Nun bin schon fünfundzwanzig und seit dreizehn Jahren hier.
Mit der Zeit ging ich immer weniger zu Heimdall um mich zu erkundigen wie es Clint geht.
Das letzte mal hat er eine Frau gefunden.
Laura, sie scheint wirklich bezaubernd zu sein.
Ich weiß auch das die beiden schon Nachwuchs haben.
Natürlich freue ich mich darüber, bin glücklich das Clint sein Leben so verbringt, doch gleichzeitig macht es mich auch traurig.
Zu gerne würde ich Zeit mit ihm verbringen können, mit ihnen allen.
Meinen Neffen und meine Nichte auf dem Arm halten und ihnen Geschichten erzählen.
Er hat der kleinen sogar meinen Namen gegeben.
Lila Amina Barton.
Ein wirklich bezauberndes Mädchen.
Auch Cooper scheint ein Wunderbarer Junge zu sein, der sehr nach seinem Vater kommt.
Aber hier auf Asgard hat sich auch einiges Geändert.
Die anderen haben irgendwann herausgefunden das ich mit Loki zusammen bin.
Frigga wusste es als erste, sie hat uns darauf angesprochen.
Als Mutter hätte sie gesehen dass wir uns verändert haben.
Das ich Loki verändert habe.
Doch auch Thor hat sich in den Jahren geändert, nicht gerade zum Positiven.
Er ist übermütig und sucht immer nach Krieg.
Loki hat es schwer getroffen das nun Thor zum König ernannt werden soll.
Ich brauchte meine ganze Überzeugungskraft um meinen Freund wieder zu beruhigen.
Heute ist der Tag der Krönung gekommen, Odin sitzt auf seinem Thron, während Frigga und Loki links und rechts daneben stehen.
Sif und ich stehen neben den anderen und warten gespannt auf Thor.
Endlich betritt er den Thronsaal und wir sehen ihm erwartungsvoll entgegen.
So was passiert ja nicht alle Tage.
Vor seinem Vater kniet er nieder und blickt kurz zu uns.
Zwinkert mir und Sif zu und wendet seinen Blick zurück.
Nun beginnt der Allvater zu sprechen.
"Thor Odinson, mein Erbe."
Mein Blick trifft den von Loki und ich kann sehen das er seinen Kiefer anspannt.
Ich versuchte ihm ein aufmunterndes Lächeln zuzuwerfen, doch ich weiß dass es hier nicht viel bringt.
Er war von Anfang an wütend, dass Thor und nicht er den Thron besteigen würde.
"Schwörst du, die neun Welten zu beschützen?"
"Ich schwöre."
"Und schwörst du, zu entsagen allem selbstsüchtigen Gebaren und dich ganz dem Wohle der neun Welten zu verschreiben?"
"Ich schwöre." schreit er nun und ich sehe Sifs Blick der meinen eigenen widerspiegelt.
Leichte Besorgnis, da wir ihn gut genug kennen.
"Dann sei es so. Ich Odin, Allvater bestimme dich heute..."
Auf einmal verstummt Odin und ich höre es auch.
Etwas stimmt nicht.
"Die Eisriesen." höre ich seine Worte.
Das ist unmöglich, wie hätten sie an Heimdall vorbeikommen sollen?
Wie gelangten die Eisriesen nach Asgard?
Odin erhebt sich und eilt mit seinen Söhnen davon.
Meine Freunde und ich wissen dass wir ihnen nicht hinterher gehen sollen, stattdessen versuchen wir die Asen zu beruhigen.
Nach einer langen Unterhaltung die ich mit einer Frau geführt habe, kehren der Allvater und die Prinzen zurück.
Sehen sich um und wissen dass es allen gut geht und nicht das reine Chaos ausgebrochen ist.
Die Krönung wurde unterbrochen und Thor sieht deswegen sichtlich wütend aus.
Ich lebe lange genug mit ihm zusammen, dass ich weiß was er vorhat.
Er möchte Rache an Jotunheim und den Eisriesen.
Der angehende König verlässt den Raum und verschwindet im Speisesaal.
Wir folgen ihm und versuchen seine Dummheiten auszutreiben, bevor etwas schlimmes geschieht.
Selbst Loki kommt mit uns.
"Ich verstehe es einfach nicht." sagt Thor außer sich.
"Warum möchte Vater nicht das wir nach Jotunheim gehen, wir sollten Rache nehmen."
"Du hast vollkommen recht Bruder, wer weiß ob sie beim nächsten mal nicht mit einer Armee auftauchen."
Habe ich mich hier gerade verhört?
Was soll das werden?
"Wir können nichts unternehmen, ihr habt Odin gehört." sage ich.
"Nicht ohne ihn zu hintergehen." ertönt Lokis Stimme und ich sehe das flackern in Thors Augen.
Genau das hatte ich befürchtet, er hat etwas vor.
Etwas dummes und gefährliches.
Das würde uns alle in große Schwierigkeiten bringen.
"Das ist es." meint er nun und springt auf.
"Was hast du vor Thor?" fragt Sif und ich kann die leichte Unsicherheit in ihrer Stimme hören.
"Wir gehen nach Jotunheim."
"Bist du verrückt?" fragt Fandral.
"Ich will keinen Krieg, sondern antworten. Es gibt nichts zu befürchten."
Irgendwie glaube ich seinen Worten nicht ganz.
Dennoch machen wir uns mit dem Pferden auf zum Bifröst.
Heimdall erwartet uns bereits.
Wir steigen von den Tieren ab und gehen zielstrebig den Rest zu Fuß.
"Überlasst dass Reden mir." sagt Loki.
Doch bevor er auch nur ein Wort sagen kann, ist es Heimdall der zu sprechen beginnt.
"Ihr seid nicht Warm genug gekleidet." stellt er fest.
"Was?" fragt Loki.
Verwirrt sehen wir uns an, aber natürlich wusste er bereits davon.
"Dürfen wir passieren?" fragt Thor nach und sieht Heimdall bittend an.
"Niemals... ist ein Feind an mir vorbei geschlichen, nicht einer, bis zum heutigen Tag. Ich will wissen wie das möglich war."
"Dann sage keinem wo wir hingehen, bis wir zurück sind."
Mit diesen Worten geht Thor an ihm vorbei und wir folgen ihm.
Schon viele male bin ich mit den anderen mit dem Bifröst zu den neun Welten aufgebrochen.
Doch nie zur Erde.
Heimdall geht und wir sehen uns etwas unsicher an.
Wir werden von dem Bifröst eingezogen und als wir auf der anderen Seite ankommen, sehe ich die Eiswüste von Jotunheim vor mir, die sich überall hinzieht.
Eis und Schnee so weit man sehen kann.
Keine Spur von einem Eisriesen, nicht ein einziges Geräusch.
Hier ist es still.
Zu still wie ich finde.
"Wir dürften hier nicht sein." stellt Hogun fest.
"Kommt weiter." meint Thor und geht voran.
Loki ist neben mir und sieht sich genau so fragend um.
"Warum ist es hier so still?" frage ich nun doch.
"Wo sind sie?" fragt auch Sif angespannt.
Vermutlich geht es uns allen gleich.
Nur möchte es niemand zugeben, immerhin sind wir Krieger.
"Sie verstecken sich, wie Feiglinge das eben machen." antwortet Thor.
Vor einem Eispalast kommen wir zum stehen und ich kann sie nun hören.
"Ihr seid einen weiten Weg gekommen, um zu sterben Asen." ertönt eine Stimme und vor uns tauscht einer der Eisriesen auf, dessen rote Augen uns eindringlich mustern.
Meine Hand umklammerte fest den Bogen, die andere sofort bereit einen Pfeil zu ziehen.
"Ich bin Thor Odinson..."
"Wir wissen, wer du bist."
Damit drehe ich mich um und sehe noch mehr der Eisriesen.
Nun greife ich doch zu dem Köcher und ziehe einen Pfeil daraus.
"Wie konnten eure Kämpfer nach Asgard gelangen?"
"Das Haus Odins ist voller Verräter." bemerkt der Eisriese.
Wie kann das sein, versucht er uns zu verunsichern oder spricht er tatsächlich die Wahrheit?
"Entehre nicht den Namen meines Vaters mit deinen Lügen."
Und schon lässt sich Thor provozieren.
Ich hätte es wissen sollen, das hier wird in einem Blutbad enden.
"Dein Vater ist ein Mörder und ein Dieb. Du sprichst von Frieden doch sehnst dich nach Krieg." sagt Laufey an Thor gerichtet.
"Du bist nur ein kleiner Junge, der denkt sich beweisen zu müssen."
Immer mehr der Eisriesen umzingelten uns.
"Loki, wir bekommen da ein Problem." flüstere ich ihm zu.
Auch er scheint es schon bemerkt zu haben.
"Du weißt nicht, was deine Taten verursachen werden."
Ein unheimliches Schweigen breitet sich aus, bevor er endlich weiter redet.
"Also geht nun, solange ich es noch erlaube."
Loki wendet sich an seinen Bruder und legt ihm seine Hand auf die Schulter.
"Wir nehmen euer Angebot dankend an." spricht nun er zu Laufey.
Gerade als wir uns umdrehen und verschwinden wollen, ertönt seine Stimme erneut.
"Los, lauf nach hause kleine Prinzessin."
"Dumm." höre ich nun Loki.
Sofort weiß ich was als nächstes passieren wird.
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Die Kriegerin (Avengers ff)
FanfictionMein Name ist Amina Barton. Als ich klein war, wurde mir und meinem Bruder alles genommen. Eine geheime Organisation mit dem Namen S.H.I.E.L.D. nahm uns auf und bildete uns zu Agenten aus. Er wurde Hawkeye der Falke und ich Noun der Luchs. Ich zeich...
