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„Zu meinem Privatstrand." Es ist das erste Mal, dass Drogo selber fährt.

„Super, da hab ich richtig Lust zu." lalle ich ironisch, aber Drogo versteht es nicht und schaltet das Radio an. Am Strand angekommen, stehen dort Paparazzi und versuchen, Fotos von uns zu machen. „Wie ist Ihr Name, Miss?" Ich bin überfordert und kralle mich hilflos an Drogos Arm fest.

„Big D, hier bitte ein Foto."

„Big D? Was zur Hölle geht hier ab, Drogo?"

„Diese verfluchten Paparazzi." knirscht er genervt und winkt einigen Männern zu, die wohl seine Bodyguards sind und uns auf Abstand zu den Leuten halten, die versuchen, ein Foto von uns zu schießen. 
„Ihr Name??!" ruft einer erneut.

„Hildegard."

„Komm, Lucy." Drogo zieht mich in Richtung Strand, vorbei an einer Bucht. Von weitem sehe ich einige von Drogos Männern, die das Gebiet absichern.

„Wow." Am Steg ist ein kleines Picknick vorbereitet. „Noch mehr Drogen, die mich zur Ohnmacht führen, ganz toll." Ich betrachte misstrauisch eine Erdbeere und halte sie hoch. „Kein Gift, versprochen." lacht Drogo und gibt mir sein schönstes Lächeln. Ich verziehe mein Gesicht und führe die Erdbeere zu seinem Mund. Er beißt ab und schluckt sie auch hinunter.

Gut, dann kann ich ja unbedenklich reinhauen und etwas entspannen. 
„Ich hab viele Fragen, Drogo." Er zieht sein Jackett aus und wirft es beiseite.

„Kleiner Funfact: Drei Meter weiter und du befindest dich auf dem Privatstrand von Milan."

„Wirklich?" Mit Vergnügen schmeiße ich ein paar Essensreste rüber.

„Was für eine Bereicherung. Und nun erklärst du mir, wieso du plötzlich Big D bist." Bei dem Namen muss ich lachen.

„Nicht lustig. Das ist mein Künstlername. Ich bin Rapper." Ich kann mir mein Lachen aber nicht unterdrücken.

„Seit wann bist du Rapper?" Drogo schüttet uns etwas zu trinken ein und schwenkt sein Glas hin und her. Ich nehme ein Sektglas und trinke die Plörre brav hinunter. Das Meer rauscht, die Möwen fliegen herum. Von weitem sehe ich ein paar Boote. Alles könnte perfekt sein.

„Schon länger, nur hat es dir keiner bis jetzt erzählt."

„Ich glaub dir das nicht." Drogo muss erneut lachen und wirft den Kopf nach hinten. „Es ist aber so." Ich bewerfe ihn mit Sand.

„Beweis es mir, rapp' mir was vor." 
Drogo seufzt, schaut auf seine Uhr und scheint kurz zu überlegen. Dann richtet er sich auf.

„Ich sitz hier am Strand mit dir, 
alles ist entspannt hier, 
Fans reden und rufen, 
doch keiner kann dich übertrumpfen. 
Die Schreie werden hier überboten, 
da vorne steht: Tauchen verboten. 
Du machst jetzt einen Abflug ins Wasser."

Er rennt auf mich zu, und herrgot, ein Glück hat er das getan.

Das war das Schlimmste, was ich jemals gehört habe. 
„Und damit hast du Erfolg?" Er nickt. 
„Wieso? Neidisch, meine Hübsche? Keine Sorge, Big D bleibt ganz deins."

Er lebt komplett fernab von der Realität. Was redet er da? Das kann der doch nicht ernst meinen. Damit hat er wirklich Erfolg?! Wenn er Rapper ist, ist Milan dann Opansänger?

Drogo wirft mich über die Schulter und landet mit mir im Wasser. Ich schreie wild herum, weil meine Frisur jetzt komplett versaut ist. Ich habe auf all das keine Lust und das Bedürfnis, nach Hause zu wollen, obwohl es keins mehr gibt für mich. Ich renne aus dem Wasser und schmeiße mir einen Bademantel um.

„Drogo, ich will ehrlich zu dir sein. Ich möchte weg. Weg von all dem hier." Er nickt und trocknet sich ebenfalls ab. Er hat sich von seiner Wasserwerfaktion etwas anderes vorgestellt.

„Schöne Lucy, ich werde dich nicht gehen lassen. Du bist bald mein." Sein Gesichtsausdruck macht mir Angst. Er kommt mir immer näher, schließlich falle ich auf den Sand, und Drogo beugt sich zu mir. Er nimmt seine Hand und fixiert mein Kinn.

„Du bist und bleibst meins, und ich werde all das mit dir anstellen, worauf ich mir fast jeden Abend einen runterhole." Meine Pupillen weiten sich, sein Griff wird fester. Ich bekomme Panik und suche verzweifelt nach etwas, um mich zu befreien.

Ekeliger Perverser, ich wusste es. Erst war er nett und jetzt ist er einer von denen. 
„Du frierst, komm. Wir steigen in den Wagen." Als er sich von mir löst, fällt mir ein Stein vom Herzen. Ich brauche kurz, um wieder auf die Beine zu kommen, und steige ohne mit der Wimper zu zucken in den Wagen.

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