19.09.2022 - Gloria Theater
"Können wir jetzt bitte rein gehen?", sprach Mint nach hinten. Ihr Begleiter bevorzugte den Einlass solange wie eben ging heraus zu zögern. Verständlich um die geringste Aufmerksamkeit wie möglich zu erzielen, leider werden Ihnen dadurch die besten Plätze verwehrt. Auf die erste Reihe bestand sie dabei keineswegs, eine gute Sicht allein würde ihr schon reichen oder überhaupt irgendeine Sicht auf die Bühne. Im Gegensatz zu Michael, welcher bereits nicht gerade als super groß galt, war sie nochmals ein deutliches Stückchen kleiner. Mehr als die Hinterköpfe der weiteren Fans bekäm die Tonfrau wahrscheinlich nicht mehr zu sehen. Dabei sollte sie sich viel lieber glücklich schätzen überhaupt auf dem Konzert seien zu dürfen, ohne ihn wäre sie niemals an Karten gekommen. "Ich denke der meiste Ansturm ist vorbei", bekam sie ein Nicken von ihm. "Denk ich auch", fiel ihre Stimme genervtet als gewollte aus. Sein Lächeln verschwand zu einem fragenden Blick, "Stört dich etwas? Oder nerv ich dich?" "Ich.. sorry ich wollte nicht genervt klingen", Michael durfte keineswegs denken dass der Abend ihr nicht gefiel, denn so war es absolut nicht, "Wie du vielleicht gemerkt hast kann ich mit meiner Größe nicht gerade angeben. Ich würde einfach gerne etwas von der Bühne sehen, aber wenn alle vor uns stehen wird das schwierig." "Kannst dich gern auf meine Schultern setzten." "Sei nicht albern, dafür bin ich zu schwer.", verzog sie lachend das Gesicht, wie soll man bei dem Vorschlag bitte ernst bleiben. Allein die Vorstellung, sie auf seinen Schultern. Besser nicht. Und dennoch ein liebes Angebot, welches sie zu schätzen wusste. "Gut, schlechte Idee, aber zu schwer bist du keinesfalls. Trotzdem du wirst etwas sehen, dafür sorg ich.", steckte seine Hand sich ihrer entgegen. "Was willst du machen?", umschlossen ihre Finger seine, "Alle KO schlagen?" "Wäre eine Überlegung wert", aus seiner Hosentasche zog er die Tickets und hielt sie dem Sicherheitsmann am Einlass entgegen. Brummend riss dieser die Tickets ein Stück ein, "Viel Spaß." "Vielen Dank. Ihnen noch einen angenehmen Abend.", schenkte Mint ihm ein aufmunterndes Lächeln. Viel Freundlichkeit erfuhr man in seinem Job sicherlich nicht. Dazu die Kälte in welcher man sich aufhalten muss, zwischendurch einige unfreundliche Besucher, nichts worauf man sich wirklich freuen kann. Da hatte sie mit ihrer Position als Tontechnikerin einen richtigen Glücksgriff gemacht.
"Mint magst du was trinken?" An ihrem Blick allein konnte er bereits ihre Antwort ablesen bevor sie diese aussprach, "Lets go. Lass uns einen Platz suchen, bevor du mich schlägst." "Hast du Angst?" "Niemals" Auf Zehenspitzen nährerten sich ihre Lippen seinem Ohr, "Unterschätz mich bloß nicht mein Lieber. Leichen verscharren ist ganz leicht.", der bedrohliche Klang führte auf seinem Rücken zur einer sanften Gänsehaut. Da er ihre Ironie inzwischen gut zu verstehen wusste, zog er seinen Kopf ein Stück zurück und versiegelte ihren Mund mit einen innigen Kuss. Ernsthafte Gewalt täte er ihr niemals zutrauen, wobei eine Auseinandersetzung mit ihr wollte der Musiker lieber vermeiden. Sturkopf gegen Sturkopf versprach kein gutes Ende für beide Seiten. Solange bis einer blutet oder weint. Wer zu erst am Boden liegt. Nur selten kann es zwei Gewinner geben. "Du weiß...", drückte die Tonfrau ihre Handflächen auf seine Brust, "...hier können uns alle sehen" "Oh yes!", grinste er vielsagend, schob seine Finger unter ihre Jacke. Seine Zunge leckte lüstern ihre Lippen ab, "Relax." Ein winziges stöhnen entlockte er Mint mit seiner Handlung. Von ihm loszukommen gelang ihr mit jedem Mal schwerer. Die Begierde die er ihr schenkte, lang blieb ihr ein Mann mit der Fähigkeit ihr dies zu zeigen verwehrt. Keine unbedachten Berührungen voller lieblosigkeit. Alles schien durchdacht, mit ganz viel Respekt. Selbst dass seine Finger nun in ihrer Hose steckten und alles versuchten um ihren Hintern zu umgreifen, womit Michael sie mehr zum Lachen brachte anstatt verführte, "Wehe du machst meine Hose kaputt, die brauch ich noch." "Wäre für einen guten Zweck", in seinen blauen Augen leuchtete das Verlangen ihr näher zu kommen auf. Damit übertraf er so einige verliebte Teenager, genauso wenig wie diese schaffte er es sich zurückzuhalten. Wie würde sein Jagdtrieb nur werden, wenn ihre Probezeit mehr als nur einen halben Tag aufwies. Würde sie überhaupt noch zur Arbeit aus dem Bett gelassen werden. War es für ihn nachvollziehbar wie wichtig ihr Beruf für sie ist, dass er einen großen Bestandteil ihres Lebens einnahm.
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seventeen days
RomanceEine Tour, Zwei Herzen & Drei Wochen Probezeit Wo dies hinführt? Findet es heraus! ---------------------------- Die Handlung der Geschichte ist frei erfunden, nur der Name Michael Patrick Kelly wird verwendet. Die Rechte an dem Cover, den Illustra...
