte Mint ob er etwas dagegen haben könnte, wenn sie sich an ihn kuschelt, trotz dem dicken Pullover zitterte ihr Körper weiterhin. Wobei nicht deutlich zu unterscheiden war, ob es an der übrigen Kälte oder an der Anspannung lag neben ihm zu liegen. Vorhin ließ die Müdigkeit ihr keine große Chance über all dass nachzudenken, da schlossen sich ihre Augen und das Land der Träume nahm sie zu sich. Sanft holte der Musiker sie aus ihren Gedanken zurück in dem seine Finger über ihre Wange strichen, "Na komm her Kleines", hob er einladend seine Decke an, unter welche Mint schnell krabbelte. Konnte er ihre Gedanken lesen, seine Einladung kam wie gerufen, fast schon unheimlich. Sicher und geborgen kuschelte sie sich an seinen Körper, sogleich strahlte die erste Wärme zu ihr ab, "Danke" "Not for this. Schlaf gut sweety und hab keine Angst mich zu wecken, solltest du dich nochmal unwohl fühlen heute Nacht.", hauchte er liebevoll und küsste ihre Nasenspitze.

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