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Ihr kleiner, zierlicher Körper ist in diese viel zu große Decke eingewickelt, als würde sie darin einfach verschwinden.
Ein paar Strähnen liegen wirr in ihrem Gesicht, ihre Atmung ist ruhig, gleichmäßig - und allein dieser Anblick bringt mich mehr runter, als er sollte.
Und gleichzeitig treibt er mich in den Wahnsinn.
Ich spüre sofort, wie mein Körper reagiert. Viel zu deutlich. Ich richte mich unauffällig in der Jogginghose, wobei „unauffällig" hier eigentlich das falsche Wort ist, und lasse mich neben ihr auf die Couch sinken.
Wie gern würde ich sie einfach hier behalten. Genau hier.
Der Gedanke daran, sie unter mir zu haben, sie festzuhalten, sie komplett aus der Kontrolle zu reißen, schießt mir durch den Kopf - und ich muss mich zusammenreißen, nicht komplett die Beherrschung zu verlieren.
Ich sollte das lassen.
Ich weiß das.
Und trotzdem bewege ich mich keinen Zentimeter weg.
Als ich mich neben sie setze, rückt sie wie von selbst näher, kuschelt sich ohne nachzudenken an mich.
Ich halte kurz inne.
Diese Sanftheit... passt nicht zu dem Chaos in meinem Kopf.
Trotzdem lasse ich es zu. Meine Hand wandert wie automatisch in ihr Haar, ich streiche langsam hindurch, und sie gibt ein leises, zufriedenes Geräusch von sich.
Großartig.
Jetzt ist es endgültig vorbei mit meiner Selbstbeherrschung.
„Lucy..." murmle ich leise. „Willst du aufstehen und frühstücken oder weiterschlafen?"
Sie blinzelt verschlafen, ihre Lider schwer, ihr Blick noch völlig benommen. Erst runzelt sie die Stirn, dann reibt sie sich langsam die Augen.
„Egal..." nuschelt sie und lehnt sich wieder an mich, spielt dabei gedankenverloren mit meiner Hand.
Ich spüre jede noch so kleine Bewegung.
Jede.
Ihre Haare kitzeln mein Gesicht, ihre Wärme ist direkt bei mir, und ich frage mich ernsthaft, warum etwas so Simples wie Kuscheln sich gleichzeitig so gut und so verdammt unerträglich anfühlen kann.
Weiß sie eigentlich, was sie mit mir macht, wenn sie einfach so ihre Hand auf meinen Oberschenkel legt?
„Soll ich dir helfen, wach zu werden?" flüstere ich dicht an ihrem Ohr.
Ich sehe sofort, wie sich eine leichte Röte auf ihren Wangen ausbreitet.
Langsam vergrabe ich meine Hand in ihren Haaren und ziehe ihren Kopf ein Stück nach hinten, sodass sie mich ansehen muss.
„Ich will, dass du genau jetzt meinen Schwanz reitest", murmele ich leise.
Sie gibt mir einen leichten Schlag gegen die Schulter, versucht das Ganze runterzuspielen.
„Träum weiter."
Natürlich.
Ich lasse mich davon nicht beeindrucken, lasse meine Hand tiefer wandern - und sie zieht scharf die Luft ein.
Keine Gegenwehr.
Nur dieses verräterische Zittern.
„Nehmt euch ein Zimmer", kommt es plötzlich genervt von der Seite.
Tom.
Perfektes Timing.
Lucy entzieht sich mir sofort, als hätte jemand einen Schalter umgelegt, und richtet ihre Aufmerksamkeit komplett auf ihn.
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Milan
RomanceLucy wird entführt - ohne Vorwarnung, ohne Erklärung, aus einem Leben, das ohnehin nie wirklich ihr eigenes war. Plötzlich befindet sie sich an einem Ort, an dem Regeln nicht mehr gelten und Menschen weniger wert sind als Geheimnisse. Gefangen in ei...
