Mafia/Romantik/Drama & nh bisschen Psycho
(Abgeschlossen)
14 Jahre habe ich dich groß gezogen.
Es wäre eine Verschwendung gewesen aus dir nicht den Mann zu machen, der einst dein Vater gewesen ist.
Sie sind beide tot, deine Mutter und dein Vater do...
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Es sind jetzt 8 Tage vergangen. 8 Tage bin ich schon hier gefangen und bis jetzt bin ich hier ganz alleine auf mich gestellt.
Milan habe ich nicht mehr gesehen. Tom schaut hin und wieder nach mir und bringt mir Essen. Ich habe angefangen, das Haus zu erkunden und sogar versucht, ein Buch zu lesen, aber ich hasse Bücher. Die anderen lassen mich zum Glück in Ruhe.
Es klopft an meiner Tür. Als ich sie vorsichtig öffne, kommt ungebeten Kackarina in mein Zimmer. Sie mustert mich von oben bis unten und trägt lediglich ein Hemd mit einem Parfum, das ich zu gut kenne. „Hör zu, du kleine Schlampe. Mag sein, dass du den Männern hier den Kopf verdrehst, aber ich bin hier der Sheriff. Lass die Finger von meinem Mili und wir kommen uns nicht gegenseitig in die Quere, ansonsten muss ich dich ausschalten." Völlig perplex habe ich meinen Mund geöffnet.
Sie wird immer gestörter. „Hat sich Hugos IQ auf dich übertragen?" Wenn ich nicht wüsste, dass sie mich wirklich umbringen würde, wäre meine Antwort anders ausgefallen, doch sie rupft nur mit der Nase und knallt mir die Tür wieder zu.
Da hat aber jemand einen Hormonüberschuss. Tom kommt verstört herein, aber lächelt mich mit Frühstück in der Hand an. Er hat sich für seinen vergriffenen Ton entschuldigt, wenigstens einer. Er hat mir sogar Schoko-Croissants geholt. Als ich die ersten Bisse zu mir nehme, lässt mich eine Frage nicht los. „Was ist aus Aaron geworden?" Tom schluckt seinen Bissen hinunter und seufzt.
„Ist, glaub ich, noch unten. Keine Ahnung, hab mit dem Scheiß nicht viel zu tun. Wieso?" Ich zucke nur mit den Schultern und versuche, mir es nicht anmerken zu lassen.
Aber ich werde wenigstens versuchen, Aaron hier zu befreien. Er muss nicht darunter leiden, dass ich gefangen bin. Wie geplant warte ich, bis Tom mit seinem Vater wegfährt. Da ich mich noch immer im Haus frei bewegen kann, schleiche ich mich hinunter in den Keller und öffne die Tür, die zum Glück von außen geöffnet werden kann.
„AARON!" Mein Herz macht einen Schlag, als ich ihn da sehe. Er sieht komplett verwahrlost aus. Mit einem Messer schneide ich seine Fesseln ab. Er schreit vor Schmerzen, so sehr haben die ihn zugerichtet. „Geh raus, aber sag nichts der Polizei. Ich will, dass wenigstens du frei bist, ja? Es tut mir alles so leid."
Er antwortet nicht und bewegt sich kaum, doch er ist bei Bewusstsein und realisiert, was ich tue. Plötzlich drückt er mich mit aller Kraft gegen die Wand und würgt mich. „ES IST ALLES DEINE SCHULD! WENN ICH DICH TÖTE, BIN ICH SOWIESO FREI!" Er drückt mich immer wieder gegen die Steinmauer, bis mir fast schwarz vor Augen wird. Tränen rinnen mir hinunter. Mit aller Kraft versuche ich, mich loszureißen, doch der schwarze Rand schließt sich immer mehr.
Und dann geht alles schnell.
Warme Spritzer prallen in mein Gesicht, als würde mich jemand mit heißem Quellwasser abspritzen. Ein eisiger Geruch liegt in der Luft. Meine Röhre wird frei, sodass ich langsam wieder bei Bewusstsein werde und das laute Piepen in meinem Ohr abnimmt. Auf dem Boden liegt ein toter Aaron, seine Blutlache breitet sich so sehr aus, dass ich fast damit in Berührung komme. Mir wird schlecht, ich bekomme keine Luft. Als ich hochsehe, bemerke ich eine große dunkle Gestalt. Das Licht hier ist gedämpft. Es ist Milan.
„Du... er... Aaron... du hast ihn getötet..." Mein Schreien fühlt sich wie ein Flüstern an. Als ich aufstehen will, drohe ich wieder zusammenzusacken, aber Milan fängt mich auf und trägt mich in seinen Arm.
„Es tut mir leid, dass du dir sowas ansehen musst. Aber er hätte dich sonst getötet, und da du ein Kamikaze bist, spricht das gegen deinen Kodex." Er nimmt die Sache auf die leichte Schulter und lacht sogar darüber.
„Zu früh für Witze. Lucy, ist alles in Ordnung?" Ich fange an zu weinen. Milan verfrachtet mich zu mir aufs Bett. Die Haushälterin von letztens kommt dazu und redet wütend in einer anderen Sprache auf ihn ein. Aber ich verstehe sowieso nichts. Alles ist so gedämpft, als hätte ich Watte im Ohr. Das Piepen vom Schuss ist immer noch zu hören.
Er hat ihn einfach getötet, ihm in den Kopf geschossen.
Die Dame überprüft mein Wohlbefinden, misst meinen Puls, beobachtet meinen Hals und spricht vorsichtig auf mich ein. Ich lege mich geschockt hin und lasse die Bilder vor meinen Augen immer wieder Revue passieren, bis mir schwarz vor Augen wird.
~
Der Schrei, das Piepen, der Schuss, das Blut.
Alles wiederholt sich im Schlaf, wieder. Und wieder. Meine Tränen laufen ununterbrochen. Mein ganzes Kissen ist nass. Um mein Schluchzen zu unterdrücken, halte ich mir die Decke vor den Mund. Plötzlich höre ich, wie die Tür aufgeht und jemand in mein Bett steigt.
Vorsichtig, als wäre ich aus Porzellan, zieht mich Milan an seinen warmen Körper. Ich schweige und tue mal nicht so, als wäre Milan mein Entführer oder auch der größte Arsch.
Als ich mich an seiner Wärme gewöhne und mich sogar ein wenig wohlfühle, bekomme ich meine Stimme wieder. „Wieso, Milan?"
„Dass ich deinen Freund getötet habe oder dass ich in dein Bett steige, das sowieso eigentlich mir gehört."
Er hat Aaron getötet, um mich zu retten. „Du schreist die ganze Zeit. Außerdem... hätte ich mir damals auch gewünscht, dass jemand da wäre." Seine Worte lasse ich ins Leere gehen. Ich tue so, als wüsste ich von nichts. Er würde sich sowieso wieder nur aufregen, und mir geht es gerade irgendwie besser.
Und das will ich nicht zerstören. Ich lege meinen Arm um seinen Bauch. Seine Muskeln fühlen sich hart an. Mit meinem Finger zeichne ich die ganzen Tattoos auf seinem Oberkörper nach, bis es plötzlich Milan ist, der Gänsehaut bekommt.
Aber so seltsam die Situation ist.
Ich finde ruhig in den Schlaf, ohne weitere Albträume.
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