Mafia/Romantik/Drama & nh bisschen Psycho
(Abgeschlossen)
14 Jahre habe ich dich groß gezogen.
Es wäre eine Verschwendung gewesen aus dir nicht den Mann zu machen, der einst dein Vater gewesen ist.
Sie sind beide tot, deine Mutter und dein Vater do...
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„Habt ihr euch gestritten?" hake ich nach. Mich interessiert es ehrlich gesagt schon, was zwischen denen abgeht.
Sie wandeln immer zwischen Liebespaar und Arbeitskollegen. Oftmals habe ich bei Chani Andeutungen gemacht, aber so wirklich eine Antwort hat sie mir nie darauf gegeben.
Jaden macht mir vor ihrer Nase häufiger Komplimente... ich habe nicht mal den Eindruck, dass sie darauf böse wäre.
Er sieht ja auch nicht schlecht aus. „Nein, alles gut, du kennst ihn ja mittlerweile. Würdest du dennoch so lieb sein und ihn suchen? Er würde mit Sicherheit weibliche Gesellschaft schätzen."
„Dort hinten geht eine reine Piratenparty ab." (Pimmelparty)
„Möchtest du nicht lieber?" hake ich noch einmal nach und trockne einige Gläser. Chani legt ihre Hand auf meine Schulter. „Wir sind nicht zusammen, falls du das denkst. Wir schlafen hin und wieder miteinander, mehr wird da auch niemals sein, Flora." Mein Blick muss es wohl verraten haben. Ich schlucke weitere Worte hinunter und versuche, zwischen den ganzen Menschen jemanden zu finden.
„Flora." ruft Jaden von einer noch ruhigen VIP-Ecke. Sie rauchen genüsslich Shisha. Ich nicke nur als Antwort. „Stimmt es? Wir bekommen prominenten Besuch?" Ich bin ganz aufgeregt.
Was ist, wenn ich mit einem Prominenten durchbrenne? Wie heiß wäre das bitte? Zusammen in den Weltuntergang... „Ja, irgendein Musiker. Der Manager ging mir dezent auf den Piss. Wenn ich erfahre, dass sie dich scheiße behandeln, werfe ich sie eigenhändig raus." Ich nicke.
Ich wüsste nicht, wieso sie mich scheiße behandeln sollten. Die werfe ich, wenn dann, selber hinaus. Von mir aus schmeiße ich auch Gläser hinterher. Jaden nimmt meine Hand; ich stolpere und falle auf seinen Schoß. Genau in diesem Moment fängt die Menge an, unruhig zu werden. Ich realisiere gar nicht, wie ich auf Jadens Schoß sitze, murmel nur ein „Sorry" und versuche, den vermeintlichen Star zu erkennen.
Sie kommen direkt auf uns zu. Oh Hilfe. Wie soll ich sie begrüßen? Ein paar Jungs kommen und begrüßen uns... ehrlich gesagt kenne ich keinen.
„OH SCHEISSE." flüstere ich zu laut. Und umarme Jaden plötzlich ganz feste, um mein Gesicht zu vergraben.
Er riecht nicht schlecht.
„Ganz ruhig, Kätzchen. Also sowas hatte ich auch noch nie." Währenddessen ich versuche, mein Gesicht zu verstecken, begrüßt Jaden einen Mann.
Dessen Stimme ich sehr gut kenne. „Freut mich, ich bin Drogo. Wir sind hier momentan auf Tour, und der Laden soll der angesagteste sein."
Ich muss laut lachen. Als ob jemand auf sein Konzert geht mit seinem Talent. „Flora, wie wäre es, wenn du allen etwas zu trinken besorgst?" Jaden fährt mit seiner Hand sanft durch mein Haar. Ich stehe stocksteif auf und sprinte los.
Ich gehe schnell zu Chani. „Und?"
„Der Rapper ist absoluter Schrott." seufze ich verzweifelt. „Nein, ich meine, was wollen sie trinken?" Ich verdrehe meine Augen und nehme diesmal das Tablet, womit wir eigentlich Zahlungen abschließen.
Ich will diesen Job nicht riskieren und gleichzeitig nicht auffallen. „Was darf es zu trinken sein?" Ich halte mir das Tablett direkt vors Gesicht.
„Brauchst du eine Brille, Flora?" Ich bin froh, dass Jaden das mit Humor nimmt. Ich nehme fleißig alle Bestellungen an und renne wieder zu Chani.
„Könnten wir vielleicht tauschen? Ich fühle mich heute nicht so gut." Sie nickt, ihre Augen sehen mich besorgt an.
„Du wirkst irgendwie nervös, ist alles in Ordnung?"
„Ja, ja. Chani... danke." Ein Glück kann ich die Theke jetzt übernehmen.
Als sich der Trubel ein wenig beruhigt hat, kann ich auch endlich etwas ausatmen. „Ich glaube, Jaden hat schon ordentlich einen im Tee. Er versteht sich ziemlich gut mit allen." Ärgerlich sich Chani, währenddessen ich total abwesend bin. Jaden nickt mir von weitem zu und geht richtig bürokratisch.
Ich soll ihm folgen.
Als ich mit gesenktem Kopf zu Jaden gehe, sieht auch er mich ziemlich besorgt an. „Du siehst irgendwie ängstlich aus heute, das gefällt mir nicht." Er schließt die Tür.
„Du brauchst vor denen keine Angst haben. Ich verspreche dir, dass nichts passieren wird. Sie sind nett." Ich verkneife mir einen Kommentar. Alle alten Erinnerungen kommen mir hoch.
Ich muss fast kotzen. Jaden nähert sich mir und streicht mir eine Strähne hinter mein Ohr.
Sein Gesicht nähert sich meinem radikal. „Oh Fuck, falsch."
Vor lauter Panik, weil Drogo hereingekommen ist, ziehe ich Jaden zu mir und küsse ihn, sodass Drogo mich nicht erkennt.
Was soll ich sonst tun?
Was wird das hier überhaupt?
Und genau auf sowas hat Jaden doch gewartet. Er küsst mich weiter... und ich kann nicht abbrechen. Ich will wirklich jetzt keine Probleme mit meinem Chef, weil ich den Kuss abblocke. Seine Hände vergraben sich in meinen Haaren; ich atme erleichtert aus, als er endlich aufhört.
„Sag mal, hilft ihr mir jetzt endlich?... Oh, haben wir also endlich bald einen Dreier?" lallt Chani und lächelt mir listig zu.
Wo bin ich hier gelandet?
Ich richte meine Frisur und verkrieche mich in Richtung Toilette.
„Was macht Katharina jetzt auch noch hier? Und wieso rede ich jetzt auch noch mit mir selbst?" Ach scheiße... ich kann einfach nicht abhauen. Und den halben Abend auf dem Klo verbringen klappt auch nicht.
Job oder Flucht.
Moment... trinkt Katharina gerade Bacardi? Sie gibt sich einen kurzen nach dem anderen...
Aber sie ist doch schwanger... Mein Herz schlägt ganz schnell. Diese miese Hure. Armer Milan...
Die Musik wird aufgedreht. Manche beginnen sogar zu tanzen, und Jaden fühlt sich ziemlich wohl...
Ich muss hier raus. Ich muss mit ihm reden. Ich sage einfach, dass ich mich nicht gut fühle. Die Beleuchtung ist ziemlich wild... der Raum ist zum Glück relativ dunkel, sodass ich nicht direkt erkannt werde.
Außerdem habe ich mir einen Pferdeschwanz gebunden... so erkennt man mich nicht direkt. Ich trage sonst immer die Haare offen. „Kann ich mir dein Make-up leihen, Chani?" Sie nickt und reicht mir meine Lidschattenpalette.
„Natürlich, gefällt dir Jaden oder einer der Gäste?" Ich weiß nicht, was schneller schlägt, mein Herz oder der Bass.
„Hast du Drogen genommen, Flora? Bleib locker, es ist alles gut. Komm mal her." Sie nimmt mich in den Arm.
„Ich weiß, es ist stressig heute... das tut mir leid. Komm, ich helf dir mit deinem Make-up."
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