Mafia/Romantik/Drama & nh bisschen Psycho
(Abgeschlossen)
14 Jahre habe ich dich groß gezogen.
Es wäre eine Verschwendung gewesen aus dir nicht den Mann zu machen, der einst dein Vater gewesen ist.
Sie sind beide tot, deine Mutter und dein Vater do...
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„Wir sind übrigens morgen auf einer Beerdigung." sagt er begeistert und grinst schmutzig.
Ich greife nach seinem Arm und ziehe Milan zu mir. „Du willst doch nicht wirklich zu Katharinas Beerdigung?! Meinst du das ernst... Hey, bleib stehen!" Er läuft einfach weiter und ignoriert mich.
„MILAN, MEIN FREUND." lacht Mayson und breitet seine Arme aus. „Und seine wunderbare Freundin Mauzi."
„Lucy, du Knecht!" brumme ich genervt und ignoriere seinen Handschlag. Er sieht mich böse an, aber lässt es dann sein. Gut so.
„Du kannst froh sein, wer dein Freund ist, sonst wärst du schon längst in irgendeiner Gosse!" Okay, er ignoriert mich doch nicht. Aber Milan tut es.
„Hast du nicht gesagt, ich zitiere: ‚Ich bin nicht so ein krankes Schwein wie mein Vater und entführe meine Frauen. Im Grunde genommen sieht es so aus, als würde ein noch Krankerer vor mir sitzen. Einfach, weil du es dir nicht eingestehst, mein Freund. Du bist wie er.'" Er ruft den Kellner und bittet um einen Zigarrenschneider.
Milan lehnt sich überheblich zurück und muss fast lachen. Sein Vater muss ein sehr anstrengender Mensch gewesen sein.
Arme Maya.
„Sieht so jemand Entführtes aus?" sagt Milan und deutet mit einem Nicken in meine Richtung. „Lass dir keinen Unsinn einreden. Ich werde hier gegen meinen Willen festgehalten." verteidige ich mich und verschränke die Arme. Ich tippe den Kellner an.
„Rufen Sie bitte die Polizei." Der Kellner schaut mich an und lacht.
„Wieso tust du dir so etwas Anstrengendes an?" seufzt Mayson und reibt sich über die Stirn. Milan sieht mich eindringlich an und streichelt mir kurz über die Wange.
„Sie ist süß." sagt er. Allein das reicht, um mich in Verlegenheit zu bringen und zum Schweigen zu bringen.
„Ich verstehe. Ja, das ist sie." Mayson zündet seine Zigarre an und stimmt ihm zu.
„Ja, okay. Ich werde so tun, als hätte ich es auf Drogo abgesehen. Im Gegenzug erwarte ich 30 % und du musst mit meiner Tochter zu ihrem Abschlussball."
„Abgelehnt." rufe ich dazwischen und balle eine Faust.
Beide sehen mich verblüfft an. Habe ich wirklich so reagiert? Hilfe. Aber ernsthaft, als ob sie einen Abschluss hat.
Und wieso muss Milan mit ihr dorthin? Mit Milan, Mr. „Ich erschieße meine Ex und richte vorher die Knarre auf meine Neue."
„Wissen Sie, warum wir morgen zu einer Beerdigung gehen? Weil Katharina erschossen wurde. Wollen Sie, dass Ihre Tochter auch so endet?"
„Okay, das reicht." brummt Milan und steht auf. „Tut mir leid, Mayson, ich bin sofort wieder da." Milan packt grob meinen Arm und schleift mich aus dem Laden.
„Spinnst du? Ist das dein ernsthaftes ernst? Du hast eine Aufgabe. Schweigen. Einfach nur Schweigen und wie ein schönes Schmuckstück neben mir sitzen." Ich runzel wütend die Stirn und versuche, mich durchzusetzen.
„Halt die Klappe!" fügt Milan hinzu und zeigt ermahnend mit dem Finger. Ich komme nicht zu Wort.
Er schubst mich zu einem seiner Männer, die mich zu einem Auto bringen. Wir gehen an Milans Wagen vorbei, ich versuche, während meines Verschlepptwerdens zu schlagen.
Milan sieht das.
Okay, ich glaube, ich habe jetzt endgültig den Bogen überspannt.
Aber es macht Spaß.
Zum Abschied zeige ich ihm noch einen schönen Mittelfinger.
„Du bist echt tot." seufzt einer von Milans Männern und schüttelt hilflos den Kopf.
„So fühle ich mich auch momentan... tot." flüstere ich deutlich, und meine Wut schwindet plötzlich. Es ist einfach nur anstrengend.
Ich drehe durch. Ich drehe wirklich durch. Auf eine Beerdigung gehen. Eine verdammte Beerdigung.
Auf ihre!
Mein Kopf tut weh, ich habe Kopfschmerzen.
Und ich will einfach nur ins Bett.
In meinem vermeintlichen Versteck wurden mir rechtzeitig die Augen verdeckt, sodass ich den genauen Ort nicht erkennen kann. Nach einer Weile höre ich nicht einmal mehr die Geräusche der fahrenden Autos, sondern nur das Zirpen der Grillen.
Erschöpft lasse ich mich aufs Bett fallen.
Ich weiß nicht, ob Milan noch kommt. Die Ruhe tut mir gerade ganz gut.
Nach einem Versuch zu duschen, der mir verweigert wird, bis Milan wieder da ist, beschließe ich, mich einfach hinzulegen und die Augen zu schließen.
Schließlich finde ich schnell in den Schlaf.
~
Am nächsten Morgen werde ich durch ein Klopfen wach. Es will einfach nicht aufhören. „Jaaaaa." murmel ich genervt und reibe mir die Augen.
Ich sehe noch etwas verschwommen, aber ich erkenne deutlich, wer an der Tür steht. „Macht euch fertig. Wir müssen in einer Stunde los... ich dachte, ihr wärt schon fertig!" beschwert sich Tom und knallt die Tür wieder zu.
Als ich mich aufrichte, merke ich, dass ich die ganze Zeit an Milan gekuschelt habe. Er bewegt sich fluchend und zieht sich die Decke über den Kopf.
„Ich mache schon keinen zivilen Job und kann trotzdem nie ausschlafen." Wann hat er sich zu mir gelegt? „Stell dir vor, ich würde gerne arbeiten, aber mir wird das leider nicht gestattet!" Er öffnet verschlafen seine Augen; plötzlich sieht er aus wie ein kleiner verträumter Junge.
Irgendwie süß. „Kannst du nicht mal etwas anderes als ständig herumheulen, Lucy?"
„Kannst du nicht mal etwas anderes als ständig schlechte Laune haben, Mili?"
Mili.
Da ist es wieder. Milan richtet sich ebenfalls auf und fährt mir mit einer Hand durchs Haar. Sein Griff wird fester, er zieht mich zu seinen Lippen und küsst mich.
Sofort geht mein Körper in Flammen auf, mein Herz schlägt wie verrückt und mein Bauch kribbelt.
Ich versuche, mich zu widersetzen, kann aber nicht anders, als es irgendwie zu genießen. Ich glaube, das könnte ich den ganzen Tag machen.
Anders als gestern ist dieser Kuss friedlich und scheint alles Geschehene wiedergutzumachen. Verspielt rücke ich näher an ihn heran und seufze nervös, als er mir eine kleine Atempause gewährt.
„Morgen." sagt er zufrieden und lächelt leicht. Der Glanz in seinen Augen lässt mich schmelzen. Was ist plötzlich los mit Milan? „Hi." sage ich benebelt und blinzle irritiert, als hätte er meine Schutzblase zerstört.
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