Mafia/Romantik/Drama & nh bisschen Psycho
(Abgeschlossen)
14 Jahre habe ich dich groß gezogen.
Es wäre eine Verschwendung gewesen aus dir nicht den Mann zu machen, der einst dein Vater gewesen ist.
Sie sind beide tot, deine Mutter und dein Vater do...
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Milans Haushälterin ist mir bis ins Zimmer gefolgt. Ich bin immer noch ziemlich geschockt und kann das alles nicht ganz fassen.
Wie soll ich mich jetzt fühlen? Ist es richtig, dass mich das nicht glücklich macht? „Marta, richtig?" Marta ist gerade dabei, mir die Haare zu frisieren. Ich frage mich, wer heute alles anwesend sein wird. Kommt Ada auch mit Marco?
Welche Familienmitglieder lerne ich sonst noch kennen? „Ja. Bitte stillhalten." sagt sie streng und sieht ziemlich nachdenklich aus. „Wie lange arbeitest du schon für diese Familie?" Sie seufzt und sieht konzentriert aus. „Zu lange. Ein ganzes Leben."
„Dann kennst du Milans Eltern?" Sie nickt und kämmt mein Haar durch. „Ja. Maia und Eliano waren großartige Eltern für Milan. Sie wären traurig, ihn so zu sehen." Sie wird grober, als würde sie richtig mitfühlen. So eine treue Haushälterin. „Wie war Milans Vater?"
„Miss." ermahnt sie mich, in der Hoffnung, ich frage nicht weiter. Doch Marta holt einmal tief Luft und sprüht mit Haarspray um sich. „Wie Milan, er war dickköpfig, aufgewühlt und extrem genervt von seinem Onkel Xavier. Er wollte schon immer Milan an seiner Seite haben." Ich reiße erschrocken die Augen auf und huste durch den ganzen Qualm. „Also ist Xavier Milans Großonkel?" Sie nickt.
Kann man so weit denken, dass Xavier eventuell Milans Eltern getötet hat? Wie sind sie eigentlich gestorben?
So viele Fragen.
Die mir Marta nicht beantworten wird. Sie gibt mir mein Kleid und hilft mir, es anzuziehen. Anders als die anderen Kleider hat dieses Stil.
Ich mag es, es hat Spitzen, ein wenig Glamour, wirkt aber dennoch schlicht. Der weinrot-blutige Ton harmoniert perfekt mit meinen Haaren und meinem Lippenstift.
Ich lächle Marta dankbar an und gehe nervös nach unten. Hier findet gefühlt jeden Tag eine Party statt. „Was zu trinken, Miss?" Eine junge Dame im Diener-Outfit reicht mir ein Glas Sekt. „Ich nehme lieber den Saft." Sie nickt mir zu und reicht mir ein Sektglas mit Orangensaft. Wenn ich heute trinke, wird der Abend weniger harmonisch enden. Ich lehne mich an eine Treppe und betrachte die Menschen um mich herum. Ich sehe Tom von weitem, der sich mit einem Paar unterhält. Neben ihnen ist ein Junge in meinem Alter, den ich zuvor noch nie gesehen habe. „Lucy, komm her. Ich möchte dir jemanden vorstellen." Nervös kaue ich mir auf die Lippe herum; Mist, jetzt ist mein Lippenstift bestimmt verschmiert.
„Das ist Lucy. Lucy, das sind Dave und Elisa mit ihrem Sohn Levis, drei wichtige Menschen in Milans Leben." Ich lächle beiden höflich zu und will ihnen die Hand geben, doch Elisa stürzt förmlich auf mich zu und umarmt mich. „Du armes Ding. Ich hoffe, sie behandeln dich besser als Maia damals." Dave räuspert sich, worauf sie die Augen nur verdreht. „Ich mag deinen Lippenstift." Sie tippt meinen Arm an und tut so, als hätte sie sich verbrannt.
„Tzz, heiß."
„Ich glaube, sie hat schon ein, zwei Drinks zu viel. Schön, dich kennenzulernen, Lucy." Ich nehme Daves Hand; er versteift sich kurz, als er plötzlich Milan hinter mir bemerkt und ihn freundschaftlich in die Arme schließt. „Ich kann's nicht glauben, Milan. Wir haben uns so gefreut zu hören, dass du heiratest. Herzlichen Glückwunsch." Elisa umarmt ihn ebenfalls.
„Sie wären so stolz, wenn sie dich sehen könnten."
Ich wedle mit meiner Hand in der Luft herum. „Und besoffen, wenn sie dich riechen könnten." Milan rollt mit den Augen. „Komm her." Ich weigere mich, in der Hoffnung, er würde es vor den anderen akzeptieren, um kein Drama zu veranstalten, doch er zieht mich zu sich heran und wischt mir mit einem Daumen den Lippenstift von der Lippe. „Der ist total verschmiert. Wir wissen beide, wann er verschmiert sein darf." Die letzten Worte flüstert er so leise, dass es wahrscheinlich niemand gehört hat. „Wofür flüstere ich eigentlich, wenn sowieso jeder durch deinen roten Kopf checkt, was ich zu dir sage?"
Wenigstens einer, der sich amüsiert. Ich hau ihn auf die Brust und verdrehe beleidigt die Augen. „Hast du nichts Besseres zu tun? Wo ist deine Frau geblieben? Und Sekunde, müsste Drogo nicht auch hier sein?" Ich tue so, als würde ich ihn sehnlichst in der Menge suchen.
„Sie ist noch nicht meine Frau. Außerdem habe ich auf all den Scheiß keine Lust, du bleibst schön bei mir."
„Oh, ihr seid also nicht das Paar?" Elisa runzelt verblüfft ihre Stirn. „Denkt ihr, ich wäre dann ernsthaft noch einigermaßen nüchtern?" murmelt der Mafiosi neben mir.
Er soll einfach seinen Mund halten.
„Katharina ist seine Frau."
„Danke, Tom." Milan seufzt und nimmt sich ein Glas vom Tablett. „Nein, nicht die Katharina. Milan. Sag bloß, du tust das für deinen Onkel?"
Milan hebt sein Glas und geht. „Ich überdenke doch nochmal meine Entscheidung. Ich muss mich ganz dringend betrinken, sonst halte ich den Abend nicht aus. Lucy, bleib in meiner Nähe." Ich zeige ihm einen Mittelfinger.
Ein Glas klirrt; es ist Pablo, der freudig eine kurze Rede für das baldige Hochzeitspaar halten will. Xavier sitzt in der Nähe von Katharina. „Miss, die ist für sie." Ein kleiner Junge zerrt an meinem Rock und überreicht mir eine Rose mit einem Zettel.
„Der einzige Konkurrent in diesem Raum ist diese Rose, du siehst zauberhaft aus. – D"
Ich schaue nach oben; dort, wo Katharinas Tisch ist, sitzt auch Drogo, der mir zuzwinkert. Mit einem Lächeln im Gesicht betrachte ich die blutrote Blume.
„Armer Milan." Elisa schüttelt den Kopf, während Dave sie in den Arm nimmt. „Sorry, wir gehen kurz an die frische Luft."
Als Pablo endlich mit seiner Rede fertig ist, beginnt Xavier zu reden. Er platzt vor Stolz und versucht, seine Worte an Milan zu richten.
Doch von ihm fehlt jede Spur. „Die Jugend von heute denkt immer nur an die Geschäfte." lacht Xavier.
„Oder daran, wie scheiße ihr seid." murmle ich genervt.
Hups, das hat er gehört.
Mit einem verzweifelten Lachen verlässt Xavier die Bühne.
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