Mafia/Romantik/Drama & nh bisschen Psycho
(Abgeschlossen)
14 Jahre habe ich dich groß gezogen.
Es wäre eine Verschwendung gewesen aus dir nicht den Mann zu machen, der einst dein Vater gewesen ist.
Sie sind beide tot, deine Mutter und dein Vater do...
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Die Fahrt über schweigen wir. Ich glaube, es ist ganz gut, dass wir Abstand halten. Ich habe das Gefühl, wir beide befinden uns auf einem gefährlichen Weg gemeinsam. Umso besser ist es, dass wir erstmal nichts mehr miteinander zu tun haben.
Milan ist ein vergebener Mann und eigentlich tabu für mich. Er trägt Mitschuld an meiner Entführung. Ich bin kurz eingenickt, als wir vor Xaviers Villa stehen. Ich sehe von weitem Katharina mit gepackten Taschen.
Es ist sehr erniedrigend für mich, wie ein Spielzeug ausgetauscht zu werden. Aus diesem Grund steige ich ohne ein weiteres Wort aus und lasse Katharina die Tür nicht offen, sondern knalle sie zu. Ich höre noch, wie Milan im Auto herumflucht, dass sein Auto kein Panzer sei.
Tom steht ebenfalls dort und gibt Katharina eine kurze Umarmung, bevor sie sich zu Milan gesellt und ihm einen Kuss auf die Wange gibt. „Ich wusste nicht, dass ihr Freunde seid."
Tom schüttelt den Kopf. „Sie ist meine Schwägerin und musste viel durchmachen. Ich muss wenigstens respektvoll mit ihr umgehen." Stimmt. Das Gerücht von damals...
„Meinst du, er hat wirklich absichtlich dafür gesorgt, dass er sein eigenes Kind umbringt?" Tom wird blass.
„Woher?"
„Drogo." sage ich, und Tom nickt. „Keine Ahnung, es gibt viele Gerüchte. Die Tatsache, dass er aber immer noch bei Katharina ist, spricht irgendwie dafür; vielleicht fühlt er sich schlecht. Sie hat immerhin versucht, sich das Leben zu nehmen." Ich reiße meinen Mund geschockt auf, während wir das Gebäude betreten. „Apropos Drogo... er ist hier." Ohne etwas erwidern zu können, kommen Xavier und Drogo zu mir. Drogo will mich in den Arm nehmen, doch ich gehe misstrauisch auf Abstand.
„Was geht hier ab?" Ich zeige mit dem Finger auf beide und sehe hilflos zu Tom. „Papa, das kann nicht dein Ernst sein! Ich habe Milan versprochen, auf sie aufzupassen."
„SEI RUHIG, ODER DU ENDEST IM KELLER!" dröhnt seine Stimme, und sein Echo hallt immer noch in meinen Ohren.
„Schöne Lucy." Drogo streichelt mir über die Wange. „Du wirst eine Weile bei mir sein, während Milan mit meiner Schwester weg ist. Ein Tausch wäre da nur fair, findest du nicht?" Meine Wut kann ich kaum verbergen.
„Du wusstest es, dein Ernst?" Tom sieht entschuldigend zu mir.
„Tut mir leid, mein Sohn, er hat mir viel Geld geboten." Tom schüttelt den Kopf und hebt plötzlich eine Knarre zu Drogo's Schläfe.
Xavier zuckt panisch zusammen, und seinen Gesichtsausdruck hätte ich mir gerne abgespeichert, um es anschließend einzurahmen. Aber er würde es bereuen.
Er ist eben nicht Milan, der einfach so Menschen nach Belieben töten kann. „Schon gut, Tom." Ich nehme seine Hand, und er nimmt langsam die Waffe hinunter. „Ich danke dir für deine Loyalität... aber ich muss wohl mit. Er wird mir nichts tun." Sein Schmerz geht mir unter die Haut.
Niemals hätte ich damit gerechnet, dass Tom mir und Milan Loyalität beweist. Sogar wenn es um seinen Vater geht. „Na komm, Lucy, meine Fahrer warten. Hast du alles Nötige?" Ich deute auf meine Zimmertür und gehe kurz in mein Zimmer, um mich zu sammeln. Als mein Gefühlsausbruch vorbei ist, gehe ich wieder hinaus; Tom steht nah bei mir und legt mir etwas in die Hosentasche. Es ist ein Messer. Ich versuche, es unauffällig in meinen Slip zu stecken; es wird dort zu leicht herausfallen.
Widerwillig gehe ich mit Drogo mit. „Tut mir leid, meine Liebe. Du darfst leider nicht wissen, wohin es geht, also muss ich dir jetzt was geben." Ich spüre, wie mir schwarz vor Augen wird. Noch bevor wir in den Wagen steigen, fängt Drogo mich auf, und seine starken Hände schlingen sich um meine Taille.
Als ich wieder wach werde, rieche ich etwas Holziges, Wärme ummantelt mich und ich spüre, wie mir jemand über das Bein streichelt. Ich liege auf einem Sofa, meine Beine auf Drogos Schoß, währenddessen er in die Flammen starrt. Ich stehe erschrocken auf und ziehe meine Beine zu mir. „Du bist wach, entschuldige, wenn ich dich erschreckt habe." Er reicht mir ein Glas Wasser.
„Du solltest trinken." Ich nicke und nehme einen Schluck. „Ich habe versprochen, dich zu holen, Lucy. Zwar ist es nur solange, bis Milan wieder da ist, aber so können wir wenigstens Zeit miteinander verbringen." Es liegt eine seltsame Stimmung in der Luft. Es ist irgendwie komisch. Meine Augen werden plötzlich wieder schwer; ich versuche dagegen anzukämpfen, doch ich bin zu schwach. Was macht Drogo nur mit mir...
„Aufwachen, Süße." Als ich meine Augen öffne, ist es bereits hell. Ich liege nicht mehr auf einem Sofa; es ist Drogos Bett. Zumindest vermute ich das, weil der werte Herr neben mir mit freiem Oberkörper liegt.
Panisch schaue ich auf meinen Körper herab. Alles beim Alten, die alten Klamotten und außer Kopfschmerzen nichts anderes, das ein Hinweis darauf sein kann, dass Drogo mich unerlaubt angefasst hat.
„Wie denkst du von mir? Ich habe mich nur zu dir gelegt, meine Schöne. Du hast geschlafen wie ein Engel, doch geschnarcht wie ein alter Sack." Ich verschlucke mich an meiner eigenen Spucke und drehe mich errötet zur Seite. „Auch guten Morgen, Drogo. Ich bevorzuge es, alleine in meinem Bett zu schlafen. Tue sowas nie wieder, kapiert?" Drogos helles Lachen schallt durch das Zimmer.
„Verstanden. Im Vergleich zu Milan akzeptiere ich es, Lucy. Und jetzt mach deinen hübschen Po fertig. Ich hab was Schönes mit dir vor." Er steht auf und zieht sich etwas über. „Ich will nirgendwo hin. Ich bin kein Callgirl, Drogo." Er knallt seine Faust auf den Tisch und sieht mich ernst an. „Wir gehen gleich weg. Zieh an, was ich dir rausgesucht habe, sonst lege ich es dir höchstpersönlich an, verstanden?" Er räuspert sich nach seinem kurzen Wutausbruch und lässt mich alleine.
Ich glaube, meine Meinung zu Drogo ändert sich allmählich.
Wie Drogo es wollte, habe ich ein hässliches, gelbes, kurzes Kleid angezogen. Er steht bereits gekleidet im Anzug vor mir. „Wohin gehen wir?" Er macht mir ein Kompliment über mein Outfit, doch ich ignoriere es und verklemme mir eine blöde Bemerkung.
Ich spüre, wie mein Handy vibriert, und hoffe, Drogo hat es nicht bemerkt. Wenn er es sieht, zieht er es mir ab.
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