Mafia/Romantik/Drama & nh bisschen Psycho
(Abgeschlossen)
14 Jahre habe ich dich groß gezogen.
Es wäre eine Verschwendung gewesen aus dir nicht den Mann zu machen, der einst dein Vater gewesen ist.
Sie sind beide tot, deine Mutter und dein Vater do...
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Milan legt auf und schmeißt sein Handy auf die Mittelkonsole.
„Nachdem wir meine Freunde getroffen haben, müssen wir zurück. Spätestens morgen. Ich muss morgen nach Hawaii."
„Hawaii?"
„Ja, Hawaii. Ich bin mit Katharina im Urlaub. Ich lerne ihre andere Familie dort kennen." Ich runzle ungläubig meine Stirn.
Ich verstehe nichts mehr.
„Du bist ein richtig komischer Mensch, Milan. Hat dir das jemand mal gesagt? Wieso gehst du mit ihr?" Er nickt.
„Ja, er wurde direkt erschossen. Aber mittlerweile verstehe ich mich selbst nicht mehr, also mache ich dir keinen Vorwurf." Ich nicke und balle unbemerkt eine Faust. Umso schlimmer wird der Drang, wieder abzuhauen. Er verdrängt meine Frage. Also muss er ja etwas für Katharina empfinden.
Das wird hier alles zu gefährlich. Vor allem meine Reaktionen. Ich bin krank. Ich brauche Hilfe. „Wir sind da. Falls jemand fragt, du bist Hugos Zukünftige und ich passe kurz auf dich auf." Ich will meinen Mund spöttisch heben, doch er legt meine Hand drauf.
„Wag es dich." Ich beiße mir auf die Zunge. Milan öffnet mir die Tür und hilft mir auszusteigen. Das Auto ist auf ein großes Grundstück gefahren. Wem gehört es wohl? „Levin." Milan gibt seinem Kumpel freundschaftlich die Hand und klopft ihm kurz auf den Hinterkopf.
„Lucy, du bist auch hier?" Levin sieht abwechselnd zu uns. „Die Kleine ist Hugo versprochen, also mach dir nicht so viele Hoffnungen."
Er verzieht sein Gesicht. Ja, mein Inneres kommt mir auch gleich hoch, Levin. „Echt, Hugo?"
„Ja, mein Herz gehört ihm. Er ist mein Ein und Alles." säusele ich. Milan hört die Ironie heraus und muss sich ein Lachen verkneifen. So ein mieses Arschloch.
Wieso sagt er nicht einfach die Wahrheit? „Naja, kommt erstmal rein. Meine Eltern sind heute nicht da." „Sind die anderen auch schon da?" Levin nickt und führt uns in sein Haus.
Als wir hereinkommen, sitzt ein kleiner Kreis von jungen Leuten auf dem Sofa; sie müssten genauso alt sein wie wir. „Schaut mal, wen ich gefunden habe." Levin präsentiert Milan, der sich gerade einen Ast abfreut, die Leute zu sehen.
Irgendwie süß.
Drei Mädchen sind dort, zwei stehen auf und werfen sich ihm um den Hals. „Hallo Nessi, lange nicht mehr gesehen." Nessi drückt sich an seinen Arm und sieht beeindruckt aus.
„Wow, nimmst du Wachstumshormone?" Milan zuckt mit den Schultern und trägt seinen Flirtblick auf. „Alles Natur, Baby." Das andere Mädchen fängt ebenfalls an zu kichern, doch beide stoppen, als sie mich sehen.
Naja, sie bemerken mich, weil ich meinen Würgereiz nicht unterdrücken konnte. „Wer ist das?" Milan wendet sich zu mir und legt einen Arm um meine Schulter.
„Hugos Flamme. Lucy. Lucy, das sind meine Freunde."
„Hugo?" lacht ein anderer, der sich als Jan vorgestellt hat.
„Nein, Elvis." korrigiere ich.
„Lass die Scheiße. Du erniedrigst mich." zische ich ihm leise zu, doch er ignoriert mich und schmiegt sich an diese Nessi. Wir setzen uns alle hin, Levin hat sich zu mir gesetzt und sieht mich so an, als würde er versuchen, mich wie ein Buch zu lesen. „Glaubt mir, Leute, auf Milans Hochzeit hat keiner was verpasst." lacht er und kippt ein paar Kurze ein.
„Zu schade, einer weniger auf dem Markt." seufzt Nessi, doch Milan streichelt ihr über die Wange. „Nicht für dich." Sie kommen sich näher; das, was ich hinter mir wahrnehme, ist absolut ekelhaft.
Wieso schmeißt er sich so an diese Trulla heran? „Lucy, kann ich dich kurz sprechen?"
„Wenn Hugo hier wäre, würde er es nicht feiern, dass du seine Frau stiehlst." lacht Jan, doch Levin verdreht die Augen und gibt mit einem Kopfnicken zu verstehen, in welche Richtung wir gehen. „Ach Hugo, ich bitte euch, er hat selbst Angst vor Eichhörnchen. Der Typ hat keinen Respekt verdient. Also, wollen wir, Lucy?" Ich stehe auf und gehe mit Levin etwas weiter weg. Sie sehen uns aus der Entfernung, aber hören uns nicht.
Ich lehne mich an eine Wand, Levin lehnt eine Hand dort an und betrachtet mich. „Du gehörst nicht Hugo."
Ich zucke mit den Schultern. „Doch, merkst du nicht, wie viel er mir bedeutet?" Ich muss bei meiner Aussage fast lachen. „Ich habe euch damals gesehen. Und ich sehe euch jetzt."
Ich sehe zu Milan, der immer noch mit Nessi und dem anderen Mädchen flirtet. Doch etwas ist anders. „Du solltest dir eine Brille zulegen; da ist nichts." Levin lacht und greift sich eine meiner Haarsträhnen. „Auch Blinde spüren eure Anziehungskraft. Er flirtet mit den Mädchen aus geschäftlichen Gründen. Leo, Nessis Vater, ist ein einflussreicher Mann." Ich gebe einen ächtlichen Laut von mir.
„Das ist mir doch egal?" Levin legt einen Finger auf meine Lippe und flüstert mir etwas zu. „Spiel mit, ich beweise dir das Gegenteil." Irritiert blinzel ich, doch Levin lehnt sich plötzlich zu mir und presst seinen Körper an meinen.
Ich bin nervös. Zwar fühle ich mich nicht bedrängt, doch irgendetwas sorgt für große Unruhe in mir. „Lass die Finger von ihr, Levin." kommt es plötzlich von der Seite.
Er steht tatsächlich hier. Und er sieht nicht glücklich aus. „Ach komm schon, Milan, sei ein guter Freund. Du hasst Hugo genauso wie ich." Milans Blick hat sich verdunkelt. Er hat eine Faust geballt.
„Oder ist es, weil sie eigentlich dir gehört? Ich gebe dir einen Tipp, mein Freund. Du kannst nicht alles haben. Und nicht alles tun und erwarten, dass das alles keine Konsequenzen hat." Levin geht auf Abstand und nähert sich nun Milan. „Okay, scheiße." zischt der Mafiosi und zeigt mit dem Finger auf mich.
Er stottert irgendetwas Unverständliches. „Nessi. Ich will deinen Vater sprechen." Nessi runzelt enttäuscht ihre Stirn.
„Natürlich willst du das. Als ob du jemals ernsthaft Interesse an mir haben könntest." seufzt sie traurig. Milan trifft es nicht mal ein bisschen.
So viel interessieren ihn Gefühle.
„Ich hätte dir wenigstens einen Blasen können." brummt sie weiter, und Milan reibt sich genervt über die Stirn. „Ja, vielleicht kommen wir später dazu. Jetzt will ich mit deinem Vater reden."
Wieso lässt sie sich die Art von ihm gefallen? Zufrieden hebt sie ihren Hintern und tippt auf ihrem Handy herum, dann reicht sie es Milan und leckt sich über die Lippen.
„In 30 Minuten." Dann sieht sie genervt zu mir. „Muss sie mit?"
„Ja, ich muss mit. Wer weiß, was mir sonst passiert? Stell dir mal vor, hier brechen welche ein und töten mich. Wer teilt es meinem Hugo-Schatz mit? Das will ich mir gar nicht ausmalen... seine Trauer... wer wäscht dann seine Unterhosen mit parfumfreien Öko-Waschmittel...?" Beide sehen ziemlich verwirrt zu mir. Wahrscheinlich habe ich mich zu sehr in die Sache hineingesteigert.
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