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Ich will hier nicht bleiben.
Der Gedanke allein schnürt mir die Kehle zu. Er hat mich einfach in eine fremde Stadt verfrachtet, zu fremden Menschen, ohne mich zu fragen, ohne mir eine Wahl zu lassen.
So nicht.
„Was weißt du über den Hausherrn?", frage ich scharf und trete einen Schritt näher auf Lisha zu. „Wenn du keinen Ärger willst, solltest du langsam anfangen, Klartext zu reden."
Sie rollt genervt mit den Augen, als wäre ich das Problem in dieser Situation.
„Wo bin ich hier gelandet...", murmelt sie mehr zu sich selbst, wirft sich die Haare nach hinten und schaltet den Fernseher aus, der leise im Hintergrund lief.
Dann sieht sie mich wieder an, diesmal etwas ernster.
„Ich weiß wirklich nichts. Und ganz ehrlich? Was auch immer dir passiert ist - sei froh, dass es vorbei ist. Du hast hier die Chance auf einen Neuanfang."
Ein bitteres Lachen entweicht mir.
Einen Neuanfang?
Ich hätte gern selbst entschieden, wie dieser aussieht.
„Ich muss los, meine Vorlesung beginnt gleich", sagt sie knapp und schnappt sich ihre Tasche.
Bevor ich noch etwas erwidern kann, fällt die Tür hinter ihr ins Schloss.
Ich starre einen Moment lang ins Leere.
Sie weiß mehr. Ganz sicher.
Langsam drehe ich mich um und beginne, die Wohnung genauer zu mustern. Mein Blick bleibt an einem ordentlich verpackten Päckchen auf dem Schreibtisch hängen.
Zögernd gehe ich darauf zu.
Ein ungutes Gefühl breitet sich in mir aus, während ich es öffne.
Ein Handy.
Natürlich.
Und diesmal... tatsächlich ordentlich verpackt.
Meine Hände zittern leicht, als ich es einschalte. Es dauert mir viel zu lange, bis der Bildschirm endlich aufleuchtet.
Kaum ist es so weit, erscheint auch schon eine Nachricht.
Mein Herz schlägt schneller, während ich sie öffne.
„Akzeptiere es."
Mehr nicht.
Kein Name. Keine Erklärung.
Nichts.
Wütend tippe ich auf die Nummer und versuche, sie anzurufen.
„Kein Anschluss unter dieser Rufnummer."
Ich presse die Lippen aufeinander.
Was auch immer er sich dabei gedacht hat... es läuft gewaltig schief.
Ohne weiter nachzudenken, schnappe ich mir meine Sachen und stürme aus der Wohnung.
Die frische Luft trifft mich wie ein Schlag, doch ich laufe einfach weiter, ohne nach links oder rechts zu schauen.
Ein lautes Rufen ertönt hinter mir.
„HAST DU TOMATEN AUF DEN AUGEN!"
Ich bleibe kurz stehen, drehe mich halb um - verstehe aber kein Wort.
Die Sprache klingt hart, abgehackt.
Und irgendwas mit Tomaten?
Großartig.
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Milan
RomanceLucy wird entführt - ohne Vorwarnung, ohne Erklärung, aus einem Leben, das ohnehin nie wirklich ihr eigenes war. Plötzlich befindet sie sich an einem Ort, an dem Regeln nicht mehr gelten und Menschen weniger wert sind als Geheimnisse. Gefangen in ei...
