Eine Tour,
Zwei Herzen
& Drei Wochen Probezeit
Wo dies hinführt? Findet es heraus!
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Die Handlung der Geschichte ist frei erfunden, nur der Name Michael Patrick Kelly wird verwendet.
Die Rechte an dem Cover, den Illustra...
Mucksmäuschenstill sortieren die Tonfrau, den von gestern noch nassen Stapel ihrer Kleidung und verteilte diese auf die vielen großzügigen Heizungen des Hotelzimmers. Eventuell haben sie Glück und die Sachen trocknen bis die Zwei ihre Koffer für Leipzig packen und aufbrechen mussten. Spätestens am Nachmittag wäre die Zeit gekommen um weiter zuziehen, sich wieder voll und ganz auf die nächste Show vorzubereiten. Morgen um die gleiche Zeit musste sie bereits wieder den Aufbau betreuen, da blieb keine Möglichkeit um das eigene Wohlergehen in den Vordergrund zu schieben, es zählte nur eins, die Show muss am Abend laufen und dass ohne jegliche Probleme. Somit wollte sie den jetzigen Morgen nutzen, um eine Runde den Fitnessbereich des Hotels auszutesten. Sport half ihr den Kopf frei zubekommen. Genau was Mint brauchte bevor sie später mit ihrer Schwester telefoniert. Unter keinen Umständen wollte sie das Thema mit ihrem Bruder und ihrer Mutter näher als nötig an sich heran lassen, da es am Ende überhaupt nichts ändern täte. Außer dass ihre Arbeit darunter litt und ihr klarer sachlicher Verstand erneut die Kontrolle zu verlieren. Es nervte sie gewaltig dass dieses Problem wieder ein größeren Teil in ihrem Leben einnahm, zu Beginn der Tour gelang ihr das verdrängen deutlich besser.
Seufztend, im Ärger über sich selbst, schnürrte Mint ihre Sportschuhe zu und griff nach ihrer lila Sportjacke. Ausgestattet mit Trinkflasche und Kopfhörer setzte sie an das Zimmer zu verlassen. "How late?", brummte es hinter ihrem Rücken verschlafen. Um den Musiker nicht zu wecken war sie extra leise gewesen, scheinbar jedoch nicht leise genug. "Kurz vor sieben", drehte sie sich zu Michael um, von welchen nur ein lautes stöhnen kam. Mit verwuschelten braunen Haaren und die Bettdecken fast bis unter seine Nase gezogen lag er verkrochen zwischen den Kissen. Die Augen hielt er fest geschlossen. Ein kuffeliger Morgenmuffel, den sie liebend gerne kunddeln würde. "Ich wollte zum Sport. Magst du mit?" "Noo! never!", kam es wie aus der Pistole geschossen, verstört verzog er seine Gesichtszüge, als täte sie etwas absolut absurdes. Was in seiner Welt auch genauso war, "you carzy bosslady" Über seine Reaktion konnte sie nur herzlich lachen, dass sie verrückt sei haben ihr schon mehrere Seiten bestätigt, "Das merkst du erst jetzt. Dann Schlaf weiter Brummel. Geh ich halt anderen Männern den Kopf verdrehen", wandt Mint sich wieder der Tür zu, wo ihre Hand bereits die Klinke umgriff. Grunmelnd quittierte er ihre Aussage und drückte eins der Kissen auf seinen Kopf.
Unachtsam brachte die Tonfrau ihren Körper an die Grenzen jeglicher Schmerzen. Bis dieser nach: einer Stunde Krafttraining, einer Stunde Ausdauertraining und zum Abschluss dreißig Minuten Yoga, schließlich aufgab. Hektisch sog ihr Brustkorb den dringend benötigten Sauerstoff ein. Die Muskeln in ihren Beinen brannten derartig, dass sie kaum mehr gerade stehen konnte, von ihrem Zopf war nicht mehr als ein zerstörten Haufen geblieben und trotz allem strahlte ihr inneres eine gewisse Zufriedenheit aus. Durch die Reizung ihres gesamten Organismus blieb kein Platz um überflüssige Gedanken zu zerdenken. Ihr klarer Fokus lag auf Leipzig und dem Gespräch mit ihrer Schwester, nach einer wohlverdienten Dusche wollte Mint sich diesem sogleich annehmen. Je schneller es hinter ihr liegt umso besser. Die klare Linie zwischen Informationen wahrnehmen und diese näher an ihr Herz zu lassen war gezogen. Womit sie einmal mehr als kühler Roboter rüber kommen mag. Mint legte die lila Sportjacke um ihre Schultern und griff zu ihrer Wasserflasche, ein kräftiger Schluck, bevor sie den Weg zurück ins Zimmer beschritt. Als hätte ihr Training nicht bereits jegliche Energie von ihr gezogen, rannte sie im Eiltempo die Treppen in den siebten Stock hinauf, stehts dabei bedacht die Knie auch schön anzuziehen. Morgen dürfte die Tonfrau dann mit dem Folgen eines Muskelkaters leben, welchen sie im Augenblick wunderbar weiter hinaus forderte. Eventuell lag in ihrer Handlung eine gewisse Absicht, solange Schmerzen ihren Körper durchzogen konnte sie wenigstens mit gutem Gewissen davon ausgehen die Kontrolle über sich und ihren Körper zu besitzen.
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