Mafia/Romantik/Drama & nh bisschen Psycho
(Abgeschlossen)
14 Jahre habe ich dich groß gezogen.
Es wäre eine Verschwendung gewesen aus dir nicht den Mann zu machen, der einst dein Vater gewesen ist.
Sie sind beide tot, deine Mutter und dein Vater do...
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6
Der nächste Morgen. Milan hat sich zum Glück nicht mehr blicken lassen. Dank meiner jetzigen Situation weiß ich gar nicht, wie ich mich fühlen soll...
„Wir gehen weg." Tom wirft mir ein Kleid hin. Ich sehe ihn verdutzt an und gehe in Angriffsstellung. „Soll das eine Karate-Stellung sein?"
Ich fuchtel wie wild mit den Händen herum. Vielleicht hat er ja keine Ahnung von Kampfsport und kauft mir ab, dass ich sehr gut Karate kann. „Ich habe den schwarzen Gürtel."
Er muss plötzlich lachen und geht kopfschüttelnd aus dem Raum. „Du hast alles, was du brauchst, um dich hübsch zu machen, inklusive deines Farbkastens."
Mist, Farbkasten meint er wohl meine riesige Lidschattenpalette.
Egal.
Einen Scheißdreck werde ich.
Ich werde sogar im Pyjama dort hingehen, wenn es sein muss. Je unerträglicher, umso größer die Chance, dass der Spinner mich freiwillig gehen lässt.
Nach einer halben Stunde habe ich es mir bequem gemacht und döse vor mich hin. Wenigstens meine Gedanken können sie mir nicht nehmen.
„Zu Diensten, Miss." Ich drehe meinen Kopf zur Seite.
Ist das eine Art Escort-Service? „Entweder Polly darf dich umziehen, oder ich mache es höchstpersönlich. Und das ist mein Ernst." Gestresst kommt Milan ganz selbstverständlich hinein und geht an uns vorbei. Er entledigt sich seiner Kleidung und zieht sich etwas anderes an.
Er streift sich sein enganliegendes Hemd vom Körper, sein Rücken ist mit Tattoos verziert. Ich sehe nur sein Hinterprofil und es verspricht nicht zu wenig.
„Ziehen Sie sich bitte um." Ich blinzel meine Träumerei weg und befolge den Rat der Dame. „Aber nur, wenn er rausgeht." Milan verdreht seine Augen, inzwischen hat er sich wieder angezogen.
Naja, fast...
Sein Hemd ist noch offen. „Du bist nervig."
Mehr sagt er nicht. Verdutzt lässt er mich und Polly stehen, die sich inzwischen mit meinen Haaren beschäftigt.
Wie soll ich mich anziehen und gleichzeitig meine Haare von ihr machen lassen?
Ich nerve.
Ich nerve.
ER NERVT.
Nach einer Stunde Qual bin ich endlich zurechtgemacht. Mein Kleid deckt gerade so den Verband ab, ein Glück. Ich werde in ein weiteres Auto transportiert, als sei ich eine Ware.
Zwei gestörte Gorillas haben mich dorthin gebracht. Anscheinend hat meine Karate-Übung doch etwas gebracht. Wir sind lange gefahren.