Mafia/Romantik/Drama & nh bisschen Psycho
(Abgeschlossen)
14 Jahre habe ich dich groß gezogen.
Es wäre eine Verschwendung gewesen aus dir nicht den Mann zu machen, der einst dein Vater gewesen ist.
Sie sind beide tot, deine Mutter und dein Vater do...
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3
Ich werde von lauten Diskussionen wach. Ich sehe erneut Xavier vor mir stehen; er scheint mit jemandem zu telefonieren. Als ich wach werde, nehme ich einen ganz normalen Raum wahr, der eigentlich wie ein ganz normales Zimmer aussieht.
Was rede ich da von einem ganz normalen Zimmer? Es ist verdammt groß. In der Mitte steht ein riesiges Bett, das ist doch ein verdammter Scherz. „Ach, du bist wach, wie schön!" Ich sehe mir meine Wunden am Handgelenk an, an denen ich inzwischen wieder frei bewegen kann, doch die Wunde tut ziemlich weh. „Milan wird sich ein wenig verspäten, da er noch unterwegs ist... und natürlich nicht begeistert von der ganzen Sache. Du bleibst schön brav hier, verstanden?"
„Halt's Maul!"
Er kommt mir wieder wütend nah. „Oh ja, Milan wird richtig Spaß mit dir haben. Solltest du mich noch einmal beleidigen, werde ich es mir doch nochmal überlegen und dich windelweich ficken!"
Mir wird schlecht. Verdammt übel. Xavier geht aus der Tür und schließt sie ab. Ich renne zur Tür und versuche sie zu öffnen. Nach mehreren anderen Versuchen, sogar die Tür mithilfe eines Möbelstücks einzutreten, halte ich mein Schicksal für besiegelt und sinke zusammen. Sie werden nach mir suchen.
Irgendeine Spur werden sie schon finden... um mich zu finden.
Oder?
Im Endeffekt bringt es nichts. Ich bin verloren. Entweder werde ich getötet oder vergewaltigt, aber zum Selbstmord bin ich zu feige. Als ich mich eine Weile ausgeheult habe und mir sogar selber erbärmlich vorkomme, beschließe ich, den Raum näher zu erkunden. Vielleicht ist ja ein Fenster offen, oder ich kann es einschlagen.
Erneut greife ich einen Hocker und versuche mein Glück an der Fensterscheibe. Doch auch das nützt nichts.
Dann muss ich anders hier raus.
Energisch klopfe ich an der Tür und schreie mir die Seele aus dem Leib. Mit ein bisschen Glück geht mein Plan auf. „Halt's Maul, Schlampe! Was machst du hier für einen Lärm?!" Ich glaube, es ist Hugo, der gerade in den Raum stürmt. Taktisch stelle ich mich neben die Tür. Als ich die Möglichkeit bekomme, dass Hugo mir den Rücken kehrt, knalle ich ihm mit voller Wucht die Lampe über den Kopf, sodass er zu Boden fällt.
Bevor ich dazu komme, zu flüchten, nehme ich seine Waffe, die aus seiner Hose schaut. Sie wird mir mit Sicherheit nützlich sein.
Stell dir vor, das ist ein Videospiel und du müsstest gerade eine Mission erledigen, Lucy...
Bleib ruhig.
Ein letztes Mal trete ich Hugo in den Bauch, bevor ich durch den Flur renne. „Idiot."
Das kranke Schwein wollte mich vergewaltigen. Eigentlich sollte ich direkt die Knarre auf ihn richten, doch auch dazu bin ich zu feige. Bis jetzt läuft alles nach Plan. Ich schlendere leise den Flur entlang. Es ist dunkel; manche sind mit Sicherheit am Schlafen. In meinem Kopf läuft James-Bond-Musik. Ich renne so schnell, wie meine Füße mich tragen.