Kapitel 43

231 11 76
                                        

Wie ein Gentleman trug Michael selbstverständlich all ihre Einkäufe und ließ sich, trotz mehrfachen Angebots, keine der Tüte abnehmen. Ihre Großeltern wären ganz begeistert von ihm, ein Mann der altem Schule, hatten sie ihn vermutlich genannt. Schade das sie niemals die Chance bekämen ihn kennenzulernen, mit großer Sicherheit hätten die Drei sich gut verstanden. Und mit ihrer Oma wäre es für ihn sogar möglich gewesen gemeinsam in die Kirche zu gehen, mindestens einmal in der Woche saß sie pünktlich zum Beginn der Messer in der Kirche. Als Kind musste Mint sie des öfteren begleiten, die wohl langweilsten Stunden in ihren Leben, denn schon damals konnte sie dem ganzen Glaubensthema nichts abgewinnen. Da hätte sie mit dem Musiker wirklich eine tausendmal bessere Begleitung bekommen und sogar jemanden der ihre Fragen beantworten könnte, jene sie zu den einzelnen Texten in der Bibel gestellt hatte. Selbst beim mehrfachen erklären scheiterte es bei der Tonfrau meist bereits am verstehen ihrer Fragestellung, nicht das sie komplex formuliert waren, nur kannte sie fast nie die Stellen und somit auch nicht den Inhalt, um welchen die Frage handelte. Der beste Beweis für ihre Stunden langen Schläfchen im Kommunionsunterricht nachdem sie durch den Pfarrer zum Schweigen verurteilt wurde. Philosophische Fragen, die dazu noch die Schöpfung der Menschheit hinterfragen, wurden halt ungerne gesehen. Mit ihr hatte Michael sich wohl wirklich die ungläubigste Frau der gesamten Welt ausgesucht. Gegensätze ziehen einander an, bekommt mit ihnen und diesem Thema eine ganz neue Bedeutung. Dennoch blieb sie bei ihrer Meinung, respektiere seine Verbindung zu dem Thema jedoch zu tiefst und wenn er darauf bestehen sollte, dann würde sie mit ihm wohl auch in eine Messe gehen. Beim Thema Hochzeit und Taufe könnten ihre Meinungen allerdings aufeinander prallen, ein Glück standen sie davon noch eine Liebeserklärung und viele Monate oder Jahre entfernt. Im Augenblick mussten sie ihrer Aufmerksamkeit auf viel wichtigere Dinge fokussieren als auf ihr zukünftiges Leben, "Apfelstrudel oder Waffel?" "Paddy, die Frage ist gemein.", laß Mint die an der Hauswand angebrachte Speisekarte der Eisdiele durch. Vor ihrer Rückkehr ins Hotel wollten die Beiden noch einen letzten Abstechen ins Innere des Lokals machen. "Du musst dich nur entscheiden. So schwer ist das garnicht.", lächelte er, "Also ich nehm die Waffel mit heißen Kirschen und Vanilleeis." "Ach, du sagst das so leicht. Was ist wenn ich in der Eile irgendwas übersehe?", fragte sie ihn. "Was solltest du denn übersehen?" Sie zuckte mit ihren Schultern. "Na siehst du. Gibt nichts zum übersehen.", hauchte seine Lippen einen Kuss auf ihre Wange, "Gehst du schonmal rein und bestellst für uns? Ich muss noch etwas besorgen." Neugierig drehte sie sich zu ihm, "Und was?", grinsten ihre Lippen. "Das erfährst du früh genug mein neugieriges Mäuschen.", ließ er ihre Frage einfach unbeantwortet abprallen. Über tausend Ideen durchliefen in Windeseile ihre Gedanken, doch keine schien als sei sie auch nur der Hauch einer passenden Löschung. Was sollte er besorgen oder organisieren wo von sie nichts mitbekommen darf. Trug er dunkle Geheimnisse in seiner Seele von welchen sie keine Ahnung hatte. Allzu gut kannten sie einander immerhin noch nicht. Oftmals nutzen sie ihre gemeinsamen Stunden doch eher für anderweitige Aktivitäten als fürs Reden und gegenseitige kennenlernen, dahingehen vertrauen sie allein auf die Zeit. In der Hoffnung das diese auf ihrer Seite stand. "Komm schnell wieder.", umschlossen ihre Arme seinen Nacken und holten seinen Kopf ein Stück näher, um ihn innig zu küssen. "I'm back very soon.", versprach Michael ihr in den Kuss hinein.

", versprach Michael ihr in den Kuss hinein

Hoppla! Dieses Bild entspricht nicht unseren inhaltlichen Richtlinien. Um mit dem Veröffentlichen fortfahren zu können, entferne es bitte oder lade ein anderes Bild hoch.
seventeen daysWo Geschichten leben. Entdecke jetzt