Mafia/Romantik/Drama & nh bisschen Psycho
(Abgeschlossen)
14 Jahre habe ich dich groß gezogen.
Es wäre eine Verschwendung gewesen aus dir nicht den Mann zu machen, der einst dein Vater gewesen ist.
Sie sind beide tot, deine Mutter und dein Vater do...
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„Ich bin echt nicht gut drauf. Ich sehe aus wie ein Kartoffelsack. Auf meinem Gesicht steht förmlich: Vor kurzem vergiftet, damit sie den Mund hält."
Milan schaut mich an und schüttelt lachend den Kopf. „Nein, da steht: Eigentum von Milan." Ich rolle mit den Augen.
Träum weiter. Was könnte Milans Belohnung sein, wenn ich mich beim Essen benehme?
Und was wäre dann die Strafe? „Weißt du, Milan... wenn du mir ständig den Orgasmus verweigerst, werde ich nicht zögern, mir jemand anderen zu suchen." Milan lässt mich in sein Auto einsteigen.
„Dein Auto fährt sich übrigens wirklich gut." Er sieht mich verwirrt an. „Du bekommst es, wenn ich das will. Da kannst du dir sonst wen suchen."
„Und wenn ich es mir heimlich selbst besorge? Unter der Dusche? Oder wenn du schläfst?" Bingo, das spielt sich in seinem Kopf ab. So nötig habe ich es jetzt nicht, aber wenn er so weitermacht, könnte ich es in Betracht ziehen, um nicht komplett die Kontrolle zu verlieren.
„Hast du es dir schon einmal selbst besorgt?" Er dreht das Radio leiser und fährt entspannt. Es ist unglaublich beruhigend, Milan beim Fahren zuzusehen.
Nebenbei sieht er auch noch gut aus. „Manchmal, ja." flüstere ich gespielt verlegen.
Es ist wichtig, sich selbst besser kennenzulernen.
Außerdem wollte ich damals nicht ausflippen, falls ich es mal mit Aaron versuchen würde. „An wen hast du gedacht?" Milan legt seine Hand auf meinen Oberschenkel.
Seine Hand ist warm; diese kleine Zärtlichkeit lässt Gänsehaut über meinen Körper laufen. Automatisch presse ich meine Beine zusammen. „An Aaron." lüge ich.
Aaron hat mich sexuell nie angesprochen. Eigentlich wollte ich die Erfahrung einfach hinter mich bringen und es über mich ergehen lassen. Aber seit ich Milan kenne, habe ich die Besonderheit dessen erkannt. Er war der erste Mann, bei dem ich allein durch seinen Anblick erregt wurde.
Milan verdreht amüsiert die Augen. „An Aaron also? Meinst du, als ich ihn erschossen habe? Hat dich das erregt?" Ich stoße Milan und schlage seine Hand weg.
„Übertreib nicht, Milan. Das ist krank."
„Ich will es sehen." Er ignoriert meinen Protest. „Was willst du sehen? Tomaten, Äpfel, Bananen?"
„Wie du es dir selbst machst. Hier im Auto." Ich muss echt lachen, aber nur, um die unangenehme Stimmung zu überdecken. „Nein, vergiss es. Ich teile etwas so Intimes nicht mit jemandem, der eine Waffe auf mich gerichtet hat."
Das alles hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack. Das Bild will mir einfach nicht aus dem Kopf. „Wie weit würdest du gehen, Milan? Was wäre, wenn Katharina nicht die Wahrheit gesagt hätte?" Er schluckt hart und hält kurz inne.
„Das willst du wirklich nicht wissen, Lucy." Ich schüttle den Kopf.
„Doch, will ich. So fällt es mir leichter, dich zu hassen." Er hält am Restaurant an und checkt sein Handy. Er antwortet mir nicht sofort; kurz nach dem Aussteigen kommt er auf mich zu.
„Hass und Liebe liegen viel zu nah beieinander. Als ob das für uns einen Unterschied macht..." Ich laufe vor und lasse unsere Diskussion so stehen. Seine tiefe, dominante Stimme hat mich nicht kalt gelassen.
Mir steigen die Nackenhaare zu Berge; mir wird warm, und mein Bauch kribbelt... so seltsam.
Plötzlich habe ich gewaltig Lust auf diesen Mann. Der Drang, ihn nicht ins Auto zurückzuziehen und mich auf ihn zu setzen, ist mindestens genauso stark wie der Wunsch, ihm den Hals umzudrehen und ihn für alles büßen zu lassen, was er mir angetan hat.
Wenn er nicht in meiner Nähe ist, fehlt etwas. Wenn er direkt neben mir steht, schaltet mein Verstand einfach auf Flucht um oder ich versuche, ihn mit dem nächstbesten Gegenstand zu erdolchen, um meine Freiheit zurückzubekommen.
Es ist so toxisch. Es macht Sinn, aber ist aus irgendeinem Grund nicht leicht. Die Zeit ohne Milan, als ich einen kleinen Teil meines eigenen Lebens hatte, war gut für mich.
Aber wohin hat mich das letztendlich geführt? Diese Auszeit hat mir nicht geholfen; sie hat mich dazu gebracht, eine Angestellte von Milan zu hassen, ihre Existenz zu zerstören und ohne mit der Wimper zu zucken Katharinas Blutlache genüsslich zu betrachten.
Eine Auszeit macht mich krank. Und es ist verdammt gefährlich. Innerlich bin ich mir bewusst, wie weit ich für ihn gehen würde, obwohl ich doch nichts weiter als ein Spielzeug für ihn bin.
Ich hasse diesen Typen, der versucht hat, mich damals zu vergewaltigen, als ich mit Drogo war.
Und Milan hasse ich auch, weil er mich töten wollte. Wer weiß, wie oft er mich in seinem kranken Kopf schon missbraucht hat, auf die unterschiedlichsten Arten.
Und dennoch unterscheiden sich die beiden Arten von Hass.
Aus der Ferne sehe ich Mayson an seinem Platz sitzen. Nervös kralle ich meine Nägel in den dünnen Stoff meines Kleides. „Drogo ruft mich an." stellt Milan fest.
Wie gern würde ich ihm das Handy aus der Hand reißen und es ins Aquarium des Restaurants werfen. „Ignorier es einfach." knurre ich genervt.
Ich weiß nicht, wie Drogo drauf ist... je nach Reaktion könnte ich sogar noch Schuldgefühle bekommen.
„Drogo, alles fit?"
Ich bleibe abrupt stehen; auch der Kellner erkennt mich wieder und betrachtet mich geschockt. Ich hänge an Milans Lippen und versuche verzweifelt, irgendwelche Informationen herauszufinden.
Nach kurzen Worten legt Milan schließlich auf.
„Und?"
Er gibt mir mit einem Handzeichen zu verstehen, ruhig zu bleiben.
Doch mehr als ein Augenverdrehen bekomme ich nicht heraus.
Bis er plötzlich anfängt zu lachen. „Dieser Idiot denkt ernsthaft, irgendjemand hätte es auf ihn abgesehen. Der Tod seiner Schwester ist ihm egal. Er hat Schiss, der Nächste zu sein. Kannst du dich noch an die Feier erinnern? Die Sache mit den Rotpunktvisieren? Er ist so ein Schwachkopf." Ich reiße geschockt die Augen auf.
„Als hätte ich es damals schon gewusst. Ich bin ein krankes Genie." murmelt Milan hinterher und macht sich auf den Weg, Mayson zu begrüßen.
Also denkt Drogo gar nicht, dass er Katharina getötet hat... sondern irgendjemand anderes.
Wer weiß, unter welchem Vorwand Katharina damals in der Bar von Drogo abgehauen ist.
Wer weiß...
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