Sokovia

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In den nächsten Tagen verbringe ich viel Zeit mit den Zwillingen.
Vor allem mit Pietro.
Wir verbringen viel Zeit auf dem Dach, da wir hier so gut wie ungestört reden können.
"Wie schnell bist du eigentlich?" frage ich neugierig.
"Das letzte mal waren es 1240 kmh."
"Wow, das ist wirklich schnell." meine ich.
Er lacht und sieht mich an.
"Ich hab gesehen wie du kämpfst, das ist wirklich erstaunlich."
"Danke das ist Jahreslanges Training."
"Hast du es auf Asgard gelernt?"
"Vieles ja. Das Bogenschießen habe ich aber als Kind hier auf der Erde gelernt."

"Warum wolltest du das Wanda dich wieder dorthin zurückschickt?"
"Ich hab es doch schon erklärt, ich musste einfach mehr sehen."
"Dein Bruder und die anderen haben darüber geredet. Sie haben gesagt es ging dir danach nicht gut, du hättest mit niemandem darüber geredet."
"Was Wanda mir da gezeigt hat, nun ja es hat mich überrumpelt. Es war eine alternative Zukunft die ich hätte haben können. Aber ich habe gelernt das ich die Vergangenheit loslassen muss, sie vergessen sollte, damit ich endlich in der Gegenwart leben kann. Ich weiß dass das was mir gezeigt wurde unmöglich ist, dafür sind wir an zu vielen Wegen falsch abgebogen."
"Was war mit dem Mann mit dem Metallarm? Du kennst ihn oder?"
"Nicht wirklich, er hat nur versucht mich mehr als einmal umzubringen. Er war ein alter Freund von Captain Rogers, dieser hofft das wir ihn retten können."
"Ich verstehe nicht ganz was das mit all dem zu tun hat."
"Da sind wir schon zu zweit Pietro."
Er nimmt meine Hand in seine und drückt sie beruhigend, wie beim ersten mal als wir hier oben waren.
"Du solltest dir auch darüber nicht den Kopf zerbrechen. Über nichts was du gesehen hast. Lebe hier in der Gegenwart und warte ab was die Zeit bringt."
"Und wenn ich wieder falsche Wege gehe?"
"Menschen gehen immer mal wieder falsche Wege Amina. Meine Schwester und ich auch, wir bereuen das wir Ultron geholfen haben, doch am Ende haben uns unsere Entscheidungen zu euch hierher gebracht."
"Und das war gut?" hinterfrage ich.
"Sehr gut sogar. Ich bin froh nicht gegen dich kämpfen zu müssen, sondern an deiner Seite."

Ich merke wie nah wir uns sind und spüre noch immer die Wärme von seiner Hand.
Seltsam, ich verbringe erst wenige Tage mit ihm, und schon weiß ich das er wichtig ist für mich.
Er und Wanda.
Durch ihre Vorgeschichte fühle ich mich mit den beiden Verbunden.
Sie haben eine schwere Kindheit hinter sich, haben ihre Eltern verloren.
Gut meine Kindheit war nicht so schlimm wie ihre, aber als Kinder die Eltern zu verlieren ist schlimm.
"Was wird passieren wenn wir Ultron aufgehalten haben?" möchte er wissen.
"Du und Wanda könntet euch uns anschließen, Avengers werden."
"Und hier mit euch allen zusammen leben?"
"Ja, wäre das etwa so schlimm?" hinterfrage ich.
"Nein ganz und gar nicht, ich könnte hier oben Tag und Nacht mit dir zusammen sitzen. So sicher habe ich mich schon seit Jahren nicht mehr gefühlt."
"Ich habe mich schon lange nicht mehr so wohl mit jemandem gefühlt." gestehe ich ihm.
"Wie meinst du das?"

"Ich hab sie gefunden. Schnappt euch eure Waffen, wir brechen sofort auf." höre ich Clint über das Mikro.
"Das Gespräch werden wir wohl ein anderes mal weiterführen. Los, las uns gehen."
Er steht auf und hilft mir auf die Beine.
Wir gehen zu den anderen und ich hole meinen Bogen und den Köcher.
Kurz sehe ich nach den Zwillingen, und auch sie bereiten sich vor.
"Hat dir das die Sprache verschlagen?" höre ich Pietro.
Gerade zieht er sein Oberteil runter und ich suche schnell blickkontakt zu Wanda.
"Ich wollte nur sehen ob ihr euch bereit fühlt."
"Natürlich wir schaffen das." sagt sie.
Nach einem kurzen Blickkontakt mit Pietro verlasse ich das Zimmer und gehe nach oben.
Dort setze ich mich schon mal in den Jet auf die Position des Copiloten.
Als alle an Board sind gehen wir den Plan durch.

"Wir werden die Stadt evakuieren, wir wissen was auf diese Menschen zukommt, die Einwohner von Sokovia wissen es nicht. Es müssen so viele Menschen wie möglich aus der Stadt raus. Ultron ist es egal ob er unschuldige verletzt, wir werden das aber nicht zulassen.  Vermutlich wird er sich in der Kirche aufhalten. Ihr wisst alle was zu tun ist. Leben retten und Ultron vernichten." erklärt Tony.

***

Unser Plan funktioniert wie so oft nicht wie geplant.
Mit der Hilfe von Wanda konnten wir die Menschen überzeugen ihre Häuser zu verlassen.
Leider haben wir die Rechnung ohne die Iron Legion und Ultrons Armee gemacht.
"Verdammte scheiße, wo kommen diese ganze Dinger nur her?" fluche ich vor mich hin.
"Nicht fluchen." höre ich Cap.
"Das nennst du fluchen? Du solltest sie hören wenn sie richtig Sauer ist." 
"Clint das ist nicht witzig." meine ich.
Gerade erledige ich zwei von den Ultrons als auch schon wieder drei neue auftauchen.
"Hilfe!" höre ich eine Stimme.
Als ich mich umsehe, entdecke ich eine Frau die von den Robotern umzingelt wird.
Ich lenke die Aufmerksamkeit auf mich und Pietro bringt sie in Sicherheit.
Sobald er verschwunden ist, lasse ich den Explodierenden Pfeil los.

"Amina Vorsicht." höre ich eine Stimme und schon stehe ich ein paar Meter weiter links.
Schon wieder befinde ich mich in seinen Armen.
"Du musst besser aufpassen, ich kann dich nicht immer retten." meint er grinsend.
"Das musst du auch nicht, ich hatte alles im Griff."
"Bist du sicher?" fragt er nach.
Ich sehe zu dem Platz wo ich gerade noch gestanden habe, und sehe das der Boden verkohlt ist.
Wenn er nicht gewesen wäre, hätte mich einer der Ultrons erwischt.
"Danke." meine ich nun.
"Immer zu deinen Diensten."
Nun setzt er mich wieder ab.
"Also das was wir vorhin auf dem Dach besprochen haben..." beginne ich, doch werde von ihm mit einem Kuss unterbrochen.
"Ich mag dich auch sehr." sagt er danach.
Verwundert sehe ich ihn an.
"Nicht sterben." meine ich.
"Das werden wir nicht." 

***

Fury tauscht mit dem Helicarrier auf und wir können die Menschen evakuieren.
Ich helfe gerade einem Mädchen aus den Trümmern und bringe sie zu ihren Eltern, als ich eine Frau verzweifelt rufen hören.
Deshalb suche ich die Umgebung ab und finde auch schließlich ein weiteres Kind, einen kleinen Jungen.
Gerade als ich los möchte hält mich Clint auf.
"Ich mach das schon, bleib du hier und pass auf."
"Okay aber beeil dich." 
"Das tue ich immer."
So geht er los und hilft dem Jungen, nimmt ihn auf den Arm und macht sich auf den Rückweg.
Nur wenige Meter dann ist er da und wir können los.
Die Freude verfliegt sofort als ich Ultron in einem Jet sehe.
Ziehe sofort einen Pfeil und schieße, doch es funktioniert nicht.
"Clint pass auf." schreie ich und renne los.
Ich spüre einen Luftzug neben mir und weiß das Pietro an mir vorbei ist.
Abrupt bleibe ich stehen und sehe was vor mir passiert.
Gerade rechtzeitig bekommt er meinen Bruder mit dem Kind auf die Seite.
Leider hat es für ihn nicht gereicht.
"Nein!" schreie ich und gehe zu ihnen.
"Das hast du nicht kommen sehen." sagt er zu Clint als er zusammenbricht.

Ich lasse mich neben ihn auf den Boden sinken und greife nach seiner Hand.
"Pietro, du hast gesagt wir werden nicht sterben."
"Das wirst du auch nicht, ich konnte dich retten." 
Er hört auf zu Atmen und ich spüre die Tränen.
Clint sieht mich traurig an, steht auf und bringt das Kind zu seiner Mutter.
"Es tut mir leid, ich konnte dich nicht retten." 
Damit streiche ich ihm kurz über das Haar, bevor er von zwei Männer auf den Transporter gelegt wird.
Ohne etwas zu sagen, setze ich mich auf einen Platz und starre vor mich hin.
Schon wieder ist jemand gestorben der mir ans Herz gewachsen ist.
Wir haben uns nicht lange gekannt, doch in der Zeit in der wir alleine verbracht haben, sind wir uns nahe gekommen.
Es soll einfach nicht sein, dass Schicksal will anscheinend nicht das ich glücklich werde.
Bei Pietro konnte ich endlich loslassen, die Vergangenheit, Loki hinter mir lassen.
Ich habe mich frei gefühlt.
Doch nun ist das auch weg.
Wanda!
Die Erschütterung habe ich bis hier gespürt.  
Sie weiß es schon, sie wusste es in dem Moment als die Kungeln ihn getroffen haben.
Nun werde ich für sie da sein, sie trösten so gut ich kann.
Immerhin ist sie nun alleine, zumindest was ihre richtige Familie betrifft.
Wir werden ihre neue sein, auch wenn es Zeit braucht bis die Wunden verheilt sind.




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Die Kriegerin  (Avengers ff)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt