S.7

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„Okay, Spiel vorbei. Eine Million."

Milans Stimme durchschneidet den Raum so plötzlich und klar, dass für einen Moment alles verstummt. Selbst das leise Gemurmel der Menge bricht ab, als hätte jemand einen Schalter umgelegt.

Der Blonde senkt langsam sein Schild, sein Blick bleibt jedoch auf Milan gerichtet, prüfend, als würde er überlegen, ob er noch einmal dagegenhalten soll.

Mein Herz, das eben noch irgendwo zwischen Panik und völliger Aufgabe war, schlägt plötzlich wieder. Schnell. Viel zu schnell.

Wer hätte gedacht, dass ich irgendwann froh darüber sein würde, bei Milan zu bleiben?

Wenn jetzt keiner mehr bietet...

„Eine Million zum ersten."

Ein dumpfes Klopfen hallt durch den Raum.

Ich halte den Atem an.

„Eine Million zum zweiten."

Noch ein Klopfen.

Mein Blick schnellt wieder zu dem Blonden. Für einen kurzen Moment hebt er sein Schild leicht an, nur ein Stück, gerade genug, um mir den Magen umzudrehen - doch dann lässt er es wieder sinken.

Ich wage kaum zu blinzeln.

„...zum dritten. Verkauft!"

Die Worte treffen mich wie eine Erlösung. Meine Knie werden weich, und für einen Moment habe ich das Gefühl, einfach zusammenzusinken, doch ich halte mich irgendwie aufrecht.

Milan wirkt nicht einmal wirklich zufrieden, eher... genervt, als hätte ihn das Ganze mehr Energie gekostet, als ihm lieb ist. Trotzdem kommt er auf mich zu, als würde er sich einfach seinen „Gewinn" abholen.

Ich starre ihn an.

Zum ersten Mal fehlen mir die Worte.

Naja... fast.

„Was sollte das bitte?!" Meine Stimme überschlägt sich beinahe. „Du hast sie doch nicht mehr alle! Ich hasse dich! Und wage es ja nicht, so etwas noch einmal mit mir zu machen!"

Er reagiert nicht sofort. Stattdessen packt er mich am Arm und zieht mich aus der Menge heraus, bis wir etwas abseits stehen. Dann drückt er mich gegen die Wand, nicht brutal, aber bestimmt genug, dass ich mich nicht einfach lösen kann.

„Jetzt hörst du mir mal gut zu", sagt er ruhig, aber mit dieser gefährlichen Schärfe in der Stimme, die mir sofort klarmacht, dass er es ernst meint. „Ich hoffe, dir ist jetzt klar, was passiert, wenn du dich nicht benimmst. Denkst du ernsthaft, ich lasse dich einfach gehen?"

Ich balle die Hände zu Fäusten.

„Du hast eine Million für ein bisschen Spaß rausgehauen", fauche ich zurück. „Ist dir das eigentlich bewusst?"

Sein Blick wird kalt, fast schon gelangweilt, bevor er kurz zur Seite sieht - direkt zu dem Blonden, der sich langsam auf uns zubewegt.

MilanGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt