S.50

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„Was?" Ein leises, kaum hörbares Piepsen entweicht meiner Kehle.

Dann ein dumpfer Schlag ins Gesicht. Schmerz. Und danach nur noch Dunkelheit.

Als ich wieder zu mir komme, pocht mein Kopf unerträglich, und ich schmecke Blut.
Der metallische Geruch von Eisen liegt schwer in der Luft.

Meine Augen brauchen lange, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen.
Ich blinzle, versuche, mich zu orientieren.

Ich bin gefesselt.

Was zur Hölle...?

„Du bist wach... endlich kann ich dir alles erzählen."

Seine Stimme. Ruhig. Zufrieden.

Flashback – Katharinas Beerdigung

„Milan, kann ich dich kurz sprechen?"

Nur aus Respekt folgt er Katharinas Mutter. Gemocht hat er sie noch nie – und nach allem, was passiert ist, wirkt die ganze Familie nur noch abstoßend auf ihn.

„Dieses Mädchen... diese Leihmutter." Sie spuckt die Worte regelrecht aus, so heftig, dass Milan angewidert einen Schritt zurücktritt.
„Hat mein Sohn dir erzählt, wer sie wirklich ist?"

„Ihr geht mir auf die Nerven", knurrt Milan, während sein Blick immer wieder zu Lucy wandert.

„Dann schau es dir an."

Sie zieht ihr Handy hervor.
Ein Foto nach dem anderen.

Lucy. Neben Drogo im Bett.
Lucy. Mit ihm am Privatstrand.
Sie lachen.

Langsam setzt sich alles zusammen.

Milan starrt auf die Bilder, als würde sein Verstand sich weigern, sie zu akzeptieren.
Ist die das wirklich?

„Er hat es dir doch gesagt", murmelt sie.

„Und jetzt schau genauer hin."

Er sieht es. Die Nähe. Die Berührungen.
Und dann... wie Drogo ihr ein Handy zusteckt.

Ein einziger Gedanke schießt ihm durch den Kopf:

Die stecken unter einer Decke.
Von Anfang an.

Flashback Ende

„IST DAS EUER VERDAMMTER ERNST?!"

Seine Stimme reißt mich zurück in die Gegenwart.

Drogo richtet sich auf, stolz wie ein Gewinner.
„Übrigens... Marta war leichter zu manipulieren, als ich dachte. Ich habe ihr genau gesagt, welche Unterwäsche du tragen sollst. Und Milan hab ich's schön unter die Nase gerieben. Ich wusste ja genau, wann ihr beide... beschäftigt seid."

Er grinst selbstgefällig.
„Schon ein genialer Plan, oder?"

Mir wird schlecht.

„Ich bin ein Genie... Milan ist tot... und du gehörst jetzt mir."

Tot?

Mein Herz setzt einen Schlag aus.

Drogo kommt näher, beugt sich zu mir herunter und will mich küssen.

Ich sammle all meine Kraft und spucke ihm direkt ins Gesicht.

„Du Schwein. Du widerliches Stück Scheiße."

MilanGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt