Mafia/Romantik/Drama & nh bisschen Psycho
(Abgeschlossen)
14 Jahre habe ich dich groß gezogen.
Es wäre eine Verschwendung gewesen aus dir nicht den Mann zu machen, der einst dein Vater gewesen ist.
Sie sind beide tot, deine Mutter und dein Vater do...
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Tom zuliebe versuche ich, etwas hinunterzuschlucken.
Jeder Schluck ist anstrengend. Jedes Wort, das ich sage, bringt mich zum Stocken, da ich jeden Moment drohe, in Tränen auszubrechen. „Er hat es dir gesagt?"
„Ja, hat er."
Tom reicht mir einen Umschlag. „Er wird sich nicht mehr verabschieden. Aber ich soll dir schon mal deine neuen Unterlagen geben." Ich packe sie erst gar nicht aus und schmeiße sie beiseite.
„Wo ist er?" Tom seufzt hilflos.
„Unten... mit Xavier." Als ich diesmal auf die Beine komme, fühle ich mich stärker als je zuvor.
Ich hebe die Dokumente und gehe die Treppen hinunter. „Lucy, guten Morgen, Schönheit." sagt Xavier und lächelt mir schlüpfrig zu.
Milan wirkt überrascht, mich zu sehen. Ich nehme meinen Mut zusammen und schmeiße ihm die Papiere vor die Füße.
„Du willst mich aus deinem Leben löschen? Gut. Aber du hast nicht das Recht, über meine Identität, MEIN LEBEN zu entscheiden. Du bist ein Feigling. Und solange gewisse Dinge noch nicht geregelt sind, hast du mich am Arsch, ob du willst oder nicht." Ohne überhaupt seine Antwort abzuwarten, gehe ich hoch ins Bad und mache mich frisch.
Ich habe tagelang geschlafen. Ich habe es satt, mich hängen zu lassen und zu weinen, in ständiger Angst zu leben.
Das bin ich nicht.
Ich ziehe mir einen kurzen Zweiteiler an und gehe hinunter ins Foyer. Unten sind bekannte Gesichter...
„Levis." Mit einem schelmischen Grinsen im Gesicht nehme ich Milans Freund in den Arm. Levis erwidert die Umarmung.
Er riecht gut. „Was tust du hier?"
Er sieht zu Milan und boxt ihn verspielt gegen den Arm. „Wir beide gehen etwas trinken. Ich muss den Typen auf die Beine bringen... komm doch mit?"
„Nein, das wird sie nicht." brummt Milan genervt dazwischen und scheint sich nicht so sehr auf seine Kneipentour zu freuen. „Du willst mich bald alleine in einem fremden Land ausliefern. Wenn du mich nicht dabei haben willst, dann gehe ich eben alleine feiern."
Er nimmt mich an der Hand und zieht mich abseits. „Du solltest dich lieber noch ausruhen. Ich merke doch, wie wackelig du auf den Beinen bist." Ich hebe stolz meinen Mittelfinger.
„Big News: Geht dich einen Scheiß an." Er verdreht die Augen und wirft mich über seine gesunde Schulter.
„Solange ich noch hier bin, wirst du das tun, was ich sage!" schreit er wütend und lässt mich aufs Bett fallen.
„Ich könnte doch schon mal neue Kontakte knüpfen."
„DAS WIRST DU NICHT." Ich räkel mich amüsiert auf meiner Bettwäsche.
Das ein oder andere Detail meines Körpers wird ihm präsentiert. „Neue Männer kennenlernen. Vielleicht probiere ich mich ein wenig aus."
Milan reibt sich angestrengt über die Stirn. Gleichzeitig klopft es an der Tür. „Milan, kommst du jetzt?"
„Wieso nerven mich alle immer?" Ich muss ein wenig schmunzeln. „Gut, komm mit, wenn du willst." Ich stehe begeistert auf und schüttle anschließend meinen Kopf.
„Nö, ich will doch nicht. Ich gehe doch nicht mit einer Person feiern, die mich loswerden will." Milan schaltet sein Handy aus und steckt es anschließend wieder in seine Hosentasche.
„Du verwechselst da etwas; ich will dich beschützen." Ich schüttle verständnislos meinen Kopf und kehre Milan den Rücken zu.
„Du hast keine Garantie dafür, dass ich sicher bin. Wir hatten nicht mal eine Chance bekommen."
„Lucy..." brummt Milan und ist wohl sprachlos. „Du warst ja nicht bei Drogo, als ob ihn ein anderes Land davon abhalten würde." Bevor wir beide im Streit auseinandergehen, verlasse ich das Zimmer. Milan zieht mich kurz in seine Arme.
„Auf Wiedersehen, Lucy."
Ich sehe ihn böse an und erwidere seine Zärtlichkeit nicht.
„MILAN, VERDAMMT, KOMM JETZT, ES WARTEN NACKTE ÄRSCHE."
Ich verdrehe die Augen, um meine Emotionen gleichzeitig zu verbergen.
War das eine Verabschiedung? Als ich aus dem Fenster sehe, sind noch mehr von Milans Freunden unten; sie geben sich alle einen Handschlag... sogar Nessi ist dabei.
Milan schaut kurz zu mir hoch; ich falle fast von der Fensterbank.
Ich fühle mich schon wie diese alten Omas, die den ganzen Tag aus dem Fenster schauen. Die meiste Zeit liege ich im Bett und versuche, mich irgendwie damit anzufreunden, ein neues Leben starten zu können.
Immerhin war das mein größter Wunsch. Dr. Dora kommt herein und sieht nach mir.
„Ich hab dich übrigens untersucht," sagt sie und setzt sich zu mir. „Natürlich haben Sie das, das ist Ihr Job," murre ich, während ich die Wand anstarre.
„Milan hatte sich Sorgen gemacht, dich eventuell geschwängert zu haben."
Sofort richte ich meine komplette Aufmerksamkeit auf Dr. Dora. Mein Schädel wird knallrot; zwar besitzt sie Professionalität... trotzdem ist mir das Thema ein wenig unangenehm. „Euer Geschlechtsakt verlief ohne Verhütung. Aber du brauchst dir keine Gedanken zu machen... du bist nicht schwanger." Sie lächelt mich an, als sei es eine gute Nachricht.
Das ist es durchaus. Aber die Tatsache, dass Milan Angst hatte, ich könnte schwanger sein, bestätigt mir, dass er mich nur loswerden will.
Ursprünglich bin ich dafür da, um mit Milan ein Kind zu bekommen. Selbst als Katharina angeblich schwanger war, fand Milan das nicht schlimm.
Aber bei mir bezeichnet er es als Katastrophe? Ernsthaft? Dr. Dora versucht, mir Zuspruch zu geben und mich davon zu überzeugen, positiv zu sehen. Als sie schließlich geht, kommt mir eine gestörte Idee.
Ich verlasse mein Zimmer und platze ohne zu fragen in Hugos Zimmer herein. Im Hintergrund hat er seinen Computer am Laufen... er downloadet sich GTA... welch eine Ironie.
Als ich Hugo vor mir sehe, muss ich gleich zweimal hinsehen. „Warum so schick angezogen?" Hugo sieht mich irritiert an, schüttelt den Kopf und hat plötzlich ein seltsames Grinsen im Gesicht.
„Langweilst du dich zufällig?"
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