Der Dolch

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Am Abend versammeln wir uns im Thronsaal.
Odin möchte ein Gespräch mit uns führen, wie es weitergeht sobald der Bifröst wieder voll hergestellt ist.
Meine Gedanken schweifen allerdings, gegen meinen Willen immer mal wieder zu Loki.
Wie kann ich meine Gefühle nur abstellen?
"Gut, damit wäre es vorüber. Ihr könnt nun gehen." sagt der Allvater nach der Besprechung.
Gerade als ich den Saal mit den anderen verlassen möchte, werde ich von Odin aufgehalten.
"Amina, mit dir würde ich allerdings noch kurz sprechen."
"Ja Allvater."
Nachdem der Saal nun leer ist, wende ich mich dem König zu.
Ich möchte gerade niederknien, doch er hält mich davon ab.
"Das ist nicht nötig mein Kind, dies hier ist kein offizieller Anlass."
"Wie ihr wünscht Allvater. Worüber wolltet ihr mit mir sprechen?"
"Ich wollte dir zum einen nur etwas überreichen."
Verwirrt sehe ich ihn an und schaffe es damit sogar, dass er leicht grinsen muss.
Er zieht einen Dolch hervor, den ich sofort erkenne. 
"Unseren gefangen werden natürlich alle Waffen die sie bei sich tragen abgenommen. Bei dieser hier wollte der Besitzer das eine bestimmte Person sie erhält."
"Warum ich?"
"Er hat viele Fehler begangen, nicht wenige sind auch mein Verschulden. Doch ich weiß das seine Liebe zu dir aufrichtig ist. Loki wollte dass dieser Dolch in guten Händen ist."
"Ich werde ihn gut verwahren, dass verspreche ich."
"Benutze in, er könnte dir im Kampf nützlich sein. Eine Waffe sollte nicht einfach nur herumliegen. Dafür wird sie nicht geschmiedet."
"Wie ihr wünscht. Aber es gibt noch etwas worüber ihr mit mir sprechen wollt nehme ich an?"
"In der Tat. Frigga bat mich darum das ich den Wachen mitteile, dass dir der Zutritt in die Zelle gewährt wird. Ich habe versucht mit ihr darüber zu sprechen, doch sie gab mir Antworten denen ich nicht widerspreche konnte, du kennst sie ja. Du kannst zu Loki gehen, jedoch werden deine Waffen draußen von den Wachen aufbewahrt. Hast du das soweit Verstanden?"
"Ja Odin."

"Nun wenn das so ist, solltest du nun gehen. Ich werde dich nicht länger als notwendig hier aufhalten."
Ich stecke den Dolch in den Gürtel und verneige mich vor Odin, bevor ich den Saal verlasse.
Es ist schon spät deswegen sind die anderen schon weg.
Nur Thor wartet auf mich.
"Was wollte Vater von dir?"
"Er bat mich darum etwas zu verwahren."
"Und was ist es?"
Sein Blick folgt meinem als ich den Dolch aus dem Gürtel ziehe.
"Lokis Dolch?"
"So ist es, Loki wollte dass ich ihn bekomme."
"Das ist sein Lieblingsdolch, ich kann mir gut vorstellen dass er nicht möchte das eine Wache in nimmt."
"Es war ein Geschenk."
"Wie meinst du das?"

"Ich schenke ihm den Dolch zu seinem Siebzehnten Geburtstag."
"Nun ist mir bewusst, warum er so daran hängt."
"Es ist sein Lieblingsdolch?"
"Ja, wusstest du dass nicht?"
"Nein das ist mir neu."
"Was hast du nun vor?" fragt er mich.
"Ich werde in mein Zimmer gehen, es war ein langer und anstrengender Tag."
"Das war es wirklich, aber du hast gut gekämpft."
"Es ging um mein Volk, es musste beschützt werden. Danke dass du an meiner Seite warst."
"Midgard gehört zu den Neun Welten. Es ist meine Pflicht es zu beschützen."
"So wie es meine ist Asgard zu schützen." 
"Danke dass du mit mir zurückgekehrt bist. Es bedeutet nicht nur mir sehr viel, ich weiß was du alles aufgegeben hast."
"Nein, du weißt nur einen kleinen Teil davon. Aber ich werde nicht für immer weg sein. Ich kehre zu meiner Familie zurück."
"Du solltest dich nun ausruhen Amina."
"Das solltest du auch."
"Ich werde zuerst Heimdall aufsuchen."
Damit habe ich gerechnet.
Er will wissen wie es Jane geht.
"Soll ich mich nach deinem Bruder erkundigen?"
"Nein, ich werde morgen selbst zu Heimdall gehen."

Damit trennen sich unsere Wege.
Heute werde ich nicht mehr in den Kerker gehen.
Ich werde versuchen es so lange wie möglich aufzuschieben.
Leider schreit eine innere Stimme danach, sofort zu ihm zu gehen.
Das was im Stark Tower geschehen ist, hätte nicht passieren dürfen.
Es war ein Fehler.
In seiner Gegenwart werde ich früher oder später immer schwach.
Loki ist meine größte Schwäche das ist mir durchaus bewusst.
Wenigstens habe ich es geschafft ihn aufzuhalten, bevor die Menschen die mir am Herzen liegen ernsthaft verletzt wurden.
Mit dem Dolch in der Hand gehe ich in mein Zimmer.
Dort lege ich in auf den Schreibtisch und betrachte das Objekt.
Warum ich?
Verdammt hat er mich vielleicht doch verzaubert, wie die anderen es schon vor Jahren vermutet haben?
Irgendetwas muss es sein, kein normaler Mensch könnte ihn noch lieben, nachdem was er in den vergangen Tagen angerichtet hat.
Ich werde ihn wohl doch früher aufsuchen als gedacht.
Er schuldet mir antworteten und ich werde erst gehen wenn ich diese habe.

***

Nach dem Frühstück mit meinen Freunden geht es wie immer zum Training.
Solange der Bifröst noch nicht wieder aktiv ist, können wir nirgendwo hin.
Also werden wir eben besser, in den Dingen die wir sowieso schon beherrschen.
Meine Gedanken jedoch schweifen immer wieder ab.
Zu meinem Bruder und seiner Familie.
Wie haben sie reagiert als Clint ihnen gesagt hat, das ich wieder fort bin?
Warum ist es Steve so schwergefallen mich gehen zu lassen?
Na gut wir sind schon so was wie Freunde geworden, doch er sagte er versteht mein Handeln.
Und doch verstehe ich so vieles nicht.
Auf viele meiner Fragen werde ich vorerst keine Antworten bekommen.
Nun auf eine schon, ich kann Heimdall aufsuchen.
Das werde ich heute Abend erledigen bevor ich in den Kerker gehe.
"Amina, du bist in Gedanken versunken. Du musst dich konzentrieren." sagt Sif.
"Tut mir leid, ich war gerade wirklich kurz abgelenkt."
"Denkst du an deinen Bruder?"
"Ja, ich habe ihm gesagt dass ich wieder zurückkommen werden, doch weiß ich selbst nicht wann das sein wird."
"Du vermisst ihn, das kann ich verstehen."
"Hast du mich vermisst, als ich weg war?" möchte ich wissen.
"Selbstverständlich, wir alle taten es. Es ist uns schwer gefallen dich auf Midgard zurück zulassen."
Wir verlassen den Platz und reden außerhalb auf einer der Bänke weiter.
"Es ist seltsam Sif. Wenn ich hier bin, wünsche ich mir nichts mehr als auf Midgard bei meiner Familie sein zu können. Wenn ich dann bei ihnen bin, fühlt es sich dennoch falsch an. Ich habe fast mein gesamtes Leben hier verbracht."
"Du sehnst dich nach Asgard wenn du bei Ihnen bist, auch das kann ich nachvollziehen. Du hast hier sehr viel erlebt."
"In der Tat. Ich versuche mich zu konzentrieren, auf dass was ich habe. Ich liebe es bei ihnen zu sein, doch in mir fühlt es sich leer an. Als würde ein Teil fehlen."
"Dies hier ist dein Zuhause, genau wie dort. Wer sagt das du dich für eines Entscheiden musst?"
"Ich selbst. Ich komme mir, egal wo ich mich befinde fremd vor. Wie ein Eindringling, ein Außenseiter, der nirgends dazu zu gehören scheint. Und ich weiß das ich nie beides haben kann."
"Nun, ich kann dir leider nicht helfen bei deiner Entscheidung, doch weißt du dass ich immer hinter dir stehen werde, egal welche Entscheidung du treffen wirst."
"Danke Sif, für alles."
"Dafür sind Freunde doch da. Willst du weiter trainieren?"
"Für heute werde ich das Training beenden. Ich werde den Allvater aufsuchen und ihn um rat bitten."
Sie nickt mir zu, legt mir kurz ihre Hand auf die Schulter und verschwindet wieder auf den Trainingsplatz.





"Sie nickt mir zu, legt mir kurz ihre Hand auf die Schulter und verschwindet wieder auf den Trainingsplatz

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Die Kriegerin  (Avengers ff)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt