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„Ich hätte dir vieles zugetraut, aber nicht das." Mit voller Wucht knallt er die Tür hinter sich zu. In seinen Augen lodert ein dunkles, gefährliches Feuer, das mir sofort eine Gänsehaut über den Rücken jagt. Im nächsten Moment drückt er mich gegen die Wand, so fest, dass mir kurz die Luft wegbleibt.
„Na? Hattest du Spaß mit ihm?" Seine Stimme ist leise, aber schneidend. Sein ganzer Körper presst sich gegen meinen, schwer, warm, erdrückend.
„Milan, ich bekomme keine Luft..." bringe ich mühsam hervor. Er riecht stark nach Alkohol - eindeutig mehr als nur ein, zwei Drinks.
„Lass sie los, Boss, du musst dich beruhigen", murmelt ein Mitarbeiter vorsichtig, der das Ganze wohl die ganze Zeit beobachtet hat.
Langsam, fast schon bedrohlich ruhig, dreht sich Milan zu ihm um. Der Mann macht instinktiv einen Schritt zurück, als hätte er gerade einem Raubtier zu nahe gestanden.
„Ach ja? Ich muss mich beruhigen?" Seine Stimme ist plötzlich eiskalt.
Der Mitarbeiter - dunkle Haare, gesenkter Blick - wirkt wie ein geprügelter Hund. „Denk immer daran... deine Eltern würden nicht wollen, dass du so bist."
Es ist, als würde in Milan ein Schalter umgelegt werden.
Ohne Vorwarnung schlägt er zu.
Seine Faust trifft den Mann mitten ins Gesicht. Ein harter, dumpfer Laut erfüllt den Raum. Der Kampf, der darauf folgt, ist einseitig - Milan gewinnt ihn ohne Mühe. Doch er hört nicht auf.
Der Mann liegt längst am Boden, aber Milan tritt weiter auf ihn ein.
Immer wieder.
Bis ich schließlich dazwischengehe.
„VERFICKTE SCHEISSE! KEINER HAT MIR HIER WAS ZU SAGEN!" schreit er, während er erneut ausholt.
„Und du ziehst sie nie wieder in sowas rein." Er zeigt mit dem Finger auf den am Boden liegenden Mann, der sich kaum noch bewegt.
Polly stürmt herein und versucht, die Situation zu beruhigen. „Milan, du solltest dich wirklich ein wenig beruhigen. Er hat sicher nicht darüber nachgedacht..."
In solchen Momenten ist es klüger, keinen Schuldigen zu suchen. Ich halte mich zurück, bleibe still, unauffällig.
Unsichtbar.
„Du kommst jetzt mit." Ohne zu zögern greift er nach meiner Hand und zieht mich mit sich.
Wir betreten einen Raum, den ich noch nie gesehen habe.
Sein Zimmer.
Und es ist riesig.
So groß, dass man problemlos darin wohnen könnte. Er schließt die Tür hinter uns ab, geht zu einem Sessel und lässt sich schwer hineinfallen. Seufzend greift er nach einer Flasche, schenkt sich etwas ein und reicht mir wortlos ebenfalls ein Glas.
„Ich hab die Kontrolle verloren. Dumm gelaufen."
Ich sage nichts. Nehme nur einen Schluck.
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Milan
RomansaLucy wird entführt - ohne Vorwarnung, ohne Erklärung, aus einem Leben, das ohnehin nie wirklich ihr eigenes war. Plötzlich befindet sie sich an einem Ort, an dem Regeln nicht mehr gelten und Menschen weniger wert sind als Geheimnisse. Gefangen in ei...
