Mafia/Romantik/Drama & nh bisschen Psycho
(Abgeschlossen)
14 Jahre habe ich dich groß gezogen.
Es wäre eine Verschwendung gewesen aus dir nicht den Mann zu machen, der einst dein Vater gewesen ist.
Sie sind beide tot, deine Mutter und dein Vater do...
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Er hat das alles doch geplant. Milan steigt in sein Auto, ich halte kurz inne und schaue in die Ferne.
Was wäre, wenn ich einfach wegrennen würde?...
„Steigst du jetzt ein oder was?" Ich sehe Nessi giftig an; sie zuckt kurz zusammen.
„Halt deinen Mund. Rede nicht mit mir." zische ich genervt und setze mich nach hinten, da unsere Prinzessin sich nach vorne zu Milan gesetzt hat. „Sei mal nicht so frech, Mädchen." Sie beugt sich zu mir und versucht, sich aufzubauen.
„Frech? Bei uns nennen wir das ordnungsgemäßes Artikulieren. Aber sowas kennst du nicht." kontere ich und bereite mich darauf vor, dass Milans Armaturenbrett gleich mit ihrer Fresse geschmückt ist.
„Kein Wunder, dass dein Niveau nur für Hugo gereicht hat." Ich trete einmal heftig gegen den Vordersitz; sie schreckt kurz auf und hält sich wie eine Irre fest. „Da du ja keins besitzt, reicht es auch nicht für einen Freund. Deswegen bist du auch Single und Menschen nutzen dich aus, um an deinen Vater zu kommen."
Milan seufzt wie immer. Er dreht sogar die Musik lauter. Es läuft „HUMBLE" von Kendrick Lamar. Als Nessi wie eine Wilde am Herumschreien ist und ihre Worte offensichtlich an Milan richtet, deutet er nur auf sein Ohr, um ihr klarzumachen, dass er nichts hört durch die laute Musik.
Ich würde ihn mindestens genauso gerne wie sie aus dem Fenster werfen. „Ihr beide seid kindisch."
Ich kralle mich an meinem Sitz fest. „Kindisch? Wer lutscht an meinen Titten wie der letzte Säugling?" Nessi sieht geschockt zu uns beiden.
„Und wer zerstört daraufhin das Bettlaken?" Spätestens jetzt hat sie gerafft, dass zwischen Milan und mir etwas läuft.
Milan klopft seinen Kopf verzweifelt gegen das Lenkrad. „Stell dir einfach was Schönes mit denen vor, Milan. Bleib ganz gelassen." Er beruhigt sich und zündet sich eine Zigarette an. Ich versuche mich ebenfalls zu beruhigen; die gesamte Situation macht mich extrem wütend.
Wir sind eine Weile gefahren, Milan hält vor einem Café an.
Es hängt ein Schild an der Tür mit der Aufschrift „Geschlossene Gesellschaft". Zwei Männer stehen davor. Als erst Nessi und dann Milan aussteigen, dackel ich hilflos ihnen hinterher. Ohne überhaupt ein Wort zu erwidern, stolziert Nessi durch die Tür, die beiden Männer aber halten mich und Milan auf.
„Halt, erst durchsuchen." sagt einer stumm und sieht ohne eine Miene zu verziehen zu Milan. „Meinetwegen, aber keiner fasst sie an." Ich blinzle irritiert.
Meint der mit „Sie" mich? Der Mann beginnt Milan abzutasten, er findet nichts. Als er sich gerade zu mir dreht, hält Milan seine Hand fest. „Ich sagte, nicht anfassen." Der andere kommt dazu; beide sehen ziemlich böse zu dem Mafiosi.
„Hör mal, was denkst du, wer du bist? Wenn ich die Kleine anfassen will, dann tue ich es." Ich gehe panisch dazwischen.
Na gut, eher genauso wütend. „Hör auf damit, Milan, er kann mich ruhig durchsuchen; er wird mich nicht direkt ENTFÜHREN." Beide Männer gehen plötzlich auf Abstand.
Einer hat sogar Schweißperlen. „Oh, du bist Milan."
„Na dann, geht ruhig durch." Ich verstehe die Welt nicht. Haben die etwa Angst? Triumphierend kann ich mir einen Scherz nicht verkneifen. Ich zucke einmal zusammen und erschrecke sie. „BUH."
Beide springen auf und gehen sogar einen Schritt zurück.
Sehr amüsant. „Na komm, Kamikaze." Sogar Milan muss lachen. Trotzdem bin ich immer noch böse. Die Sache an sich ist ja schon lustig.
Aber ich will trotzdem nicht in Milans Haut stecken. Nessi ruft genervt nach uns, Milan aber bleibt kurz stehen und hebt seinen Finger. „Misch dich nie wieder bei sowas ein, Lucy."
„Wie kann jemand so schnell von sympathisch auf unsympathisch springen?"
„MILAN, mein Freund." Dieses „Freund" hat einen bitteren Beigeschmack. Milan hat viele Freunde. Fake Freunde. Er bietet uns den Platz an und gibt jedem die Hand; als er mir sie zustreckt, ignoriere ich sie und setze mich hin. Der Mann, der sich als Mayson vorstellt, hebt seine Hände und setzt sich ebenfalls hin.
Er schüttet sich etwas ein, bietet uns aber auch ein Glas an. Als ich gerade danach greifen will, reißt Milan mir es aus der Hand.
Mayson reagiert ziemlich gelassen, doch sieht ein wenig gekränkt aus. „Ich hätte niemals gedacht, dass du dasselbe tust wie dein Vater." Ich hebe irritiert meinen Kopf.
„In der Hinsicht war mein Vater ein kranker Bastard, und meine Mutter hat sich trotzdem in den Typen verliebt. Die Kleine gehört Hugo, du merkst, wie anstrengend sie sein kann." Milans Vater hat seine Mutter damals entführt?
Wie gut, dass Milan weniger krank ist.
Spaß beiseite.
„Hugo? Von Xavier, der Hugo?" Er reißt seine Augen auf und scheint mich regelrecht zu analysieren. „Ich habe mir das Spektakel gerade angesehen, Milan. Und ich habe das mit Drogo gehört. Das ist nett, dass du sie vor ihm beschützt. Ich wusste nicht, dass du dich mittlerweile so gut mit Xavier verstehst." Seine Tonlage ändert sich.
„Und ich wusste nicht, dass du vergessen hast, dank wen du hier sitzt und teuren Whisky trinkst."
„DADDY, ICH DACHTE, ICH BEKOMME MILAN." Er seufzt angestrengt, anschließend ballt er eine Faust, um sie mit voller Kraft auf den Tisch zu schlagen.
„DU HAST DEN MUND ZU HALTEN, WENN PAPA GESCHÄFTE MACHT."
„Oh man..." seufzt Milan und reibt sich über die Stirn. „Genug Smalltalk. Lass uns jetzt bitte reden."
„Gut. Aber sie bleibt hier." Milan sieht kurz zu mir und steht dann auf. Er kramt etwas aus seiner Tasche; ich spüre, wie sich einige um ihn herum anspannen. Anders als manche vielleicht gedacht haben, zieht er eine Packung Zigaretten heraus und raucht sich eine.
Wieso haben sie so Respekt vor Milan? Er geht mit Mayson und hinterlässt mich mit seinen Männern. Nervös kralle ich meine Finger in den dünnen Stoff meines Rocks.
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