Mafia/Romantik/Drama & nh bisschen Psycho
(Abgeschlossen)
14 Jahre habe ich dich groß gezogen.
Es wäre eine Verschwendung gewesen aus dir nicht den Mann zu machen, der einst dein Vater gewesen ist.
Sie sind beide tot, deine Mutter und dein Vater do...
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Ich will hier nicht bleiben. Er hat mich einfach in eine fremde Stadt mit fremden Menschen gesteckt. So nicht!
„Was weißt du über den Hausherrn? Lisha, wenn du keine Schwierigkeiten haben willst, solltest du endlich Klartext reden!" Lisha rollt mit den Augen.
„Wo bin ich hier gelandet?" murmelt sie, wirft ihre Haare nach hinten und schaltet den Fernseher aus, der im Hintergrund läuft. „Ich weiß nicht mehr, wirklich nicht. Was auch immer dir damals passiert ist, sei froh, dass es vorbei ist und du die Chance auf etwas Neues hast."
Ich hätte gerne mitbestimmt, wie mein Neuanfang aussehen sollte. Das kann ich nicht akzeptieren...
„Ich muss jetzt los, in einer Stunde beginnt meine Vorlesung." Sie knallt die Tür hinter sich zu. Ich bin mir sicher, dass sie mehr weiß, als sie zugibt.
Ich beschließe, mich umzusehen. Auf dem Schreibtisch steht ein schön verpacktes Päckchen.
Zögerlich packe ich es aus; es ist ein Handy.
Diesmal ist es besser verpackt.
Als ich es anschalte, zittere ich vor Aufregung. Es geht mir nicht schnell genug.
Kaum leuchtet der Bildschirm auf, erscheint auch schon eine Nachricht. Ungeduldig öffne ich sie.
„Akzeptiere es."
Ich versuche, die Nummer anzurufen...
„Kein Anschluss unter dieser Rufnummer."
Was auch immer er vorhat, es läuft gewaltig schief. Ohne weiter nachzudenken, stürme ich aus der Wohnung. Als ich ohne zu schauen auf den Bürgersteig laufe, höre ich hinter mir ein Geräusch.
„~HAST DU TOMATEN AUF DEN AUGEN~."
Aber ich verstehe die Sprache nicht. Es klingt auf jeden Fall abgehackt.
Und als würde er von Tomaten sprechen. Die vielen Leuchtreklamen erscheinen mir fremd; die Logos kommen mir bekannt vor, aber ich kann nicht verstehen, was da steht.
Und das soll alles zu meiner Sicherheit sein? Ich habe von niemandem die Nummer, wie soll ich mit jemandem in Kontakt treten, dessen Vornamen ich nur kenne?
Ich steige in ein Taxi und sage nur das Wort „Flughafen", in der Hoffnung, dass der Fahrer weiß, wohin ich will. Im Radio spielt Musik in einer Sprache, die ich wenigstens verstehe.
Das beruhigt mich ein wenig. Der Wagen hält an; zum Glück hat er verstanden, wohin er fahren soll.
Ich gebe ihm einen Geldschein, den Milan mir in meinen Klamotten hinterlassen hat.
Es ist hier riesig; wo wollte ich gleich nochmal hin?
Am besten suche ich einen Angestellten, vielleicht kann er mir helfen, nach Amerika zu kommen. Ich ziehe meine Kapuze über den Kopf und gehe zur Rezeption.