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„Ich bin echt nicht gut drauf. Ich sehe aus wie ein Kartoffelsack. Auf meinem Gesicht steht doch praktisch: Vor Kurzem vergiftet worden, damit sie endlich die Klappe hält."
Milan sieht mich an und schüttelt lachend den Kopf.
„Nein. Da steht: Eigentum von Milan."
Ich rolle mit den Augen.
Träum weiter.
Was wäre wohl seine „Belohnung", wenn ich mich beim Essen benehme?
Und noch viel wichtiger: Was wäre die Strafe?
„Weißt du, Milan... wenn du mir weiterhin jeden Orgasmus verweigerst, suche ich mir irgendwann jemand anderen."
Er öffnet mir kommentarlos die Autotür.
„Dein Auto fährt sich übrigens echt gut."
Er sieht mich kurz irritiert an.
„Du bekommst es, wenn ich das will. Da kannst du dir sonst wen suchen."
Ich lehne mich zurück und grinse leicht.
„Und wenn ich es mir heimlich selbst besorge? Unter der Dusche? Oder während du schläfst?"
Treffer.
Man sieht ihm genau an, wie sein Kopfkino anspringt.
So nötig habe ich es eigentlich nicht -
aber wenn er so weitermacht, wäre es zumindest eine Option.
„Hast du es dir schon mal selbst gemacht?"
Er dreht das Radio leiser und fährt entspannt weiter.
Es ist fast schon gefährlich beruhigend, ihm dabei zuzusehen.
Und leider sieht er dabei auch noch gut aus.
„Manchmal", murmele ich und spiele verlegen.
Es ist wichtig, sich selbst zu kennen.
Außerdem wollte ich damals vorbereitet sein ... falls ich es wirklich mit Aaron versucht hätte.
„An wen hast du gedacht?"
Seine Hand legt sich auf meinen Oberschenkel.
Warm.
Viel zu warm.
Eine kleine Berührung - und mein Körper reagiert sofort.
Ich presse unbewusst die Beine zusammen.
„An Aaron", lüge ich.
Aaron hat mich nie wirklich gereizt.
Es wäre einfach... passiert. Ohne Gefühl. Ohne Bedeutung.
Aber bei Milan ist alles anders.
Er war der Erste, bei dem allein sein Blick gereicht hat.
Milan verdreht amüsiert die Augen.
„An Aaron, ja? Meinst du, als ich ihn erschossen habe? Hat dich das angemacht?"
Ich stoße ihn weg und schlage seine Hand von meinem Bein.
„Übertreib nicht. Das ist krank."
„Ich will es sehen."
Er ignoriert mich komplett.
„Was willst du sehen? Tomaten, Äpfel, Bananen?"
Ich lache - nur, um die Spannung zu überdecken.
„Nein. Vergiss es. Ich teile sowas nicht mit jemandem, der schon mal eine Waffe auf mich gerichtet hat."
Der Gedanke daran hinterlässt einen bitteren Geschmack.
Das Bild verschwindet einfach nicht.
„Wie weit würdest du gehen, Milan? Was wäre gewesen, wenn Katharina nicht die Wahrheit gesagt hätte?"
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Milan
RomanceLucy wird entführt - ohne Vorwarnung, ohne Erklärung, aus einem Leben, das ohnehin nie wirklich ihr eigenes war. Plötzlich befindet sie sich an einem Ort, an dem Regeln nicht mehr gelten und Menschen weniger wert sind als Geheimnisse. Gefangen in ei...
