Mafia/Romantik/Drama & nh bisschen Psycho
(Abgeschlossen)
14 Jahre habe ich dich groß gezogen.
Es wäre eine Verschwendung gewesen aus dir nicht den Mann zu machen, der einst dein Vater gewesen ist.
Sie sind beide tot, deine Mutter und dein Vater do...
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Drogo schaut direkt zu mir, während Milan noch mit dem Mädchen beschäftigt ist, und gibt mir ein kurzes Kopfnicken.
Ich soll zu Drogo gehen. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie viel Gift ich gerade spucken könnte. Ich sehe Milan weder wütend an, noch zeige ich irgendeine Emotion. Ich stehe einfach nur auf und bewege mich, wie er es will, zu Drogo. Seine Männer haben sich in seiner Nähe platziert, und Pablos Freunde scheinen mittlerweile bemerkt zu haben, dass ich nicht seine Freundin bin. Oder sie denken, ich wäre hier die Mafia-Schlampe. „Du humpelst ja gar nicht."
Tolle Begrüßung, Lucy. Drogo sieht mich an und bestellt sich ein Getränk. „Es war ein ganz normaler Schuss; sowas ist wie Fahrradfahren, etwas Alltägliches. Willst du auch?" Ich schüttle den Kopf. Die letzten Tage hatte ich genug Alkohol. Ich weiß zu gut, wozu mich beide Male der Alkohol gebracht hat, und beide endeten mit einem Orgasmus.
Ich bekomme wieder einen roten Kopf.
„Süß, du starrst mich an." Ich versuche, meine Irritation zu verbergen und nicke einfach nur. „Ich muss hier weg, Drogo. Ich will hier nicht mehr sein. Ich werde noch verrückt." Das ist nicht einmal gelogen, doch je schlimmer ich über das hier rede, umso mehr vertraut er mir. „Ich habe keine klaren Gedanken mehr..." füge ich hinzu, und Drogo sieht mich bemitleidend an, während er mir über die Wange streichelt. „Ich würde dich so gerne bei mir haben. Allerdings wird Milan dich niemals freiwillig hergeben, Lucy. Du bist sein Besitz; er hat dich gekauft." Ich muss spöttisch lachen über seine Äußerung. Er hat mich gekauft.
„Hey... ich verspreche dir, dich herauszuholen. Ich bin dabei, Milan zu zerstören. Alles, was sein Vater sich aufgebaut hat, alles, was sein Onkel ihm versucht hat zu vermitteln. Es ist nicht gerade einfach, da Milan sogar ein besseres Ebenbild ist, doch ich werde es schaffen." Er fährt mit seinem Daumen über meine Lippe.
Die Musik wird entspannter; es sind hier weniger Leute, zwar immer noch viele, aber eben viel weniger. Ich beruhige mich, um nicht ganz auszuflippen. „Wieso hasst du Milan so, Drogo?" Drogo gibt einen amüsierten Laut von sich und sieht hasserfüllt zu Milan rüber, der sich immer noch um das Mädchen kümmert und uns keines Blickes würdigt. „Er hat meine Schwester gefickt."
„Wow." Ich verschränke meine Arme. Drogo zögert kurz, leert sein Glas komplett und bestellt sich ein weiteres, das er daraufhin ebenfalls sofort hinunterkippt.
Das nächste folgt im Anschluss. „Ja, Lucy, wow. Der Typ hat sie nicht nur gefickt. Er hat sie geschwängert und sie daraufhin die Treppe hinuntergeschubst. Das Kind ist sofort gestorben. Du weißt gar nicht, was meine Schwester durchmachen musste. Er ist ein kranker Bastard. Und meine Schwester ist immer noch bei ihm. Sie kann dadurch nicht einmal mehr Kinder bekommen." Ich stehe mit offenem Mund da.
Vielleicht wäre Alkohol doch eine Lösung. Würde Milan wirklich so etwas tun? Ich würde ihm vieles zutrauen. Aber auch das? Es ergibt keinen Sinn. Wieso sollte ich ein Kind von Milan kriegen, wenn er sein eigenes auf dem Gewissen hat? „Jetzt weißt du es." Ich nicke und versuche, alles zu verarbeiten.
Dieses miese Arschloch.
„Ich kann nicht länger darüber reden, wenn ich alkoholisiert bin. Das ist gar nicht gut. Du schuldest mir noch einen Tanz." Er hält mir die Hand offen; zögerlich ergreife ich sie, doch Drogo zieht mich nicht zum Tanzen, sondern zum Küssen. Als ich mich versuche zu wehren und Drogo mich nicht loslässt, bin ich kurz davor zu schreien. Doch Drogo löst sich von alleine, als hinter uns ein Glas zerspringt.
„Fuck. Lucy, geh sofort zu Milan. Ich muss weg." So schnell wie möglich, ohne sein letztes Glas auszutrinken, verlässt Drogo den Ort und lässt mich allein stehen. Der rote Punkt, der eben noch leuchtete, ist verschwunden.
Was war das jetzt?
Ein erneuter Anschlag. Ich gehe sofort zu Milan, der immer noch mit dem Mädchen beschäftigt ist. Als ich mehrmals seinen Namen sage und er noch immer nicht antwortet, beschließe ich, sie einfach von seinem Schoß hinunterzuschubsen.
„Was soll das, Lucy?" Ich deute auf das Glas. Seine Lippen sind leicht geschwollen, er seufzt und nimmt mich an der Hand. Fast schon panisch zerrt er mich durch die Menge. „Warst du das?"
Milan verfestigt seinen Griff. „Warum sollte ich? Natürlich will ich den Typen tot sehen, aber ich war das nicht. Eine Sekunde länger, und ich hätte es wahrscheinlich getan." Er hat uns doch gesehen. „Hast du dein eigenes Kind getötet?" Milan bleibt mitten in der Menge stehen und sieht mich an.
„Woher? ... fuck, nein, Lucy. Dafür ist jetzt keine Zeit. Du musst mitkommen." Ich weigere mich und halte mich an einem Stützpfahl fest. „Ich will Antworten."
„Dann komm mit, verdammt."
„Du musst es mir versprechen." Milan überlegt und nickt zögerlich. „Ja, Herrgott, und jetzt kommst du mit mir." Es klingelt an der Tür. Fluchend öffnet Milan sie, während blaues Licht durch die Fenster flackert.
„Du sagst jetzt nichts." Mein Herz klopft wie verrückt. Mein Weg zur Freiheit steht direkt vor mir. Der Untergang von Milan, nur wenige Zentimeter entfernt. „Hi, Dan."
„Hallo, Milan." Ein Kerl in blauer Uniform schaut sich ein wenig um und sieht kurz zu mir. Allerdings wirkt es eher so, als würde er durch mich hindurchsehen. „Wir haben einen Anruf bekommen. Die Nachbarn meinen, Schüsse gehört zu haben, und im Umfeld wurden Rotpunktvisiere erkannt."
Milan reibt sich über das Gesicht und seufzt. Er kramt etwas aus seiner Tasche und steckt es dem Kerl zu. „Dir fällt mit Sicherheit was Passendes ein, oder?" Dan nickt.
„Dann noch einen schönen Abend." Er richtet seinen Hut und sieht mich eine Weile an. „Miss." Dann geht er wieder zurück zum Wagen und sagt etwas in ein Gerät.
Selbst wenn ich etwas gesagt hätte, er steckt mit Milan unter einer Decke. „Milan... wer zielt auf uns?" Milan muss plötzlich lachen.
Meine Wut steigt immer mehr. „Was für ein Feigling. Er hat sich einfach so verpieselt und dich zurückgelassen." Ich lehne mich erschöpft, aber auch erleichtert an die Wand. „Du warst es also doch." Er zuckt mit den Schultern.
„Komm schon, das war lustig. Jetzt denkt er, irgendwelche Leute haben es auf ihn abgesehen. Bei seinen krummen Geschäften wird er jeden verdächtigen. Falls er Schuld an der Autobombe ist, wird er sich spätestens jetzt zurückhalten."
„Du bist so ein Arsch, Milan."
„Ich weiß."
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