Mafia/Romantik/Drama & nh bisschen Psycho
(Abgeschlossen)
14 Jahre habe ich dich groß gezogen.
Es wäre eine Verschwendung gewesen aus dir nicht den Mann zu machen, der einst dein Vater gewesen ist.
Sie sind beide tot, deine Mutter und dein Vater do...
Hoppla! Dieses Bild entspricht nicht unseren inhaltlichen Richtlinien. Um mit dem Veröffentlichen fortfahren zu können, entferne es bitte oder lade ein anderes Bild hoch.
5
Lucy
Ich habe nicht sonderlich viel Ruhe gehabt. Die ganze Zeit über hat es sich so angefühlt, als würde jemand schreien. Die Schreie haben mich verfolgt.
Oder es liegt einfach an dieser ekeligen Pille, die mir Milan gegeben hat. Die Tür öffnet sich langsam, sofort gehe ich in Angriffsstellung. „Keine Panik, ich bin's nur."
Ein blonder Junge mit blauen Augen, der Junge, der immer bei Pablo und Hugo dabei ist, kommt auf mich zu.
Zwar hat er bei der Entführung geholfen, aber nie etwas Böses gesagt oder, abgesehen von der Scheiße, die er hier unterstützt, nichts getan. Er hat ein Tablett in der Hand. Es sieht traumhaft aus mit Obst, Croissants und sogar Joghurt.
Wann habe ich zuletzt etwas Vernünftiges gegessen?
Er stellt das Tablett direkt mir gegenüber und setzt sich zu mir. „Lucy, richtig?" Er lächelt mich an, doch das erweckt nicht gerade mein Vertrauen, weshalb ich nur zusammengekauert mit dem Kopf nicke. „Ich bin Tom. Ehm... Xaviers dritter und jüngster Sohn." Das sagt er, als wäre es eher eine Strafe. „Wie auch immer... du solltest etwas essen." Ich schüttle den Kopf. Als ob ich von denen etwas esse...
Aber mein Magen...
„Ich verspreche dir, da ist nichts vergiftet. Du musst essen und zu Kräften kommen. Ich mache dir einen Vorschlag: Du isst, und ich beantworte dir die Fragen, die du hast." Ich nicke vorsichtig mit dem Kopf und greife vorsichtig nach dem Tablett.
Was esse ich zuerst?
„Keine Fragen?" Ich habe mir bereits das Croissant in den Mund gesteckt. Ach ja, da war ja was. „Warum bin ich hier?"
Er sieht mich ernst an, fängt aber wieder an zu lächeln. Er lächelt irgendwie andauernd. So viel Freundlichkeit bin ich nicht gewohnt. „Hugo und Pablo hatten mal wieder eine Idee, die Vater wohl nicht so gut fand. Ob du es glaubst oder nicht. Ich sage dir so viel: Deine Eltern waren Konkurrenten für meinen Vater. Durch dich wollten sie die Konkurrenz ausschalten, doch in der Regel sind das nicht unsere Pläne." Also bin ich nur hier, weil die beiden Vollidioten nach Lust und Laune gehandelt haben?
Vor allem verstehe ich nicht, wieso meine Eltern eine Konkurrenz für Xavier sind. „Habt ihr auch eine Pizzeria?" Tom lacht und legt seinen Kopf nach hinten.
„Nein, es ist etwas anderes..." Grübelnd setze ich meinen Kopf schief. Was könnte es denn sein? „Warum bist du so nett zu mir?" Er klaut sich eine Weintraube und legt sie sich in den Mund. „Weil ich das Ganze hier sowieso nicht gutheiße. Das alles hier dreht irgendwann durch."
„Das genügt, Tom. Danke dir für die tolle Unterhaltung." Unterbricht uns plötzlich Milan und kommt einige Schritte auf mich zu. Auf den habe ich gar keine Lust. Tom steht auf und verlässt den Raum ohne ein weiteres Wort. Schade. Ich hätte mich gerne länger mit ihm unterhalten.