Mein Name ist Amina Barton.
Als ich klein war, wurde mir und meinem Bruder alles genommen.
Eine geheime Organisation mit dem Namen S.H.I.E.L.D. nahm uns auf und bildete uns zu Agenten aus.
Er wurde Hawkeye der Falke und ich Noun der Luchs.
Ich zeich...
Diese Worten brechen mir gerade das Herz. Haben die anderen es etwa wirklich geplant? Ich weiß das Fandral mich mag, aber warum hat er mich ausgerechnet heute geküsst, nun da ich weiß was heute morgen passiert ist, bevor ich kam. In Lokis Augen sehe ich das er enttäuscht ist. Enttäuscht von mir, weil er dachte ich sei anders. Sehe die Wut in seinen Augen funkeln. "Verschwinde Amina." zischt er mich an. "Loki Bitte." versuche ich es. "Raus hier." schreit er. Die Tränen welche gerade dabei sind hochzukommen, unterdrücke ich so gut es geht. In meinem Zimmer schließe ich die Tür hinter mir und werfe mich auf mein Bett. Hier wo mich niemand sehen kann, lasse ich meinen Tränen freien lauf. Nehme sein Oberteil in meine Hände und sehe es nur kurz an. Es schmerzt das er mich nun so von sich abweist. Morgen ist sein Geburtstag und ich hatte ein perfektes Geschenk für ihn gefunden.
Er wird es wohl nicht haben wollen. Nun schaue ich auf mein Geschenk von ihm, das selbstgemachte Armband. Ich lege es nie ab, da es mir sehr viel bedeutet. Es war wirklich ein Fehler Fandral zu küssen. Doch diesen kann ich nicht rückgängig machen. Meine Freunde haben mich hintergangen, und ich fühle mich gerade wie die dümmste Person auf allen Welten. Mit dem gewissen alles falsch gemacht zu haben, zwinge ich mich in einen unruhigen schlaf. Geplagt von Alpträumen werde ich immer wieder wach und brauche Ewigkeiten bis ich wieder einschlafen kann. Als die Sonne in mein Zimmer scheint, beschließe ich aufzustehen. Es hat sowieso keinen Sinn. Langsam wälze ich mich aus dem Bett und ziehe mich zuerst an. Nachdem ich mich frisch gemacht habe, setzte ich mich an den Schreibtisch. Ziehe ein Blatt und einen Stift heraus und schreibe in Geheimschrift einen Brief. Niemand kann diesen lesen, niemand außer mir und ihm. Als ich zwölf war haben wir sie erfunden, sie hat uns miteinander verbunden. In dem Brief erkläre ich ihm das ich keine Ahnung von dem Gespräch der anderen hatte, dass es mir leidtut was auch immer ich falsch gemacht habe und auch dass ich ihn brauche. Wenn er es mich nicht erklären lässt, schreibe ich es eben auf. Bevor ich mich auf den Weg zum Speisesaal mache, schiebe ich den Brief unter seiner Tür durch. Hoffentlich liest er in und wirft in nicht einfach weg.
Loki p.o.v.
So schlecht wie in dieser Nacht, habe ich selten geschlafen. Die Worte der anderen geistern mir durch mein Gedächtnis und auch wie sie vor mir stand. Zuerst so selbstsicher und als ich anfing wütend zu werden, immer kleiner zu werden schien. Die Furcht in ihren Augen, als ich das sah hätte es mir fast das Herz zerrissen. Ich sollte es nicht an ihr auslassen, doch sie war zur falschen Zeit hier. Noch nie musste ich so dringend meine Wut raus lassen. Auch wenn ich sie dadurch verletzt habe. Es ist das beste für mich. Unter meiner Tür wird ein Brief durchgeschoben und ich weiß von wem er ist. Langsam stehe ich auf und hebe in auf. Entfalte das Papier und sehe unsere Geheimschrift. Sie war zwölf und ich dreizehn. Damit wollten wir sicher gehen, dass die anderen uns nicht folgten. So haben wir treffen ausgemacht, damit mein Bruder und seine Freunde es nicht herausfanden. Ich war ihnen von Anfang an, als sie merkten das wir Zeit miteinander verbringen ein Dorn im Auge. Egal wie wütend ich gestern war, ich werde den Brief auf jeden Fall lesen. Kurzerhand setzte ich mich zurück auf mein Bett und entziffere den Inhalt.
Loki, egal was du von mir denken magst, sei dir sicher das ich von den Gesprächen der andern nichts wusste. Was auch immer ich falsch gemacht habe, ich bitte dich um Verzeihung. Ich möchte nicht dass wir beide Streiten, den ich brauche dich. Du bist mein bester Freund und alleine schaffe ich das hier nicht. Das wollte ich dir gestern alles erklären, doch als ich in deine Augen sah, wusste ich dass es der falsche Augenblick ist. Hoffentlich liest du diesen Brief. Ich werde mit den anderen reden, ich muss wissen was hier vorgeht.
Deine Amina.
Ich lasse den Brief sinken und lese in kurz danach erneut. Verdammt was habe ich getan? Den Brief falte ich zusammen und stehe auf. Möchte zu ihr ins Zimmer, doch sehe das es leer ist. Sie muss schon zu den anderen gegangen sein. Meine beine tragen mich heute schneller als sonst zu dem Speisesaal. Als ich ankomme, höre ich schon eine hitzige Diskussion zwischen ihnen. "Was habt ihr gestern geredet bevor ich zu euch kam?" höre ich ihre aufgebrachte Stimme. "Wovon sprichst du Amina?" "Halte mich nicht für eine Närrin Thor. Sag mir lieber die Wahrheit." "Ich denke wir sollten...." "Sei still Fandral, von dir möchte ich kein Wort mehr hören." "Amina, was ist nur los mit dir?" fragt nun Volstagg. "Wir sind ihr antworten schuldig." mischt sich Sif ein. "Ja das seid ihr in der Tat."
"Wir sprachen gestern darüber das Loki ein schlechter Einfluss für dich ist." beginnt Hogun. "Und auch darüber dass er schon immer seltsam war, doch als du sein Oberteil trugst und er nichts, wurde uns klar dass das nicht so weiter gehen kann." fährt Thor weiter. "Wir haben euch erzählt dass es ein Unfall war, das ich ins Wasser fiel." "Wir verstehen nicht ganz, warum du so viel Zeit mit ihm verbringst. Ihr beiden seid so unterschiedlich und er ist eben Loki." höre ich Fandral. Oh Gott, wie ich ihn hasse. Wenn er sie noch einmal anfasst, werde ich ihm den Hals umdrehen. "Loki und ich sind nicht so verschieden wie ihr es vermutlich denkt. Er versteht mich." "Was meinst du mit er versteht dich? Er versteckt dich vor uns und versucht dich von uns fernzuhalten." meint Sif. "Als ich hier ankam, war Loki für mich da. Wenn ich Kummer hatte oder einen Rat brauchte, wusste er es ohne dass ich darüber mit ihm sprach. Und er versteckt mich nur vor euch wenn ich Zeit mit ihm verbringen möchte. Wir verstecken uns weil ihr es nicht Verstehen würdet."
"Amina, ich appelliere an deine Vernunft. Sei doch einsichtig und verstehe das wir uns nur Sorgen." "Solltest du dich deshalb um mich kümmern Fandral?" "Woher weißt du das?" "Ich bin nicht auf den Kopf gefallen wie ihr schon sagtet. Wolltest du gestern deshalb das Training? Mich ablenken, von der Vergangenheit erzählen lassen, bei der du weißt das ich damit nicht gut umgehen kann? So hattest du natürlich leichtes spiel bei mir." Ich höre ihre Stimme und kann nur erahnen wie wütend sie gerade ist. Verdammt ich habe mich wirklich in ihr Getäuscht. Amina ist noch viel Mutiger und beeindruckender als ich dachte, ich hatte recht dass sie Fandral nicht einfach so verfallen würde. "Es tut uns leid Amina." "Bitte Sif, lasst mich einfach für heute in Ruhe. Ich muss alleine sein." Ihre Schritte nähern sich der Tür und ich verstecke mich.
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