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Ada hat mir ein kurzes, schwarzes Kleid geliehen, das sich eng an meinen Körper schmiegt. Es sitzt perfekt, fast zu perfekt, als wäre es für jemanden gemacht, der sich in dieser Welt auskennt. Am auffälligsten ist der tiefe Rückenausschnitt - wunderschön, aber gleichzeitig viel zu gewagt für mein Gefühl.
Milan und Katharina sind schon im Nelly's. Angeblich, damit es nicht auffällt, dass ich zu ihnen gehöre. Ada meinte sogar, es sei besser so, weil Milan mich in diesem Outfit niemals freiwillig aus dem Haus gelassen hätte.
Unten wartet bereits einer von Milans Männern auf mich. Ohne ein Wort bringt er mich direkt an der Schlange vorbei und hinein in den Club.
Wow.
Ich musste nicht einmal meinen Ausweis zeigen.
Kaum trete ich ein, verstehe ich sofort, warum dieser Laden so beliebt ist. Alles wirkt edel, stilvoll - kein überfüllter, stickiger Club wie sonst. Hier ist alles durchdacht: das Licht, die Musik, die Menschen.
Vor allem die Menschen.
Sie sehen alle gut aus. Zu gut.
Mein Selbstbewusstsein rutscht irgendwo tief unter den Boden, während ich mich plötzlich fehl am Platz fühle. Als wäre ich hier die Einzige, die nicht dazugehört.
Ich entdecke Drogo schon von Weitem. Milan sehe ich nicht.
Perfekt.
So wie ich es mir im Auto zurechtgelegt habe, tue ich so, als würde ich Drogo nicht bemerken. Ich setze mich an die Bar, bestelle mir etwas zu trinken und warte.
Und tatsächlich-
„Lucy. Ich hätte nicht gedacht, dich hier anzutreffen."
Seine Stimme ist ruhig, aber seine Nähe lässt meinen Körper sofort anspannen. Der Geruch von Alkohol vermischt sich mit seinem Parfum, schwer und intensiv.
Ich lächle unschuldig, beuge mich leicht nach vorne.
„Einen Sangria, bitte."
„Geht auf mich."
Er winkt dem Barkeeper zu, und Sekunden später steht das Glas vor mir.
Wir stoßen an. Unsere Blicke verhaken sich.
Er mustert mich, langsam, beinahe genüsslich, als würde er jedes Detail speichern.
„Milan hat mir nichts zu sagen", murmle ich und lasse meinen Finger über den Rand des Glases gleiten. Ein wenig Zucker bleibt an meiner Haut hängen, den ich mir spielerisch an die Lippen führe.
„Ich gehe, wohin ich will... und mache, was ich will."
Sein Blick wird dunkler.
„Du spielst, Lucy."
Ich lehne mich ein Stück näher zu ihm.
„Dann spiel doch mit."
Einen Moment lang zögert er.
Dann folgt er mir.
Auf der Tanzfläche ziehe ich ihn mit mir, drehe mich einmal um die eigene Achse und lasse mich in die Musik fallen. Sein Griff wird fester, als er meine Hand nimmt.
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Milan
RomanceLucy wird entführt - ohne Vorwarnung, ohne Erklärung, aus einem Leben, das ohnehin nie wirklich ihr eigenes war. Plötzlich befindet sie sich an einem Ort, an dem Regeln nicht mehr gelten und Menschen weniger wert sind als Geheimnisse. Gefangen in ei...
