Mafia/Romantik/Drama & nh bisschen Psycho
(Abgeschlossen)
14 Jahre habe ich dich groß gezogen.
Es wäre eine Verschwendung gewesen aus dir nicht den Mann zu machen, der einst dein Vater gewesen ist.
Sie sind beide tot, deine Mutter und dein Vater do...
Hoppla! Dieses Bild entspricht nicht unseren inhaltlichen Richtlinien. Um mit dem Veröffentlichen fortfahren zu können, entferne es bitte oder lade ein anderes Bild hoch.
45
„Wie war das gestern nochmal?" Er wirkt nicht wütend, eher entspannt, doch dass er dieses Thema nicht einfach ignoriert, ist offensichtlich.
„Was waren das bitte für Kinderforderungen? Will er Geld oder einen Lutscher?" nörgle ich und will aufstehen, doch Milan legt sich auf mich und hält meine Arme über dem Kopf fest. Er küsst meinen Hals, streichelt sanft über meine steifen Nippel und bringt mich dazu, kurz die Augen zu schließen, um einen klaren Gedanken fassen zu können.
„Ich werde trotzdem mit ihr ausgehen. Heute zu einer Beerdigung und morgen zu ihrem Abschlussball. Das bedeutet eine Menge hübscher Frauen um mich herum." Ich lächle leicht, um meine Eifersucht zu verbergen.
„Das gefällt dir nicht, oder?" frage ich so unschuldig wie möglich, während meine Hand von seinem Bauch hinunter in seine Boxershorts wandert.
Mittlerweile hat meine sexuelle Lust sich in pure Frustration verwandelt. Meine Hände umschließen seine Männlichkeit, und ich bewege mich langsam, aber immer schneller, um seine Reaktion zu genießen.
Doch das hält nicht lange an; er zieht seine Shorts aus und positioniert sich zwischen meinen Beinen. Plötzlich ist alles wie weggeblasen, und eine Mischung aus Erregung und Nervosität breitet sich in mir aus.
„Sag nichts." Er legt seine Hand auf meinen Mund, mein Körper fühlt sich wie gelähmt an. Aus meiner Brust ist ein starkes Herzklopfen zu hören. Was hat er vor?
Er spürt meine Unsicherheit und seufzt. „Lucy... was machst du nur mit mir? Bei dir fühle ich mich wie ein kalter, verbitterter Mann."
„Fast schon schwach." seufzt er und küsst mich, aber es ist nur ein kleiner, zarter Kuss. Es klopft an der Tür; es ist Tom, der uns erneut drängt. „Verdammte Scheiße, Tom, sie ist schon tot! Also nerv mich nicht, ich gehe, wenn ich das will."
„Lucy, beeilst du dich bitte?" ruft Tom von der anderen Seite der Tür, und ich erröte.
Obwohl Tom uns nicht sieht, sagt mir die Tatsache, dass er nicht hereinkommt, dass er genau weiß, was wir hier tun. „Ich bin gleich da..." rufe ich und schubse Milan von mir herunter, der sich beleidigt über das Gesicht reibt.
„Wieso immer ich?" Ich ziehe ein schwarzes Röhrenkleid an und dazu einen dunklen Mantel. Ich fühle mich elendig und bin ein bisschen nervös. „Du bist wunderschön." sagt Milan und streichelt mir flüchtig mit einem Daumen über die Wange, während er versucht, sein Hemd zuzuknöpfen.
„Diese ganzen Tattoos, Milan, haben sie eine Bedeutung?"
Er sieht mich irritiert an. „Siehst du dieses?" Er deutet auf seine Brust, wo verschiedene Muster gestochen sind. Ich nicke und fahre mit einem Finger entlang. „Das nennt sich Ta Moko. Ich habe es mir in Neuseeland von einer alten Dame meißeln lassen."
„Hat das nicht wehgetan?" Milan zuckt mit den Schultern.
„Es ist dasselbe Motiv, das mein Vater hatte. Drei Tage hat es gedauert. Drei Tage durfte ich keine feste Nahrung zu mir nehmen, geschweige denn Sex haben. Aber meine Angst vor der alten Dame war größer, also habe ich es wirklich durchgezogen." Ich knöpfe die letzten Knöpfe zu.
„Ein Wunder. Der heilige Milan ohne Sex." scherze ich, um die Stimmung aufzulockern.
„Die letzte Beerdigung war die meiner Eltern." sagt er ernst und wirkt nervös. Deshalb hat er wahrscheinlich so lange gebraucht, um sich anzuziehen. „Sind sie auch dort begraben?" Er nickt.
„Zeigst du es mir?" frage ich vorsichtig. Niemals hätte ich mich das getraut. Doch die Tatsache, dass er zum ersten Mal über seine Eltern spricht, gibt mir Mut, etwas aus ihm herauszubekommen.
Was geht wirklich in dir vor, Milan?
Er kneift mir in den Hintern.
...Außer dass du deinen Kopf zwischen meinen Schenkeln vergraben willst. Manchmal ist er echt ein Idiot. Nach einer Weile treffen wir Tom, der sich die ganze Fahrt über über unsere Verspätung beschwert.
Als wir am Friedhof ankommen, sind viele Gesichter auf uns gerichtet. Ich versuche, mich so weit wie möglich an Tom zu klammern. Ich weiß nicht, was für einen Eindruck es macht, wenn Milan mit einer anderen auf der Beerdigung seiner Ex erscheint.
Xavier ist da. Mit seinen Söhnen. Als sie uns sehen, begrüßen sie zuerst Milan und dann mich. Xavier nimmt mich sogar in den Arm.
Und das ist verdammt unangenehm. „Danke... es bedeutet mir viel, dass ihr hier seid."
„Hallo, Milano." Eine ältere, wunderschöne Dame geht auf Milan zu und gibt ihm einen Kuss auf die Wange. Er umarmt sie ebenfalls. Ich stehe irritiert daneben und betrachte einen anderen Milan.
Er lächelt höflich und sieht sie herzlich an. „Abuelita, was tust du hier? Du gehörst hier nicht hin."
Das ist Milans Oma?! Er hat eine Oma. Sie ignoriert Milans Predigt und sieht mich mitleidig an. „Oh, mein Kindchen." Sie nimmt mich in die Arme; etwas überfordert erwidere ich die Umarmung. „Nenn mich doch Carla. Das darf nicht wahr sein. Milan... nicht du auch noch." Sie sieht verdammt enttäuscht aus.
Was meint sie? Was geht hier überhaupt gerade ab? Carla schüttelt den Kopf und begrüßt Xavier und die anderen ziemlich kühl.
Sie scheinen nicht den besten Draht zueinander zu haben. „Es tut mir leid, Lucy. Meine Mutter hat zu viele Flüche dieser Familie mitgemacht, nimm es ihr nicht übel. Ich bin Lisa." Auch sie nimmt mich in den Arm.
Woher weiß sie meinen Namen? Häääääää.
Oh Gott, hätte ich gewusst, dass hier Milans halbe Familie anwesend ist, hätte ich mich anders verhalten.
„Häng dich bei mir ein bisschen ein, lass uns gemeinsam zum Grab gehen." sagt Carla, und ich reiche ihr überfordert meinen Arm. Milan läuft brav neben mir und sagt nichts.
Er wirkt wie ausgewechselt.
„Du hast gesehen, wohin das mit deinen Eltern geführt hat, Milo. Wieso tust du dasselbe?"
„Es ist nicht auf meinen Mist gewachsen." zischt er genervt.
„Ich kann Ihnen versichern, dass Milan anders ist. Er ist ein Arsch. Ein riesiger Arsch. Ein absolutes Drecksschwein mit Aggressionsproblemen."
„Reicht, Lucy." unterbricht Milan mich.
„Aber er hat mir nie wehgetan und mich immer beschützt. Beschützt vor..."
Xavier dreht sich kurz zu uns, Carla zuckt mit ihrem Arm. „Ich hab schon verstanden, Kindchen. Es ist genug Schlimmes passiert. Ich sollte anfangen, positiv zu denken. Sonst bringt mich das noch unglücklich ins Grab."
„Mama!" motzt Lisa und rollt mit den Augen.
45
Hoppla! Dieses Bild entspricht nicht unseren inhaltlichen Richtlinien. Um mit dem Veröffentlichen fortfahren zu können, entferne es bitte oder lade ein anderes Bild hoch.