Neue Freunde

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Ich verbringe noch den ganzen Tag mit den anderen zusammen.
Nach dem Essen sind wir nach draußen und sie haben mir den Trainingsplatz gezeigt.
"Und gefällt es dir hier?" fragt mich Hogun.
"Natürlich, wie könnte es das denn nicht?"
"Das dachte ich mir schon." sagt Thor.
"Hast du Lust uns zu zeigen was du so kannst." fragt Volstagg.
"Das würde ich gerne. Wer würde den gegen mich Kämpfen?"
"Das würde ich machen. Die Jungs könnten leicht vergessen, das es dein erster Kampf ist."
"Es ist nicht mein erster. Ich kann kämpfen." verteidige ich mich.
Fandral reicht mir ein Schwert und ich schlucke kurz.
"Na gut, mit einem Schwert ist es doch was neues."
"Du sagtest doch das du kämpfen kannst." sagt Fandral grinsend.

"Oh das kann ich auch. Ich bin gut im Nahkampf und mit dem Messer. Aber am besten kann ich mit dem Bogen umgehen."
"Wirklich? Dann zeig es uns. Wir werden dir das Schwertkämpfen schon noch beibringen kleine." sagt Thor.
Volstagg bringt mir einen Bogen und ein paar Pfeile.
Hogun stellt Hindernisse sowie Zielscheiben auf.
Ich grinse vor mich hin und beginne mit dem Schießen.
Nachdem ich mit allen Pfeilen ins schwarze getroffen habe, sind die anderen sehr beeindruckt.
"Also ich zeige dir das Schwertkämpfen, wenn du mir beibringst so gut mit dem Bogen zu werden. Einverstanden?" fragt Fandral.
"Einverstanden."

Nun wird es Zeit zum Abendessen und Thor und ich gehen zu seiner Familie.
Frigga und Odin sind schon anwesend und begrüßen uns.
"Amina, wie hat dir dein erster Tag hier gefallen?" möchte Frigga wissen.
"Er war wirklich toll."
"Sie kann wirklich gut kämpfen Vater, du hättest sie sehen sollen." beginnt Thor.
"Das werde ich vielleicht mal."
"Wo ist dein Bruder?" fragt Frigga ihren Sohn.
"Keine Ahnung."
Und in diesem Moment betritt Loki den Raum.
Dieser setzt sich mir gegenüber und mustert mich genauso misstrauisch wie vorher.
"Also wer bist du?" fragt er gerade heraus.
"Mein Name ist Amina."

"Was führt dich zu uns Amina?" fragt er mich.
Zum Glück antwortet Odin ihm, denn ich wüsste nicht was ich hätte sagen sollen.
"Amina ist die Tochter einer alten Freundin. Leider kam ihre Familie ums Leben und deshalb haben eure Mutter und ich uns beschlossen das Mädchen bei uns aufzunehmen. Sie wird ab dem heutigen Tag an bei uns bleiben." sagt er und bei den letzten Worten schaut er mich an.
Ich spanne kurz meinen Kiefer an, doch besinne mich schnell wieder.
Das Essen verläuft soweit ruhig und ohne Zwischenfälle.
Als es an der Zeit ist und Loki schon verschwinden will, hält Frigga ihn auf.
"Loki, kannst du Amina mitnehmen. Sie schläft ihm gleichen Gang wie du und dein Bruder."
"Natürlich Mutter, ich werde sie in ihr Zimmer begleiten." antwortet er und ich kann hören das er nicht sonderlich erfreut darüber ist.

Und genau davor hatte ich ein wenig Angst.
Alleine mit Loki zu sein, denn er würde mir bestimmt fragen stellen.
Unterwegs laufen wir schweigend nebeneinander her.
Ich bin froh darüber, doch möchte etwas von dem Jungen wissen.
"Loki, kann ich dich etwas fragen?"
"Was willst du wissen?" fragt er genervt.
"Wie alt bist du?"
"Das ist alles? Mehr willst du nicht wissen?"
"Zum jetzigen Zeitpunkt nicht nein."
"Ich bin dreizehn."
Kurz schweigen wir weiter, doch ich kann sehen das er mich ebenfalls etwas fragen möchte.
"Wie alt bist du Amina?"
"Zwölf."

"Warum wolltest du nicht bei uns bleiben heute Mittag?"
"Ich dachte du hast keine weiteren fragen?"
"Naja ich habe mich gerade anders entschieden."
"Okay, ich werde dir deine frage beantworten. Ich kann die anderen nicht sonderlich leiden. Mein Bruder der immer angeben muss, von Heldentaten erzählt und seinen Freunden die ihn anhimmeln. Sie wollen immer nur kämpfen und ich möchte lieber alleine sein."
"Das kann ich gut verstehen. Ich war abgesehen von meinem Bruder immer alleine. Ich hatte nichts mit anderen Kindern zu tun."
"Was ist mit deinem Bruder geschehen?" fragt er nun und ich kann heraushören, dass es ihn wirklich interessiert.
"Ich habe ihn verloren und weiß nicht, ob ich ihn je wiedersehen werde."

Darauf geht er nicht weiter ein, wofür ich ihm dankbar bin.
Er scheint nicht so schlimm zu sein, wie die anderen gesagt haben.
Oder ich es heute Mittag noch dachte.
Natürlich ist er Misstrauisch, das bin ich auch.
Mir kommt es so vor, das er einfach Missverstanden wird und andere Interessen hat als sie.
"Also hier ist dein Zimmer." sagt Loki und reist mich damit aus meinen Gedanken.
"Danke." sage ich und öffne die Tür.
Hinter mir wird ebenfalls eine geöffnet und ich sehe dass das Zimmer von Loki nur zwei Türen entfernt ist.

Ich weiß nicht ob ich noch etwas sagen soll oder nicht, doch er nimmt mir diese Entscheidung ab.
"Gute Nacht Amina."
"Gute Nacht Loki." erwidere ich und schließe die Tür.
Er ist wirklich etwas Sonderbar.
Ich ziehe mir die Kleidung aus und die andere die auf meinem Bett liegt an.
Nun da ich alleine bin, denke ich an Clint.
Was wird er denken?
Was werden sie unternehmen um mich zu finden?
Werden sie überhaupt nach mir suchen?
Wird S.H.I.E.L.D. Nachforschungen anstellen?
Aber wie sollten sie  mich auch schon finden, immerhin bin ich auf einer anderen Welt.
Ich bin nicht mehr auf der Erde.

Langsam wird mir bewusst wie alleine ich wirklich hier bin.
Solange ich mit den anderen zusammen war, konnte ich das alles ein wenig verdrängen.
Doch nun beginnen mich meine Gedanken und Sorgen aufzufressen.
Irgendwann muss ich dann doch in einen unruhigen Schlaf gefallen sein, den als ich aufwache ist die Sonne gerade dabei aufzugehen.
Kurz bleibe ich noch liegen doch beschließe das ich das nicht kann.
Deswegen stehe ich auf und ziehe die Klamotten von gestern an.
Als ich gerade mein Oberteil glatt streiche klopft es an meiner Tür.
"Herein." sage ich.
Diese wird geöffnet und Frigga kommt mit zwei Hofdamen herein.
Sie sieht mich kurz an und bleibt bei meiner Kleidung hängen.
"Ist das dieselbe die du gestern getragen hast?"
"Ja das ist die selbe."
"Das können wir doch nicht machen. Meine Damen, bitte bringt Lady Amina neue Kleidung."
Wie ihnen geheißen, holen sie aus einem der Schränke neue Kleidung.

"Frigga dass müsst ihr nicht für mich tun. Ich kann meine Kleidung selbst aussuchen."
"Gewiss könntest du das, aber meine Söhne lasse ich es auch nicht selbst tun. Also bitte habe etwas Nachsicht. Ich wollte schon immer eine Tochter und da du jetzt hier bist, naja ich fühle mich Verantwortlich für dich."
"Das ist wirklich sehr nett von euch."
"Selbstverständlich. An Ende der Woche gibt Odin einen Ball, zu diesem werde ich dich aber in ein Kleid einkleiden. Nur damit du gleich bescheid weißt."
"Ein Kleid?" hinterfrage ich noch einmal.
"Ja natürlich. Du kannst dort doch nicht mit Kampfkleidung erscheinen. Außerdem, wenn es dir hilft, Lady Sif zieht zu solchen Anlässen ebenfalls immer eines an."
"Das beruhigt mich in der Tat ein wenig."

Als ich endlich gehen kann und mein Zimmer verlasse, sehe ich gerade Thor aus seinem kommen.
Er bemerkt mich ebenfalls und winkt mich zu sich.
"Amina, wie hast du geschlafen?"
"Naja es geht. Es hat ein bisschen gedauert bis ich einschlafen konnte, doch es funktioniert."
"Das freut mich. Komm lass uns zum Essen gehen."
Er nimmt meine Hand in seine und rennt los.
Vor dem Speisesaal halten wir an und Thor öffnet die Türen.
Drinnen sehen wir schon die anderen sitzen und als sie uns kommen sehen, werden wir begrüßt.

Die Kriegerin  (Avengers ff)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt