Mafia/Romantik/Drama & nh bisschen Psycho
(Abgeschlossen)
14 Jahre habe ich dich groß gezogen.
Es wäre eine Verschwendung gewesen aus dir nicht den Mann zu machen, der einst dein Vater gewesen ist.
Sie sind beide tot, deine Mutter und dein Vater do...
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„Wir sind da, Liebes", murmelt meine Mutter, während mein Vater mir von außen die Tür öffnet.
„Nein..." „Nein, nein, nein, nein." Ich werde immer lauter, mein Herz zerspringt; es ist, als würde mich jemand aus einem Tiefschlaf in eiskaltes Wasser schubsen. So eine Art von Verrat habe ich in meinem Leben noch nie erlebt. „Bitte... bitte nicht... wieso... das kann doch nicht sein." Mit aller Kraft kralle ich mich verzweifelt an das Auto und will sogar voller Wut über das, was sie mir antun, meine Eltern konfrontieren. Doch Milan kommt aus der Tür heraus und packt mich an der Taille, damit ich nicht auf die beiden voller Verzweiflung losgehe.
„Ich hasse euch! Wie könnt ihr eurer eigenen Tochter sowas antun?" Meine Mutter dreht im Auto ihren Kopf weg, während mein Vater sich bei Milan für meine Flucht entschuldigt. „Sie wird sich jetzt benehmen."
„Benehmen? Verfickte Scheiße, ihr seid so erbärmlich." Dass Milan mich festhält und ich nicht wenigstens beiden gegenüberstehen kann, macht mich noch wütender. „Lass mich los, Milan." Ich wehre mich mit aller Kraft und kratze ihn sogar dabei. Doch als ich sehe, dass es beiden das wenig interessiert und sie sogar ohne Verabschiedung ins Auto steigen, sinke ich zusammen und lasse meinen Tränen freien Lauf.
„Ich kann nicht glauben, dass sie mir das antun."
Milan hat sich mit mir auf den Boden gesetzt und drückt mich in seine Arme, was recht ungewöhnlich für seine Art ist. „Ich würde ja jetzt 'Home Sweet Home' sagen, aber wir müssen leider direkt weiter", flüstert er und hilft mir auf.
„Keine Drohungen oder Ähnliches, weil ich abgehauen bin? Komm schon, bring mich einfach um... oder so, damit tust du mir einen Gefallen." Schluchzend versuche ich, den Schmerz in meiner Brust zu verarbeiten.
Mein Leben kommt mir plötzlich so falsch vor.
Als wäre das alles nicht echt. „Das, was dir passiert ist, müsste Strafe genug sein. Und jetzt komm." Ich gehe nur mit Milan mit, weil ich ehrlich gesagt keine Ahnung habe, wohin ich sonst soll.
Außerdem habe ich gerade nicht die Kraft dazu, mich weiter zu streiten.
Ich will mich einfach nur verkriechen und mein erbärmliches Leben bemitleiden. Erst mein Freund. Jetzt meine Eltern.
Da Milan mein Geschluchze nicht weiter erträgt, dreht er mit voller Kanne die Musik auf.
Doch als er irgendwann seine Hand auf mein Knie verweilen lässt und mir mit seiner Geste zeigt, dass er dennoch mit mir fühlt, werde ich irgendwie ruhiger. Und schlafe ein.
„Aufstehen." Wie immer weckt er mich ziemlich taktlos und tippt mir auf die Schulter. Als ich genervt aus dem Auto steige, springt mir ein Mädchen fast in die Arme. „Ich bin Adrianna, aber nenn mich einfach nur Ada." Ich erwidere ein erzwungenes Lächeln aus Höflichkeit. Sie ist nett, aber ich will meine Ruhe haben.
„Hör zu, ich weiß, was dir passiert ist, und das tut mir alles leid. Doch so läuft es in unserer Welt. In so einer Situation braucht man erst recht Leute, denen man vertrauen kann, und dafür wäre ich gerne da. Komm, wir gehen erstmal rein."
Sie öffnet die Tür des Hauses. Es ist groß und süß, aber dennoch mit Stil. An den Wänden hängen verschiedene Kunstwerke. Die eine Hälfte des Raums hat einen Kamin, der andere ist eine offen stehende Küche. Alles ist in bunten, aber modernen Farben liebevoll eingerichtet.
Nicht so abgehakt kalt-modern wie bei Xavier in der Villa. Obwohl Milans Zimmer auch ziemlich gut eingerichtet ist.
Naja, mir kann kein Mensch sagen, dass er daran denkt, die Pflanzen zu gießen.
Ada bietet mir etwas zu trinken an. Während ich Milan dabei beobachte, wie er kurz telefoniert und mit einem Handzeichen das Haus verlässt.
Erwartungsvoll sieht sie zu mir und stützt neugierig ihren Kopf auf die Hände. „Erzähl mir deine Geschichte, Lucy. Wie bist du in dieser kranken Familie hineingeraten?" Ich beginne, alles zu erzählen, und es tut gut, mit jemandem über alles reden zu können.
Erst zögere ich, doch ich brauche einfach jemanden zum Reden... nach all dem. Selbst wenn sie mich hintergehen würde, hätte ich nichts zu verlieren.
~
„AHAA, DU STEHST AUF MEINEN COUSIN!" Ich fuchtel wie wild mit den Händen herum. Milan ist zum Glück nicht da und kann unser Gespräch nicht hören, dennoch werde ich rot wie eine Tomate. „Nein, das stimmt doch gar nicht." Ich habe Ada alles erzählt von A-Z, aber nirgendwo habe ich etwas erwähnt, was mit mir und Milan zu tun haben könnte, um sowas zu interpretieren.
Die Entführung, meine Eltern... alles.
Danach kam zufälligerweise eine Flasche Tequila dazu, keine Ahnung, wie diese Stoffe in meinen Körper gelangt sind.
Und es war eindeutig zu viel Tequila. „Ich hab gesehen, wie du ihn angesehen hast." Ich schüttle empört den Kopf. Ein jüngerer Herr steht plötzlich hinter Ada und massiert ihren Nacken. „Marco, Baby..." Sie klammert sich an seiner Hand, Marco lächelt mir höflich zu. „Du bist also die neue Chaosqueen. Freut mich, ich bin Marco." Es scheint mir so, als meide Ada ihre Familie so gut es geht, außer Milan.
Das kann ich komplett verstehen. Naja, außer dem Teil mit Milan.
„Huch." Ich falle auf den Teppich und lege mich dort hin. „Sorry, Marco, ich würde dir gerne hallo sagen, aber der Boden zieht mich wortwörtlich an."
Marco lacht und wendet sich an Ada, die ebenfalls kaum alleine stehen kann. „Okay, folgendes: Ich bringe dich jetzt ins Bett, Hase, und du kümmerst dich um Lucy."
Mit wem spricht er? Mit dem Teppich?
„Huch." Ich bin plötzlich auf Milans Arm; er hat mich über die Schulter geworfen und klatscht mir einmal kurz auf den Po. „Ich habe mir schon gedacht, dass du nichts verträgst."
Ich bin innerlich am Schmollen, lasse aber meine Arme hängen und seufze. „Warum bist du so doof, Milan?" Schmollend lasse ich mich aufs Bett werfen. Das Bett ist unfassbar gemütlich. „Du bist absolut betrunken, Kamikaze." Ich schüttle meinen Kopf und räkle mich auf dem Bett. Als ich merke, dass Milan nicht ins Bett kommt, gehen jegliche Sinne in Alarmbereitschaft.
Biestig ziehe ich ihn mit meiner Hand zu mir; er weiß sofort, was zu tun ist, und lässt seine Hände über meinen Körper wandern.
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